(29.05.2014) Zur Einstimmung in meine traditionelle Himmelfahrtsauszeit bin ich gestern mit Marlies Ferber, Indra Janorschke und Dario Weber nach Hangzhou gereist. Im Theater an der Volme fand nämlich die Buchpremiere von Mord in Hangzhou, dem dritten Kriminalroman um den pensionierten SIS-Agenten James Gerald und seine ehemalige Assistentin und heutige Was-auch-immer statt.

Szenische Lesung zum Einstieg in den Mord in Hangzhou

Eingestimmt wurden wir in den Abend von Indra Janorschke und Dario Weberg, die für wenige Minuten in die Rolle der beiden Hauptfiguren Sheila und James schlüpften und uns an deren Chat um die halbe Welt, zwischen London und Shanghai um genau zu sein, teilhaben ließen.
  

Marlies Ferber führte uns dann in die Geschichte des dritten Bandes ein, in dem sie einige Auszüge vorlas, die mich so neugierig gemacht haben, dass ich mich schon auf die Lektüre freue – und dann mehr berichten kann. Denn bisher weiß ich nicht viel mehr, als dass James Gerald seine seine Fähigkeiten in China einsetzt und der eine oder andere möglicherweise ermordet wird – sonst trüge das Buch wohl nicht den „Mord“ im Titel.

Marlies Ferber hat es sehr spannend gemacht und uns, statt das halbe Buch vorzulesen, erzählt, wie es dazu kam, dass sie den Roman in Hangzhou spielen lässt, warum eine Oper eine Rolle in dem Krimi und wie sie auf die Idee kam, einen pensionierten SIS-Agenten zur Hauptperson ihres Buches zu machen und ihn auch noch Agent 0070 zu nennen.

Multimediale Lesung aus Mord in Hangzhou

Zwischendurch kamen wir in den Genuss eines kleinen Auszugs aus einer chinesischen Sinfonie und aus dem Hörbuch, das es zum ersten Abenteuer von James Gerald gibt: „Operation Eaglehurst“. Am 8. August wird dieser erste Band der Reihe übrigens im Theater an der Volme gespielt – mit einer Laienspielgruppe, die eine von Stefan Schroeder verfasste Theaterversion des Stückes einstudiert. Den Termin habe ich mir vorgemerkt, weil ich sehr gespannt bin, wie James und Sheila aussehen werden. Und natürlich auch, wie Stefan Schroeder und Marlies Ferber es geschafft haben, das Buch auf Abendlänge zu kürzen.

Den Abschluss des Abends bildete ein Bingo-Spiel. Für viele wie auch für mich das erste Bingo-Spiel des Lebens. Nun kann ich das auch von der Liste dessen, was ich erleben sollte streichen. Für mich wäre das ohnehin kein Spiel, ich gehörte denn auch prompt nicht zu den Gewinnern und war weit von einer Fünferreihe entfernt. Da lobe ich mir doch meine Patiencen, doch das ist ein anderes Thema. Nach der Auszeit.

  

Marlies Ferber signiert Mord in HangzhouAm Schluss signierte Marlies Ferber natürlich noch ihre Bücher – mit einem Spezialstift, wie sie verraten hat. Da melde ich mich mit meinem Buch doch schon mal an. Aber erst muss ich es lesen. Daher wünsche ich einen schönen Feiertag und einen schönen Brückentag – für die, die keinen Brückentag haben, gibt es hier wenigstens schöne Brückenfotos *gr*. Fast hätte ich es vergessen, das Buch „Mord am Hangzhou“ von Marlies Ferber ist jetzt gerade im dtv-Verlag erschienen – ich weiß, dass die Buchhandlung am Rathaus noch einige Exemplare vorrätig hat. Als kleine Anregung fürs Wochenende. © Birgit Ebbert