Birke in der Baustelle
13. Mai 2012

In meiner Ideen-Kladde befindet sich seit über einem Jahr eine Notiz für eine Kindergeschichte. Und nun weiß ich nicht mehr, ob es die Szene wirklich gab oder ob ich sie mir ausgedacht habe. Ein Vater, der mit seinem Kind durch den Zaun den Abriss betrachtet. Das Kind steckt seinen arm durch ein Gitterloch und ruft angesichts der riesigen Abrissbagger: „Papa, da ist noch ein Baum!“

Diesen Baum gab es wirklich, wie die folgenden Fotos beweisen. Mich hat es fasziniert, dass mitten zwischen Baggern und Kränen, Abrisshäusern und Neubau eines immer blieb: die Birke, die inzwischen einen Gefährten bekommen hat.

Am Wochenende nun las ich im „Wochenkurier“, dass die Birke aus der Mauer des alten Kinos gebohrt wurde und in Wehringhausen ein neues Zuhause gefunden hat. Irgendwie schön, oder?

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Inzwischen befindet sich an der Stelle, an der ich vor drei Jahren die Birke begleitet habe, das Einkaufszentrum Rathausgalerie. Immer, wenn ich dadurch gehe, stelle ich mir vor, wie schön es wäre, wenn die kleine Birke dort einen Platz gefunden hätte und ich frage mich, wie es dem Bäumchen in seinem neuen Umfeld ergangen ist.