(12.10.2013) Auch für mich ist die Buchmesse 2013 ein Highlight im Autoren-Jahr. Seit ich Mitte der 80er Jahre zum ersten Mal (ein Kindheitstraum!) dort war, genieße ich die vielen Bücher und Buchmenschen. Begonnen hat das Event damit, dass ich zwei nette Hagenerinnen eingesammelt habe und wir stau- und regenfrei nach Frankfurt sausen konnten. Als alte Buchmessen-Häsin wusste ich, dass uns der Shuttle-Bus direkt zu Halle 3 fahren würde, in der sich die Belletristik-Verlage inkl. der Kinder- und Jugendbuchverlage befinden. Nach dem Einlass teilten wir uns auf: meine Mitfahrerinnen bildeten die eine Gruppe, Corvo und ich die andere.

Los ging’s beim Lingen-Verlag

Wir begannen unseren Rundgang mit einem Besuch beim Lingen-Verlag. Ich habe mich gefreut, viele bekannte und einige neue Gesichter zu sehen, einige meiner Werke zu betrachten und ein wenig über neue Projekte zu erfahren. Corvo war begeistert von Leo Lausemaus und träumt seither davon, auch einmal als Pappfigur auf der Buchmesse zu stehen.

Corvo verliebt sich – in ein Pappschaf

Ohnehin war die Messe ein Tag der aufregenden Gefühle für Corvo. Nach dem Abschied vom Lingen-Verlag machten wir uns systematisch daran, Halle 3.0 von der letzten bis zur ersten Reihe zu erkunden. Schon in der letzten Reihe verliebte Corvo sich – in ein Pappschaf. Seitdem liegt er mir in den Ohren, ich solle es bestellen. Zum Glück habe ich mir die Internetseite des Pappschafs geben lassen. Weihnachten steht ja vor der Tür.

Unser Geschenktipp: Zoolori

Apropos Weihnachten: Am nächsten Stand, an dem wir uns länger aufhielten, gab es nur ein einziges Buch. Aber das ist ein optimales Weihnachtsgeschenk. Wir haben gleich ein Buch abgestaubt und dazu wird es einen extra Blog-Beitrag geben – mit Fotos vom Stand. Corvo hat aber darauf bestanden, dass er auf einem der Fotos erscheint. Wir wünschen dem Künstler und Verleger jedenfalls, dass er noch viele neugierige Besucher an seinem Stand hatte. www.zooloori.de

Begegnung mit dem Grüffelo

Wir sind weitergezogen und fast hätte Corvos letztes Stündlein geschlagen. Er bestand nämlich auf einem Foto mit dem Grüffelo, das locker so groß war wie ich und Corvo mit einem Happs hätte verschlingen können.  Hat er aber nicht – vielen Dank an den Beltz-Verlag für die Begegnung. Wer mehr über den Grüffelo erfahren möchte, er verfügt über eine eigene Website: www.grueffelo.dee – man rate, wonach Corvo nun verlangt!

Bei „Carl’s Books“

Durch dieses Abenteuer mutig geworden, hat Corvo sich gleich auf das Zebra gewagt, das am Stand der Random House Gruppe quasi auf ihn wartete. Wobei er ganz cool auf dem Kopf saß, das Abenteuer hatte eher ich. Es war nämlich ausdrücklich untersagt, das Zebra zu berühren. Doch was sollte ich mit einem Quengel-Corvo in der Kamera-Tasche machen? Eine Standbetreuung suchen und fragen, ob Corvo einmal auf dem Zebra sitzen darf. Durfte er, vielen Dank an die beiden netten Damen. Von ihnen habe ich auch erfahren, dass das Zebra zum Verlag „Carl’s books“ gehört.

Guten Tag, Pixi!

 

Von den Riesen ging es dann zu den kleinen Büchern, den Pixibüchern. Ein muss für mich als Pixibuch-Sammlerin. Corvo nutzte die Chance, um einmal in Büchern zu baden. Aus dem Bücherbad musste ich ihn aber schnell retten, für ein Foto blieb keine Zeit, weil so viele Besucher gleichzeitig zugriffen, um ein Pixibuch zu ergattern. Ich konnte mir das sparen, schließlich habe ich ein Pixibuch-Abo bei www.pixibuecher.de. Aber ein Erinnerungsfoto haben wir dann doch gemacht und Corvo träumt den nächsten Traum – Hauptfigur in einem Pixibuch zu werden.

