Durchs Guckloch ins neue Jahr geschaut(01.01.2016) Als ich gestern meinen Jahresrückblick schreiben wollte, fand ich das doch nicht so interessant – nicht, weil im letzten Jahr nichts, sondern weil soviel passiert ist, was man größtenteils in 143 Blogtexten und 27 Fotoserien in meinem FotoBlog nachlesen oder nachschauen kann. Ich wusste plötzlich, warum mich Mitte Dezember plötzlich die Energie und die Lust am Schreiben verlassen hatten. Aber jetzt kommen sie langsam wieder und statt mich vom letzten Jahr wieder ermüden zu lassen, schaue ich doch lieber nach vorne. Das raten auch die Horoskope, die ich in der Silvesternacht gelesen habe – ja, eine Tradition, die ich seit der Jahrtausendwende pflege. Ich lese die Horoskope vom letzten Jahr, die mir ein bewegtes Leben mit viel Arbeit und Aufregungen prophezeit hatten, und die vom nächsten Jahr, die für 2016 positive Überraschungen vorhersehen. Schauen wir mal. Interessant war allerdings, dass in allen zehn oder zwölf Horoskopen, die ich gelesen habe, etwas von Veränderungen stand. Und die habe ich mir für 2016 in der Tat vorgenommen.

Neuorientierung in 2016

Schreibend ins neue JahrDas letzte Jahr hat mir gezeigt, dass ich mit meinen Kräften haushalten sollte. Deshalb habe ich schon begonnen, alles auf den Prüfstand zu stellen, was ich gemacht habe. „Neuorientierung“ nenne ich das Projekt, das sich durch 2016 ziehen wird. Bis zum 19. Oktober habe ich mir Zeit gegeben. An dem Tag werde ich 10 Jahre selbstständig sein, was mit der Buchpremiere des 2. Hagen-Krimis „Tod im Tee“ im Theater an der Volme gefeiert werden wird. Was bis dahin passieren wird, man wird es sehen. Einige Termine stehen für 2016 schon fest.

Es wird ernst mit Steampunk

2. Steampunk-JahrmarktDa ist vor allem meine Lesung beim Steampunk-Jahrmarkt am 20. Februar 2016 in der Jahrhunderthalle in Bochum – ich bin selbst gespannt, was ich da lesen werde. Aber keine Sorge, liebe Veranstalter, es gibt schon einen Text, den ich lesen könnte, aber vielleicht küsst mich die Steampunk-Muse in den nächsten Wochen ja erneut. Witzig ist übrigens, dass ich in meinem Schrank einen Hosenanzug fand, der schon Steampunk-Charakter hat und der wieder passt.

Ergebnis meiner Stadtgespräche 2015

Hagen - Porträt einer Stadt, Gmeiner 2016Doch zurück zum Ausblick auf das Jahr. Anfang März wird dann auch endlich mein Buch über Hagen erscheinen, das ich unter dem Arbeitstitel „Stadtgespräche aus Hagen“ konzipiert habe. Das ist ein Wermutstropfen in diesem Jahr, dass der Verlag während der Arbeit an dem Buch den Titel geändert hat und ich das Konzept anpassen musste. Nun heißt es „Hagen – Porträt einer Stadt“. Da bin ich gespannt auf die Reaktionen 🙂 Mir hat das Buch 2015 neben viel Arbeit wunderbare Begegnungen und Gespräche beschert, aus denen sich sogar einige Freundschaften ergeben haben. Und ich hoffe, dass jeder Hagener dort etwas Neues erfährt und jemandem oder einem Ort begegnet, den er bis dahin noch nicht kannte und ich einen Betrag dazu leisten kann, das Bild Hagens als Kultur- und Naturstadt zu vervollständigen.

Hagens Stadtteile kennenlernen

Spuren ins Jahr 2016Hagen! Wenn ich in das letzte Jahr blicke, so habe ich das Gefühl, dass Hagen für mich Heimat geworden ist. Als ich am 1. November die Ausstellung „Heimat“ im Kunst- und Atelierhaus besucht habe, dachte ich spontan, wenn ich ein Bild über „Heimat“ malen sollte, wären darauf die Jugendburg Gemen aus Borken zu sehen und der Friedrich-Ebert-Platz mit dem Rathausturm. Deshalb habe ich mir für 2016 auch vorgenommen, Hagen weiter zu erkunden. Durch das Buch habe ich schon 2015 ganz neue Ecken entdeckt. Aber ich bin ein systematischer Mensch, deshalb will ich das Ganze 2016 strukturiert angehen, zumindest teilweise. Ausgehend von meinen Fußmärschen zum Muschelsalat nach Emst und Eilpe habe ich mir vorgenommen, nach und nach alle Stadtteile Hagens zu Fuß zu besuchen. Das möchte ich damit verbinden, die Besonderheiten der Stadtteile kennenzulernen. Und hier sind nun die Hagenerinnen und Hagener gefragt – ich brauche für jeden Stadtteil einen ortskundigen Begleiter oder eine Begleiterin, die mir etwas über die Geschichte, die Bräuche und besonderen Plätze sagen kann. Das Ergebnis soll in meinem Blog dokumentiert werden und mal sehen, was am Ende daraus wird. Vielleicht ergeben sich ja auch Ideen für neue Krimis 🙂

Neue Bücher und was 2016 so kommt

Duftgeschichten Verlag an der Ruhr 2016Neben diesen Projekten gibt es noch das eine oder andere, von dem ich demnächst oder im Laufe des Jahres berichten werde und natürlich wird es 2016 einige weitere Bücher geben, einige Lernhilfen und Ende Januar ein Buch, auf das ich mich besonders freue: „Duftgeschichten“. Hier habe ich wieder wie bei „Leibgerichte“, „Sportidole“ und „Spiele der Kindheit“ Geschichten für Senioren erfinden dürfen und in der Erinnerungskiste gegraben.

Ansonsten lasse ich mich überraschen, was das neue Jahr bereithält und freue mich auf die Erlebnisse und Begegnungen, Gespräche und Eindrücke und wünsche euch allen Gelassenheit im Umgang mit dem Leben und viel Glück und Erfolg bei allen Aufgaben und Vorhaben. © Birgit Ebbert