(25.03.2011) Das muss ich einfach loswerden und vielleicht mache ich ja jemandem eine Freude mit meiner Entdeckung.

Ich recherchiere gerade für meinen Roman über die Anfänge des Dritten Reiches. Nun sollte mein Protagonist eine Postkarte versenden. Natürlich hätte ich auch einfach schreiben können: „XY schreibt eine Postkarte blabla.“ Aber ich wollte unbedingt die Postkarte beschreiben. Doch woher eine Postkarte nehmen, die möglicherweise Anfang der 30er Jahre verschickt wurde? Da lebten meine Eltern noch nicht einmal.

Eigentlich logisch, aus dem Internet. Auf die Idee bin ich dann auch gleich gekommen. Allerdings hätte ich niemals gedacht, was mich da erwartet. Online-Shops von Ansichtskarten mit einer tollen Suchfunktion. Ich habe gleich jeden Ort, der mir einfiel, ausprobiert. Zu wirklich jedem Ort habe ich alte Postkarten gefunden.

Falls also jemand von euch in einem Roman eine Postkarte erwähnen möchte, unbedingt auf www.akpool.de  oder in www.ansichtskarten-center.de stöbern. Auf www.tremoncard.de habe ich sogar Werbeprospekte gefunden. Und wer keine Postkarte in einem Roman beschreiben möchte, sondern einfach Interesse daran hat, wie sein Wohnort oder seine Heimatstadt früher einmal ausgesehen hat oder ein Geschenk zu einem Jubiläum sucht, einfach hineinschauen – aber viel Zeit mitbringen!

Die Karte oben zeigt übrigens das Deutsche Eck in Koblenz um 1912, für die Nutzung der Abbildung danke ich der Firma Ansichtskartenpool, die Seite besticht übrigens durch ihre besonders gelungene Funktionalität.

Noch ein Tipp für angehende Geschichtsforscher. Hier ist eine Seite, auf der man die Wochentage und Kalender der Jahre 1801 bis 2200 ermitteln kann. Wahnsinn, oder? Ich dachte immer, mein Vater hätte mich angeschwindelt, als er behauptete, er wäre in jeder Hinsicht ein Sonntagskind. Er ist wirklich an einem Sonntag geboren! Meine Mutter auch, stelle ich gerade fest. Das werde ich beim nächsten runden Geburtstag auf jeden Fall verwenden – da hat mir die Recherche gleich doppelt geholfen.