Ratgeber(13.12.2019) Wenn ich zurückdenke, habe ich schon während des Studiums darüber nachgedacht, Ratgeber zu schreiben und die praktischen Hinweise, die ich selbst erlebt und ausprobiert oder gehört und gelesen habe, in leicht lesbaren Texten zusammenzufassen. Wie sonst wäre ich noch als Studentin darauf verfallen, dem Jugendamt des Kreises Borken einen Flyer zur Leseerziehung anzubieten. Ich habe sogar ein Honorar dafür bekommen, obwohl er dann nie realisiert wurde. Leider, aber die Tipps habe ich später auf meiner – nicht mehr existierenden – Seite www.leseerziehung.de veröffentlicht und von dort aus haben sie Eingang in verschiedene Ordner und Veröffentlichungen gefunden. Einmal bekam ich eine Abrechnung vom Herder Verlag, ein anderes Mal ein Belegexemplar eines NRW-Ministeriums und manche Tipps fand ich zitiert in Artikeln auf zdf.de. Es ist also kein Wunder, dass ich heute gerne Ratgeber schreibe, auch wenn ich jetzt schon zwei oder drei Jahre ohne Ratgeber-Auftrag auskommen musste 🙂 Meine anderen Buchprojekte haben mich ja auch gut beschäftigt, doch jetzt denke ich darüber nach, welche Themen ich noch bearbeiten könnte.

Mein erster Ratgeber in Buchform

1681_TRG_Vorschulkind_UM.indd, page 3 @ PreflightMein erstes Ratgeber-Buch erschien 2010 bei Gräfe & Unzer: 100 Dinge, die ein Vorschulkind können sollte. Leider wurde das Buch nicht neu aufgelegt, obwohl das Interesse weiterhin groß ist. Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob ich noch ein Buch hätte und die Internetseite zum Buch hat weiterhin täglich zig Besucher. In dem Buch beschreibe ich, wie Eltern ihre Kinder nebenbei unterstützen können, die Vorläuferfähigkeiten zu entwickeln, die ihnen den Schulstart erleichtern. Ein Teil der Tipps finden ich immerhin in der Eltern-Kind-Lernhilfe „100 Übungen, die ihr Kind schulreif machen“ im Klett-Verlag. Und natürlich finden viele Ideen aus dem Buch, die mir am Herzen hängen, sich auch in meinem Blog zur Einschulung wieder, der – hoffentlich – im Herbst starten wird.

Elternratgeber zum Thema Schule

Für den 2012 erschienen Ratgeber 100 Dinge, die ein Grundschulkind können sollte (Humboldt Verlag) habe ich neben der üblichen Recherche und Auswertung vieler Gespräche mit Eltern und Pädagogen eine Analyse der GrundElternratgeberUebergangFBschullehrpläne für alle 16 Bundesländer vorgenommen. Eine echte Fleißarbeit, die mir wieder einmal gezeigt hat, wie unterschiedlich die Vorgaben von Land zu Land sind. Mein Ratgeber soll Eltern helfen, ihr Kind fachlich und bei der Entwicklung der Lernkompetenz zu unterstützen.

Der Elternratgeber Schulübergang, der 2013 im Schulwerkstatt-Verlag veröffentlicht wurde, ist quasi der dritte Teil einer Ratgeber-Trilogie. Darin erkläre ich „33 Dinge, die Eltern wissen sollten“ zum Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule.

Ach ja, dann gab es da noch das Elternlexikon Schule, das ich vor vielen Jahren für meinen Arbeitgeber geschrieben habe und 2013 für den Sparkassen-Verlag komplett überarbeitet habe. Hier werden Fachbegriffe aus der Schule erklärt, weil ich in Vorträgen immer wieder festgestellt habe, dass viele Wörter, die ich verwende, für Nicht-Pädagogen nicht so selbstverständlich sind, wie ich dachte.

Lerntipps für Schüler und andere Lerner

effektivlernenfuerdummiesEine Ergänzung dazu bieten die drei Bücher 25 Tipps …, in denen ich Schülern und Eltern anhand von praktischen Fällen aus dem Schul- und Familienalltag Tipps gebe, wie sie ihre Lernkompetenz optimieren können. Die Bücher bzw. Hefte sind 2011 im Verlag an der Este erschienen und vergriffen, die Beiträge werden im LernBlog auf www.die-lernbegleiter.de veröffentlicht, sofern sich keine Neuauflage oder andere Möglichkeit der Nutzung findet. Schließlich sind die Tipps weiterhin aktuell und müssen nicht in meinem PC versauern.

