c-birgit-ebbert-p1320440(17.09.2016) Beim letzten Muschelsalat bin ich ja förmlich über die Ankündigung der Vernissage Darkroom gestolpert. Heute ist es nun soweit. Heute verwandelt sich die Kooperative K in einen dunklen Raum, in dem Werke von Dietmar Schneider und Daniela Hartmann zu sehen sind.

Die Idee vom Darkroom

c-birgit-ebbert-img_1534Als kleine Motivation hier die Definition von Dietmar Schneider, was ein Darkroom ist 🙂 „nichts anderes als eine große Orgie, Malerei, Perfomance, bei der jeder das tun kann, was er möchte.“ Na, da sind wir ja gespannt, was uns heute erwartet 🙂 Ein paar der Kunstwerke, habe ich schon gesehen – bei Tageslicht, allerdings. Ihre ganze Wirkung entfalten sie erst in der Dunkelheit, weshalb die schönen Fenster in der Kooperative K verdunkelt werden und eine Lichtinstallation dafür sorgt, dass man keines der Kunstwerke versehentlich zerstört.

Gucken, Hören und mehr

DarkroomUrsprünglich war der „Darkroom“ ein eigens hergestellter dunkler Raum, in dem Dietmar Schneider und Daniela Hartmann gearbeitet haben – einige Ergebnisse sind in der Ausstellung zu sehen. Für die Vernissage, die eher eine Performance wird, wurde die Idee erweitert, die Ausstellungsbesucher werden Teil der Installation – ich sage nur: Ichhabe schon Probe geschaukelt 🙂 Für die akustische Seite des Erlebnisses sorgen die Musiker Nils Ottensmeyer alias Johnson McLoud und Dennis John Patrik Meister, sogar einen eigenen Song gibt es zum Projekt: „Darkroom“ von Ini Epgemeier.

Mein Darkroom-Erlebnis

Wie ihr seht, habe ich den Besuch im Darkroom heil überstanden, aber es war ja auch „nur“ eine Nachbildung des echten Darkrooms, in dem Daniela Hartmann und Dietmar Schneider gemeinsam und doch nicht zusammen gearbeitet haben. Die entstandenen Werke bildeten die Klammer der Ausstellung, zu der jeder weitere Bilder zusteuerte die sich für die Präsentation im Dunkeln und für das Spiel mit Licht und Farben eigneten. Das war wirklich faszinierend, wie sich die Bilder bei den Farbwechseln veränderten und man wie ein Kind davor stehenblieb, um diesen magischen Moment zu erleben. Mir hat am besten der Wechsel von blau auf rot gefallen, am Rande bemerkt.

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(Links das Bild stammt von Montag, aus dem „hellen“ Darkroom sozusagen 🙂 )

c-birgit-ebbert-p1320748Neben den Kunstwerken gab es zur Eröffnung – natürlich Wein, Käse und mehr fürs leibliche Wohl – aber vor allem eine sehr schöne Tanzeinlage und speziell komponierte Musik. Letztere konnte man sich wunderbar anhören, vor allem, wenn man eine der Schaukeln, die eigentlich eine Installation zur Sexualität darstellen, eroberte und sich fast meditativ durch Licht und Klang treiben ließ.

Mein Fazit zum Darkroom: Interessant, Inspirierend und meditativ. Gut, dass ich den 27. September, wenn die Finissage stattfindet, schon in meinen Kalender eingetragen habe.

dr_plakat_klein_thumbFacts zur Ausstellung

Vernissage: 17. September, 20.00 Uhr

Weitere Öffnungszeiten: 19. September bis 29. September (außer sonntags!) 18 bis 20 Uhr

Finissage: 27. September 18.00 Uhr mit einer Lesung von Hans Werner Engel zum Thema „Darkroom“

Anschrift: Kooperative K, Karlstraße 26, 58135 Hagen

Fotoeindrücke von der Vernissage