Lacht mich da jemand aus, während ich auf die Blaue Stunde warte?
Hallo! Lacht mich da jemand aus, während ich auf die Blaue Stunde warte?

Die Idee der Shootingqueens Larissa Veronesi und Sandra Rösch, jeden Monat seine Stadt unter einem anderen Blickwinkel zu fotografieren, finde ich klasse.Unter dem Motto „Zeig uns deine Stadt“ geben die beiden geben jeden Monat ein Thema vor – den Januar (Typisch meine Stadt) und Februar (Fenster und Türen deiner Stadt) habe ich leider verpasst, weil ich die Aktion noch nicht kannte. Vielleicht hole ich das einfach so mal nach. Denn es macht viel Spaß, seine Stadt unter einem Motto zu entdecken, auch wenn das gar nicht so leicht ist, wie es klingt.

Schon im März habe ich mich schwer getan, den Frühling in Hagen zu finden. Aber das war nichts gegen meine Probleme, die Blaue Stunde festzuhalten. Aber so lautet nun einmal das Motto für den April und gestern war endlich ein Sonnentag und ich hatte Muße, nach Sonnenuntergang noch einmal durch die Stadt zu streunen. (Zumal der Tatort ohnehin nur eine Wiederholung war.)

Ist die Sonne jetzt endlich untergegangen? –
Das Foto bei dem ich „erwischt“ wurde.

Dennoch begann mein Vorhaben mit Hindernissen – als ich nämlich auf den Sonnenuntergang wartete und mich fragte, ob mich da jemand aus den Wolken auslachte, stellten vier junge Männer auf der Straße fest, dass ich fotografierte. Anscheinend fühlten sie sich bei etwas ertappt (Notiz für einen Roman!). Sie riefen mir etwas zu, was wenig freundlich klang, harrten 15 Minuten vor der Tür aus und schauten immer wieder herauf, ehe sie sich zerstreuten. Vielleicht war das ganz harmlos, aber ich wollte das nicht testen – zumal sie dem Polizeiwagen, der über den Platz fuhr, noch zuriefen, man sollte sich um mich kümmern.

Das Osthausmuseum in der Hochstraße – ist das nun schon blau?

Es war also schon ein paar Minuten nach dem Sonnenuntergang, als ich mich auf die verzweifelte Suche nach der „Blauen Stunde“ machte. Ich weiß nicht, hier in Hagen scheint es mehr graue als blaue Stunden zu geben. Vielleicht lag es aber auch am Aprilwetter, dass ich bisher nicht fündig wurde oder nicht motiviert war, mich auf die Suche zu machen. Am Ostersonntag entdeckte ich dann aber zu meiner Überraschung doch das eine oder andere Blau und weil Ostern ist zwischendurch auch einen anderen Ton. Viel Spaß dabei, meinen Rundgang durch die Stadt zu verfolgen und einen schönen letzten Osterabend.

Ja, so sieht Hagen aus – alte und neue Häuser und schöne Kirchen mit Türmchen. 
Noch einmal das Osthausmuseum mit der Marienkirche – und eher rosa grüßen die Osterhasen.
Das „Hussel“-Haus, das mich wegen der Mosaik-Fassade fasziniert & die „Öse“ im Volkspark

Das Sparkassen-Karree & die „Blaue Säule“, eine Skulptur von Heinz Mack
 
Auch blau: Bisher habe ich die Schmetterlinge übersehen & natürlich die „Spinne“ mit der Laterne
Der Mataré-Brunnen auf dem Friedrich-Ebert-Platz & das Café de Paris, das wirklich wie Paris wirkt.

Und zum Ende des Rundgangs noch einmal der Friedrich-Ebert-Platz – endlich in „Blau“ & meine persönliche Schreib-Patronin, die auch zur „Blauen Stunde“ kritisch auf meinen Schreibtisch schaut.