(31.08.2014) Zu den Dingen, die ein Hagener getan haben sollte, gehört vermutlich auch die Teilnahme am Entenrennen. Und da muss er nicht einmal selbst laufen, schwimmen oder watscheln, sondern kann bequem seine Ente auf der Volme für sich kämpfen lassen und mit ein bisschen Glück am Ende einen schönen Preis entgegennehmen.

Alle zwei Jahre organisiert der Lions Club Harkort diese witzige Veranstaltung. In diesem Jahr schwimmen zum 8. Mal Plastikenten um die Wette. Auf der Marktbrücke werden sie von einem Laster ins Wasser geworfen und dann heißt es planschen – habe ich mir sagen lassen. Bisher habe ich noch kein Rennen miterlebt, aber am 20. September werde ich mit einer Vierer-Mannschaft am Start sein, die sich derzeit noch unter Leitung ihres Coachs Corvo ausruhen.

Die Ente der Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf (2.v.re.) ist noch auf dem Weg zu ihrem Ruhe- oder Trainingsplätzchen.

Das können sie auch über den Renntag hinaus tun, denn sie müssen nicht selbst ran. Die kleinen Enten, die derzeit im Hagener Fäßchen, im Reisebüro Schröder, bei Poll & Stein, bei Thalia, Glas Risch und im Restaurant „Zum Würzburger“ verkauft werden, symbolisieren nur die Enten die auf der Volme schwimmen. Diese sind etwa doppelt so groß und wurden – wie bei Rennteilnehmern üblich – mit Startnummern versehen. Die Startnummern entsprechen den Nummern auf den Losen, die man beim Kauf einer Ente kauft.

Ziel der Aktion ist, Geld für verschiedene Projekte im Bildungsbereich zu sammeln. In diesem Jahr sind das das Lions Jugendpräventionsprogramm, die junge Bühne im Theater Hagen, Hagener Kindergärten, die Eingliederungshilfe für junge Menschen mit Lernschwierigkeiten und multiplen sozialen Problemen Fit for Future und Schloß Ehrenstein Ohrdruf vom Partner-Lions-Club, das nach einem Brand zum Teil zerstört wurde.

Olli Groschs Foto vom Trainingslager seiner Ente

Als Anreiz für den Kauf einer Rennente winken Preise, die von Hagener unternehmen gesponsert wurden – mein Favorit ist ja das Cabrio-Wochenende, vielleicht schicke ich meine Enten doch noch ins Trainingslager.

Das Entenrennen der ca. 3.000 bis 4.000 kleinen Enten ist nur der eine Teil der Aktion. Daneben gibt es das Entenrennen der Kindergärten. Dafür haben Hagener Kindergärten bereits vorher größere Enten erhalten, die sie bemalen, schmücken und dekorieren und die am 20. September bereits um 12.00 Uhr zu Wasser gelassen werden und um die Wette schwimmen.

So trainieren die Enten von Jutta Tewes

Das bedeutet, am Weltkindertag wird in diesem Jahr in Hagen an der Volme viel los sein. Ich habe mir Videos von früheren Veranstaltungen angeschaut und bereite mich bereits darauf vor, frühzeitig die paar Schritte bis zur Rathausbrücke zu gehen, um meine Enten anzufeuern. Das Ziel beider Rennläufe ist nämlich die Rathaustreppe. Dort wird für das große Rennen zumindest eine Verengung eingerichtet, durch die nur eine einzelne Ente passt. Die Reihenfolge, in der die Enten dieses Ziel durchschwimmen, ist entscheidend für die Platzierung.

Schon kursieren die ersten Fotos von Enten im „Trainingslager“. Wer mag, kann mir ein Foto schicken, wo seine Ente das Rennen erwartet.

Die Ente von Claudia aus Ha wartet gelassen ab.
Die Ente von Claudia aus Ha wartet gelassen ab.

Noch gibt es Enten zu kaufen, vor zwei Jahren nahmen rund 3.400 Enten am Rennen teil, die Zahl möchten die Lions-Mitglieder in diesem Jahr gerne toppen. Die Startnummer meiner drei nachnominierten Enten liegt bei 2.452 bis 2.454. 190.000 Hagenerinnen und Hagener sollten es doch schaffen, bis zum 20. September noch gut 1.000 Enten zu kaufen. Ein Entenlos kostet 5 Euro, weniger als eine Schachtel Zigaretten!

Mein Angebot steht: Wer mir das Foto seiner Ente schickt, wird in meinem Blog aufgenommen, evtl. mit Link auf eine Internetseite. © Birgit Ebbert