(14.11.2013) Jippie, im Café Intermezzo funktioniert mein Stick und ich kann – ehe ich mich in einer Stunde auf den Weg zum Bürgermeister mache – surfen, bloggen, posten. Nicht, dass der Eindruck entsteht, Burgfelden sei von der Kommunikation abgeschnitten – als man das Haus baute, in dem ich wohne, hat man bereits abhörsicher gebaut *gr*

13.11.2013 21.30 Uhr: Da bin ich! Heute Morgen noch auf dem Ebertplatz und schon … im Schnee auf 910m Höhe in Burgfelden. So schnell ging es auch nicht, obwohl ich schneller was, als ich gedacht hatte. So begann mein Start als Albschreiberin damit, dass ich das Organisationskomitee samt ZAK-Redaktion durcheinandergewirbelt habe. Wer konnte auch ahnen, dass ich staufrei an Frankfurt, Mannheim, Heilbronn und Stuttgart vorbeikommen würde.

Trotz des kleinen Terminchaos, das ich damit angerichtet habe, wurde ich sehr freundlich empfangen und fühlte mich gleich zu Hause. Zur Begrüßung bekam ich eine Traufgängerinnen-Tasche, die leider in meinem Auto liegt, sodass ich das Foto nachreichen muss. Ja, mein Auto ist nicht hier oben im Schnee. Ich bekam nämlich neben dem Schlüssel für die Ferienwohnung noch einen Autoschlüssel überreicht. Für ein knuffiges kleines Auto, an dem man gleich erkennt, wer es fährt. Auf allen Seiten steht nämlich: „Albschreiberin unterwegs“.

Also nichts mit Raudi-Fahren, nach dem Motto „Hier kennt mich keiner“, was ich ohnehin nicht tun würde. Aber als ich bei den ersten Fahrten den Motor abwürgte, weil es eben ein anderes Auto ist als meins, war ich froh, dass es schon dunkel war. Muss ja nicht jeder sehen, dass ich mich so tolpatschig angestellt habe. Es reicht , dass bei der ersten Fahrt gleich der Kulturamtsleiter Herr Roscher, Frau Widmann-Simon, die Büchereileiterin, Herr Merz, der Veranstaltungsmanager der Stadt und Frau Stuhrmann und Herr Würz vom ZAK Zeuge waren. Nur Herr Roscher weiß, dass diese wenig elegante Fahrweise lediglich ein Vorgeschmack war. Er hat mich nämlich zur Ferienwohnung begleitet und mir gleich ein bisschen über die Stadt und die Traufgänge erzählt. Ich war froh, dass ich die erste Fahrt hier hinauf nicht allein machen musste – es ging höher und höher, vermutlich hätte ich mich auf halbem Weg umgedreht. Und hier oben: Schnee!

Herr Roscher hat mir den schweren Koffer die Treppen hinauf gehievt, der Ärmste wird vermutlich zwei Tage Muskelkater haben wie auch der arme Herr Merz, der den Koffer von meinem in das Knuffel-Auto umgeladen hat. Dann habe ich Herrn Roscher wieder nach Ebingen gefahren. Ok, die Strecke durch die Innenstadt würde ich nicht wiederfinden, aber den Fußweg vom Parkplatz zum Rathaus. Ich habe nämlich noch eine kleine Führung durch Ebingen bekommen und kann es kaum abwarten, morgen mit meiner Kamera durch die Stadt zu ziehen. Ihr werdet euch wundern, die ihr nicht in Albstadt wohnt. Aber ich verrate nichts.

Ich habe kurz überlegt, ob ich in Ebingen ins Restaurant gehe, aber ich wollte doch lieber wieder rauf, um mich einzurichten. Also habe ich beim Bäcker, der mir über den Weg lief, ein paar Brötchen gekauft. So genial. Das mache ich jetzt immer so. Ich frage: „Welche sind Ihre besten Brötchen?“ Die Bäckerin empfahl mir Sauterle und zeigte mir genau die Brötchen, mit denen ich ohnehin geliebäugelt hatte. Und sie sind so lecker. Ganz nebenbei habe ich meine schwäbischen Bäckereikenntnisse auffrischen und „Selen“ erkennen und benennen können. Also verhungern werde ich hier nicht. Vielleicht erfrieren, denn zum Schreiben ist es doch etwas kalt hier oben in dem alten Haus. Deshalb teste ich jetzt das Bett und gehe nicht mehr auf die Straße, um den Beitrag zu posten.

Ach ja, der Wermutstropfen in dem schönen Ambiente: Weder Handy noch Internetstick funktionieren im Haus. Zum Telefonieren und Mailen muss ich mich auf den Gehweg ca. 5 Meter entfernt stellen. Aber wer will das bei Minusgraden schon? Deshalb kommen die Abendpostings immer mit Verspätung – aber sie kommen.