Der Beweis, dass mir schon als Kind vorgelesen wurde

(23.10.2013) Upps, da ist das Blog-Buchstöckchen von Wibke Ladwig von sinnundverstand über Andrea Behnke bei mir gelandet. Da liegt es nun und hält mich von der Arbeit ab, weil ich es immer spannend finde, über Lesen, Bücher und die eigene Lesebiografie nachzudenken und zu lesen.

Welches Buch liest du momentan?
Wenn ich das so einfach beantworten könnte. Ich lese immer mehrere Bücher parallel, das hängt von der Stimmung ab. Im Moment gehören dazu: „Altersreise“ (Henning Scherf), „Die Sonnenposition“ (Marion Poschmann), „Spiegelschatten“ (Monika Feth) und „Der Tag, an dem ich cool wurde“ (Juma Kliebenstein).

Warum liest du das Buch? Was magst du daran?
Die Bücher lese ich, um mich auf meine Zeit als Albschreiberin und die Literaturtage in Albstadt vorzubereiten und ich neugierig bin, was die Autoren, denen ich dort begegnen werde, geschrieben haben.

Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich an eine dieser Geschichten erinnern?
Ja, meine Mutter hat mir viel vorgelesen. Erinnern kann ich mich an die Geschichten nicht. Ich habe aber noch die Pixibücher und das dicke, ziemlich zerlesene Märchenbuch.

Gibt es einen Protagonisten / eine Protagonistin, in den / die du einmal regelrecht verliebt warst?
Da fällt mir selbst bei der Durchsicht meines Bücherregals keiner ein.

In welchem Buch würdest du gerne leben?
Diese Frage kann ich leicht beantworten. Im „Zauberberg“ von Thomas Mann, da würde ich wie Hans Castorp in dem Sanatorium in Davos leben, in eine Wolldecke gekuschelt in der Sonne liegen und schreiben oder lesen und mir keine Gedanken machen, wie mein Lebensunterhalt finanziert wird.

Welche drei Bücher würdest du nicht mehr hergeben wollen?
Eben jenen „Zauberberg“, weil es so viele skurrile Figuren und Denkanregungen enthält, dass ich es immer wieder gerne lese. „Der unendliche Plan“ von Harry Mulisch, weil mich beim Lesen immer wieder fasziniert, dass er die Welt so beschreibt, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Und „Nur ein Jahr, Jessica“ von Berte Bratt. In dem Buch erlebt die junge Studentin Jessica plötzlich einen Bruch in ihrem Leben. Sie kann nicht weiter studieren, sondern muss stattdessen ihren Lebensunterhalt finanzieren. Obwohl in dem Moment ihr Lebenstraum zerstört wird, macht sie sich voller Kreativität an die Aufgabe.

Ein Lieblingssatz aus einem Buch
Ein Satz von John Grisham aus der Vorbemerkung zu seinem Buch „Das Gesetz“: „Nachdem Die Jury vor zwei Jahrzehnten erschienen war, wurde mir schmerzhaft bewusst, dass es wesentlich schwieriger ist, Bücher zu verkaufen als sie zu schreiben. Ich erstand eintausend Exemplare und hatte viel Mühe, sie loszuwerden.“

Dann nehme ich das Buchstöckchen doch mal und werfe es …. meinen Autorenkolleginnen Patrizia Zannini Holoch und Christine Schindler alias Tina Zang zu, deren witziges E-Book „Total durchgeknallt, die Jungs“ mich im Sommer sehr amüsiert hat.