Eine schöne Idee – Star Wars in Lego

Als wir weitergingen, war Corvo kurz davor, dem Pappschaf untreu zu werden, als wir diese Starwars-Figur aus Lego entdeckten. Beim Fotoshooting wurde ihm aber doch unheimlich, sodass wir schnell weiterzogen.

Erich Kästner auf der Spur

Mein Gespräch am Atrium-Stand über Erich Kästner fand Corvo ein wenig langweilig – bis er das Katzenbuch entdeckte und partout damit fotografiert werden wollte. Sicherheitshalber habe ich gefragt, ob ich das Foto machen darf. Hier also mein Buchtipp für die unzähligen Katzenfreunde bei Facebook.

Im Messegespräch mit „Fantje“

Wer meine Leidenschaften kennt, weiß, dass neben Kästner und Pixibüchern noch ein Motiv fehlt. Ein Elefant natürlich und der begegnete uns unter dem Namen „Fantje“ an einem kleinen Stand, über dessen Verleger es ebenfalls einen eigenen Beitrag geben wird. Zwar hat mich der Elefant an den Stand gerufen, aber geblieben bin ich, weil mich die Bilderbücher über Janusz Korczak interessiert haben. Doch will ich nicht zuviel verraten, wer neugierig ist, kann auf der Verlagsseite nachschauen: www.gimpel-verlag.de.

Am Klett-Stand

Natürlich haben wir auch an den Ständen „meiner“ Verlage vorbeigeschaut – an denen in Halle 3 zumindest. Mehr haben wir nicht geschafft, weil ich mich bei spontanen und vorher vereinbarten Treffen so verquatscht habe. Sehr wohl fühlte sich Corvo am Klett-Stand im Kreis der Lerndrachen, die in einigen meiner Lernhilfen ihr Unwesen treiben.

Bad in der „Hühnerhölle“ bei Gmeiner

Bei Gmeiner hätten wir uns fast in die Haare gekriegt, weil ich wollte, dass er neben meinen Bücher posierte und er meinte, als angehöriger der Spezies Vogel müsste er sich mit der „Hühnerhölle“ solidarisch zeigen und im übrigen wären diese Gummi-Spiegeleier doch mal etwas anderes. Über diesem Disput habe – das fällt mir gerade ein – völlig vergessen, eines der Spiegeleier mitzunehmen. Lieber Gmeiner-Verlag, falls ihr nicht wisst, wohin mit dem Rest …

Nach diesen und noch viel mehr Eindrücken, die ich nicht alle im Bild festhalten konnte, sammelten Corvo und ich unsere Mitfahrerinnen wieder auf. Während wir auf der Hinfahrt viel gequatscht hatten, hingen wir auf der ziemlich stauigen Rückfahrt die meiste Zeit unseren Eindrücken nach. In einem waren wir uns aber einig: Es war ein wunderschöner Tag und zumindest Corvo hat bereits verkündet, dass er im nächsten Jahr wieder dabei sein wird. Am liebsten mit einen eigenen Buch – er denkt schon über dessen Inhalt nach.

Wer ist Corvo?
Corvo ist ein Reporterrabe. Vor drei Jahren hat er in als Reporterlehrling in der Räbischen Allgemeinen Zeitung begonnen, Artikel über Weihnachtsbräuche zu schreiben. Einige seiner Erlebnisse sind 2012 bei Chichili/Satzweiss als E-Book erschienen. Seit dem Sommer 2013 begleitet er mich in der Kameratasche und stellt seine eigenen Nachforschungen über die Menschenwelt an. Seine Artikel werden demnächst zu lesen sein. Bis dahin freut er sich über Besuche auf seiner Facebook-Seite und seiner Galerie in Pinterest. © Birgit Ebbert