St. Johannes Kirche in Lautlingen

(02.10.2013) Mein Aufenthalt in Albstadt scheint weit weg, vorher fahre ich noch zur Buchmesse, zu Veranstaltungen nach Stuttgart und Ludwigshafen und zur Mitgliederversammlung der Mörderischen Schwestern nach Itzehoe. Ziehe ich die Tage ab, an denen ich unterwegs bin, bleiben mir 34 Tage  für die Vorbereitung. Zeit, dass ich mich schlau mache, was man im Internet so über Albstadt schreibt.

Facebook sagt, dass 2.684 Personen „Albstadt“ gefällt – jetzt sind es 2.685! Als Orte in Albstadt werden mir ein Restaurant – geliked, eine Bar – geliked, ein Fitnesstudio – werde ich keine Zeit für haben, trotzdem geliked, ein Bikepark – man weiß ja nie, geliked und ein lokales Geschäft namens Ditib, verstehe nichts, nicht geliked, angeboten. Upps, Ebingen, Stadtteil von Albstadt, in dem ich vor 20 Jahren an einer Podiumsdiskussion teilgenommen habe, hat eine eigene Seite. Dort erfahre ich, dass es in Albstadt auch ein Kino gibt. Das merke ich mir gleich vor, falls ich zwischen all den Lesungen einmal chillen möchte. Like. Weiter komme ich hier nicht, da werde ich mich nach anderen Quellen umsehen. Neugierig macht mich die „Hexenzunft Schwarzhexen“, ich muss auf jeden Fall herausfinden, was dahinter steckt und über die Seite der „Albstadt Art Connection“ werde ich herausfinden, was kunstmäßig in Albstadt los ist.

Ui, auf der Internetseite der Stadt Albstadt www.albstadt.de entdecke ich neben dem Programm der Literaturtage auch „Albschreiberin“. Ich habe also das Ganze doch nicht geträumt. Man hat mich fest eingeplant. Irgendwie beruhigend. Die Internetseite macht wirklich Lust auf die Stadt, es gibt vielfältige Aktivitäten, man hat fix einen Überblick über aktuelle Veranstaltungen und kann wunderbar nach Informationen suchen, was hier im Ruhrgebiet leider nicht auf allen kommunalen Internetseiten der Fall ist.

Oh, in der Städtischen Galerie sind neben 450 Papierwerken von Otto Dix Werke anderer expressionistischer Künstler zu sehen. Während ich in Albstadt bin, ist noch die Ausstellung „Dirnen, Weiber und Madonnen. Frauenbilder zwischen Apotheose und Wirklichkeit“ von Otto Dix zu sehen. Darauf bin ich sehr gespannt, sie passt gut zu einer Romanidee, an der ich gerade herumdenke.

Bei den Museen werde ich wohl auswählen müssen. Das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum erinnert mich an meine Zeit in Stuttgart, wenn ich mich recht erinnere hat dieser Pfarrer mit einem Faible für Erfindungen auch in meinem damaligen Wohnort Leinfelden-Echterdingen gewirkt. Ich merke mir das Museum auf jeden Fall vor.

Ein Muss ist natürlich das Stauffenberg-Schloss, in dessen Garten ich bei meinem Besuch im Juli bereits herumgestreunt bin. Sobald ich alle anderen Termine habe, werde ich versuchen, dort eine Besichtigung und ein Stöbern im Archiv zu arrangieren.

Witzig klingt das Albaquarium im Hallenbad Ebingen, vielleicht schaffe ich es, auch dort noch reinzuspickeln.

Mit Langeweile ist also keinesfalls zu rechnen, schließlich haben mir die Stadt, der Zollernalbkurier und ich selbst ein paar kleine Aufgaben mit auf den Weg gegeben. Doch dazu mehr, in einem der nächsten Blogbeiträge. Jetzt schaue ich, ob ich Informationen über die Gastronomie vor Ort finde, schließlich lebt der Mensch nicht von Literatur allein. Soviel kann ich schon sagen, es gibt mehr als zehn Cafés und Konditoreien, nach den Restaurants habe ich noch gar nicht geschaut. Dank der hilfreichen Seite der Touristinformation www.albstadt-tourismus.de werde ich sicher nicht verhungern.

Ich sehe gerade auf YouTube gibt es viele Beiträge über und aus Albstadt. In die werde ich mich jetzt vertiefen, mir fehlen nämlich noch Informationen über die lokale Musikszene – und was ist eigentlich mit der Literatur aus dem Ort?  Es bleibt noch genug zu fragen und zu schreiben. © Birgit Ebbert