365Papersquares(30.01.2018) Ja, ich habe gerade mein 100stes Quadrat von meinem 365-Tage-Projekt gepostet. Ich hatte natürlich gehofft, dass ich meinen Vorsatz realisieren kann. Allerdings wusste ich, als ich das Projekt beschlossen habe, nicht, dass mich ein besonders anstrengender Herbst erwarten würde und das Projekt nicht nur meinen Autorenalltag, sondern mein Leben dokumentieren würde.

Mein 365-Tage-Projekt: 365Papersquares

Begonnen habe ich mein Projekt an meinem 55. Geburtstag, ich hatte immer nach einer Idee für ein 365-Tage-Projekt gesucht und habe dann entschieden, jeden Tag ein Quadrat zu falten und evtl. zu füllen. Seither habe ich 100 Quadrate gefaltet und auf der PapierZen-Seite dokumentiert sowie bei Facebook geteilt. Kürzlich fiel mir auf, dass manche meiner realen Freunde diese Quadrate nicht mitbekommen, weil sie nicht bei Facebook sind und man die Liste auf PapierZen nicht abonnieren kann. Daraufhin habe ich einen Blog aufgesetzt, in dem nun jeden Tag ein Beitrag ergänzt wird. Wer möchte, kann also ab sofort die Quadrate auch abonnieren. Natürlich werden die realen Quadrate nicht einfach entsorgt, sie werden zusammen das Bild „365Papersquares“ ergeben, dazu klebe ich sie auf sechs 60 x 60 cm-Leinwände, die sich am Ende je nach Umgebung aufhängen lassen, nebeneinander oder übereinander, das Beitragsbild zeigt einen Ausschnitt aus der ersten Leinwand 🙂

Die Inhalte der bisherigen Quadrate

365PapersquaresEigentlich wollte ich in dem Projekt „nur“ 365 verschiedene Faltungen meiner Schönheitsformen sammeln, aber dann kam alles anders. Schon am ersten Tag fand ich in der Coda Paperart-Ausstellung ein Kärtchen, das genau ins Quadrat passte. Damit war klar, dass die Quadrate mehr beinhalten würden als Papierfaltungen. Und dann ergab es sich, dass meine Mutter aus ihrem Haus in eine Wohnung umgezogen ist und ich das Haus ausräumen musste. Immer wieder begegneten mir Kleinigkeiten aus meiner Kindheit und Jugend, die zu schade für den Papierkorb waren.

Manche Dinge haben Eingang in das 365Papersquares-Projekt gefunden, auf diese Weise habe ich meine Erinnerungsstücke konserviert und werde den einen oder andere Betrachter an ihre Kindheit erinnern. Mit dem Band aus der Audiokassette zum Beispiel oder einer Seidenblume, einem Legostein oder einem Spirograph-Bild, das über 40 Jahre in der Schachtel auf seinen Einsatz gewartet hat. Natürlich gibt es auch Faltexperimente und Quadrate zu Gedenktagen wie die gefaltete Mütze zum Tag der Mütze oder Strohhalme zum Tag des Strohhalms. Überraschend für mich war, dass ich bisher noch nicht in meine Ideenliste für Notfälle schauen musste, sondern sich die Inhalte immer aus dem Alltag ergaben und wenn es das Belegexemplar eines neuen Buches oder Sticker mit Illustrationen zu einer Lernhilfe waren.

Die nächsten 265 Quadrate

Was den Weg in die nächsten 265 Quadrate finden wird, weiß ich natürlich noch nicht. Aber so viel kann ich versprechen, es gibt noch ein paar Erinnerungsinspirationen aus meinem Elternhaus, einige neue Bücher und Arbeitseindrücke und sicher auch Gedenktage, zu denen sich etwas falten und gestalten lässt. Wenn ihr also auf dem Laufenden bleiben möchtet, könnt ihr mir bei Facebook folgen oder den 365Papersquares-Blog abonnieren. Viel Spaß beim Verfolgen meiner nächsten 265 Tage 🙂 © Birgit Ebbert