Eher an ältere Schüler, Studenten und erwachsene Lerner wendet sich der Ratgeber Effektiver lernen für Dummies aus dem Wiley-Verlag. Hier erläutere ich die Grundlagen des Lernens, ausführlicher als in den Elternratgebern und Lerntippsammlungen und gehe auch – was ich besonders interessant fand – auf Aspekte wie Lernen und Ernährung oder Nachteilsausgleich an Hochschulen ein.

Mein Herzensprojekt: TaschenGuide Selbstmarketing

selbstmarketingEin ganz anderes Thema greift der TaschenGuide Selbstmarketing aus dem Haufe-Verlag auf. Seit ich als Geschäftsführerin der Aktion Jugendschutz begonnen habe, mich intensiv mit Marketing und PR zu beschäftigen, habe ich mich auch mit der Frage befasst, wie man für sich selbst Marketing machen kann. Als Selbstständige ist die Frage drängender geworden und ich habe immer stärker geschaut, was wichtig und was weniger hilfreich ist. Die Erfahrungen und Erkenntnisse habe ich in dem Ratgeber zusammengefasst, der seitdem die Grundlage für Workshops bildet, bei denen wir gemeinsam für die Teilnehmer Ideen für deren Selbstmarketing entwickeln.

Ratgeber in Kartenform

Oh, und dann gab es noch meine Selbstcoaching-Karten Coach dich selbst aus dem Heragon-Verlag, die in modernen Antiquariaten immer noch zu guten Preisen gehandelt werden. Das Format hat mir gut gefallen, ich hatte zuerst die Idee und die Karten und habe dann den Verlag entdeckt, der gleich Interesse an einer Veröffentlichung hatte. Da muss ich direkt nachschauen, was aus meinen anderen beiden Ideen geworden ist, die ich dort eingereicht habe. Vor lauter Belletristik habe ich tatsächlich nicht Überblick verloren.

An Ideen scheitert es nicht

In den letzten Monaten habe ich meine Mappen und Ordner im Büro und im PC gesichtet, um überholte Konzepte auszusortieren und zu prüfen, welche Ratgeber noch nicht auf dem Markt sind und worüber ich gerne schreiben würde. Einige Konzepte liegen seit einiger Zeit in meiner Schublade, die aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert wurden, manche davon habe ich in dem Beitrag über den „Stapel ungeschriebener Ideen“ beschrieben. Falls also zufällig ein Verleger oder Redakteur den Beitrag liest 🙂 – ich könnte die Exposés mit folgenden Arbeitstiteln unverzüglich zusenden und Ideen darüber hinaus hätte ich auch noch einige.

  • c-birgit-ebbert-IMG_5496Spiele gegen Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • Vom Rechenschieber zur Lernkartei – was braucht Ihr Kind zum Lernen
  • Spielend lernen in der Familie
  • 555 Tipps für richtiges Lernen
  • Mit Kinderfragen umgehen
  • Kreativitätsförderung in der Familie
  • Medien in der Familie nutzen
  • Selbstcoaching für Jugendliche
  • Kinder brauchen Ziele

Das Aha-Erlebnis, wenn alles passt

Während ich das schreibe, merke ich, dass ich große Lust hätte, wieder einen Ratgeber zu schreiben, weil es mir diese tollen Aha-Erlebnisse vermittelt. Zum ersten Mal hatte ich das bei der Arbeit an meiner Dissertation. Was habe ich da nicht alles gelesen und gehört. Plötzlich, ich weiß noch, es war mitten in der Nacht, ich sortierte die Unterlagen und da fügte sich alles, was mir bis dahin zusammenhanglos erschien, zu einem Bild. Inzwischen sind so viele neue Ideen und Erfahrungen für Ratgeber dazu gekommen. Zwar habe ich keine eigenen Kinder, aber genau das eröffnet mir auch den Blick auf die vielen tollen Ideen, von denen Eltern, Kinder und Jugendliche mir berichten, und ich habe nicht die Alltagsschere im Kopf. Es sind nämlich die Aha-Erlebnisse der Eltern, die mich bei den Vorträgen immer besonders begeistert haben. Sie haben es im Alltag oft einfach nicht geschafft, kreativ an ein Problem mit ihren Kindern heranzugehen und waren verblüfft, wie leicht sich manche Dinge klären ließen. Ich werde direkt nachschauen, welche Verlage Elternratgeber herausgeben. Tipps nehme ich gerne entgegen 🙂 © Birgit Ebbert