(30.12.2014) Vor einiger Zeit habe ich in einem Blogbeitrag als Antwort an Simone Harland elf Fragen zu den Motiven fürs Bloggen gestellt. Natürlich habe ich diese auch selbst beantwortet – für mich und alle, die sich für meine „Bloggeschichte“ interessieren.

Wann hast du mit dem Bloggen begonnen?
Ich glaube, das war 2010, als um mich herum einige Leute Blogs einrichteten. Da habe ich einen Blog installiert und parallel auch einen Blog auf www.brigitte.de zum Thema Lernen betrieben. Das war schön, leider wurden die Blogs auf der Plattform damals nicht weitergeführt.

Warum bloggst du?
Mich haben schon immer Dokumente interessiert, die einen Einblick in das Leben und die Gedanken von Menschen geben, die vor meiner Zeit gelebt haben, z. B. Tagebücher von Schriftstellern. Ich finde es toll, dass mit den Blogs die Möglichkeit gegeben ist, die Sicht der Welt ganz unterschiedlicher Menschen zu speichern und zu dokumentieren und möchte gerne einen Beitrag zu dieser Dokumentation mit einem Auszug aus meinem Alltag und meinen Erlebnissen leisten. Außerdem gefällt es mir, dass Blogs die Chance geben, auch Meinungen oder Ereignisse, die andere Medien für unwichtig oder nicht populär halten, zu publizieren.

Was hast du dir überlegt, als du deinen Blog eingerichtet hast?
Beim ersten Blog habe ich mich darauf beschränkt, welche Seiten ich brauche wie Impressum und Über mich und dass mein Logo irgendwo sichtbar ist. Jetzt gerade habe ich meinen Blog relauncht, da habe ich mir sehr viel mehr Gedanken gemacht, z. B. wollte ich unbedingt auf der Startseite verschiedene Unterblogs anteasern und verschiedene Themen schnell sichtbar machen.

Gibt es ein Schwerpunktthema in deinem Blog? Wenn ja, welches?
Ja und nein. Die Klammer in meinem Blog bin ich, ich beschreibe meine Wahrnehmungen, meine Erfahrungen und meine Meinung. Allerdings gibt es Themen, mit denen ich mich besonders beschäftige, die Besonderheiten meiner Wahlheimat Hagen zum Beispiel oder das Ruhrgebiet, aber auch die NS-Zeit und Überlegungen aus meinem Autorenalltag. Da kommen viele verschiedene Aspekte zusammen, die nicht jeden Besucher meines Blogs interessieren. Deshalb die Wahl einer Blog-Gestaltung, die einen direkten Zugang zu den verschiedenen Themen ermöglicht.

Was tust du, damit Leute deinen Blog lesen?
Ich poste ich die Beiträge bei Facebook, Google+, Xing und Twitter, wenn ich sie veröffentliche und auch später noch, wenn ein Thema gerade passt, z. B. wenn in Hagen die Führung wieder angeboten wird, an der ich teilgenommen habe.

Kommunizierst du mit deinen Lesern? Wenn ja, wie?
Ich habe die Kommentarfunktion bedingt freigeschaltet, ich muss jeden Beitrag genehmigen und versuche dann auch gleich zu antworten. Und bei Facebook antworte ich auch, wenn jemand einen Beitrag teilt oder kommentiert – soweit die Zeit das zulässt.

Auf welchen Beitrag hast du die größte Resonanz erhalten?
So genau weiß ich das nicht mehr, entweder war es der Beitrag über den „Historischen Jahrmarkt“ in Bochum, der zur „OB-Wahl in Hagen“ oder der über den „Schaufensterwettbewerb 2013 in Hagen“, vielleicht war es auch der zur Blogparade „Mein Stadt-ABC“.

Welches ist dein persönlicher Lieblingsbeitrag in deinem Blog?
Das ist schwer, aber ich glaube, es ist der über den Flohzirkus, weil dieser Besuch und das Gespräch mit dem Direktor das größte Aha-Erlebnis gebracht haben. Aber wenn ich so nachdenke, waren da so viele Begegnungen gerade auch als Albschreiberin und Ausflüge im Ruhrgebiet – eigentlich ist immer der aktuelle Beitrag mein Lieblingsbeitrag.

Hast du einen Vorbild-Blog oder einen Vorbild-Blogger? Wenn ja, welchen?
Beides habe ich nicht, manchmal fällt mir etwas auf, da bleibe ich dann hängen, aber dass es ein Vorbild gibt – ich habe oft mein eigenes Ding im Kopf und strebe das an. Deshalb jetzt auch der Relaunch, da wusste ich genau, wie das aussehen sollte.

Welche drei Blogs sollte man deiner Meinung nach unbedingt wenigstens einmal besucht haben?
Diese Frage habe ich gestellt? Das ist ja verrückt, weil ich sie selbst nicht beantworten kann. Das hängt doch vom Geschmack ab.
Aber ein Blog ist mir zufällig bei der Recherche zum Thema Ruhrgebiet begegnet, hier sind Videos über das Ruhrgebiet zu finden, die Idee fand ich klasse. www.checkpott.com
Dann natürlich, weil ich seine Fotos liebe und mit dem Fotografen gemeinsam den Kalender „Hagener Impuls“ veröffentlicht habe, den Fotoblog www.moment-aufnahmen.info
Und nun weiß ich nicht, welchem Blog ich den Vorzug geben soll, deshalb verzichte ich auf Nummer 3 und verweise auf meine Blogroll – ha, das war eine weise Entscheidung.

Wie siehst du deine Blog(ger)zukunft? (Ergänzende Frage von Sigrid Strohschneider-Laue)
Da ich aus Spaß an der Freude blogge, gehe ich an diese Zukunft gelassen heran und beobachte, was sich verändern wird und wie ich darauf reagieren kann oder muss. Die Themen werden sich meinen Arbeits- und Lebensthemen anpassen wie auch die Frequenz, in der ich Beiträge veröffentlichen kann.
Mir würde es gefallen, das Bloggen neben dem Schreiben von Büchern und Geschichten zu einem beruflichen Standbein zu machen. Über solche Möglichkeiten denke ich immer mal wieder nach und verfolge auch, was andere ausprobieren, aber da setze ich mich nicht unter Druck. Leider habe ich mehr Ideen als Zeit. © Birgit Ebbert