Meine Helfer bei der Suche nach dem Frühling in Hagen

(27.03.2014) Als ich meine Blog-Parade „Meine Stadt von A bis Z“ im Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen postete, wies mich Gabi Fischer von Weikersthal auf den Blog der Shootingqueens und die Serie „Zeig mir deine Stadt“ hin. Eine so schöne Idee. Ich war ein wenig enttäuscht, dass ich die Aktion im Januar (Typisch meiner Stadt) und Februar (Fenster und Türen) verpasst habe und wollte unbedingt im März teilnehmen und den Frühling in Hagen suchen. Nun blüht Hagen traditionell erst Ende April Anfang Mai auf und ich lebe in der Innenstadt, in der Gärten und Balkone rar sind. Da kam ich schon ins Grübeln, wo ich den Frühling erwischen könnte.

Cuno-Siedlung mit Frühlingsboten &
Skulptur von Karel Niestrath

Zum Glück hatte ich gestern einen Termin ganz in der Nähe der legendären „Cuno-Siedlung“, einem Wohnkomplex aus neun Gebäuden mit 121 Wohnungen aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Besondere an der Siedlung sind neben der Einrichtung der Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen zum Beispiel der Gemeinschaftsbereich, zu dem eine Wäscherei und eine Badeanstalt gehörte, Skulpturen von Karel Niestrath über den Toren und Reliefs von Hans Dorn neben den Haustüren.

Motiviert durch die Frühlingszeichen, die ich in der Siedlung auf dem Berg gefunden habe, bin ich anschließend mit der Kamera durch den Volkspark zur Volme geschlendert. Dabei zeigte sich, dass die Kugel des Planetenmodells schon grün eingerahmt ist und die Öse vom Winter- zum Frühlings-Café mutiert ist.

Im Volmepark war ich etwas enttäuscht, dass die Blüten am Magnolienbaum schon fast verblüht sind, aber dank des blauen Himmels sind doch noch schöne Fotos entstanden. Und da ich schon auf Baumtour im Volme-Park war, habe ich gleich nach dem Schuhbaum geschaut, den ich vor einigen Monaten gefunden habe. Ja, in Hagen gibt es Shoefiti – immer noch. Zwar haben die Schuhe weder Blüten noch Triebe, doch um sie herum zeigen sich die ersten grünen Blätter, sodass man damit rechnen darf, dass die Schuhe bald wieder völlig im Grün verschwinden werden.

Einige Spuren hat der Frühling in Hagen also schon hinterlassen – sollte ich noch ein paar Boten finden, reiche ich sie nach. In jedem Fall wünsche ich euch viele schöne und überraschende Entdeckungen im Frühjahr. © Birgit Ebbert

Und hier mein Nachtrag vom 30. März 2014 – Frühling in der Stadt: