(06.05.2015) Wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Genauso geht es mir mit meinem E-Book-Experiment. Wieso bin ich auch auf die Idee gekommen, parallel zu dem E-Book-Experiment meinen ersten Versuch einer Blogparade zu starten? Ich weiß es nicht. Diese Blogparade musste ich einfach durchführen und dann wollte ich sie natürlich auch gut durchziehen und war gut damit beschäftigt, die neuen Beiträge zu verlinken, in das Manuskript zu kopieren und sie zu kommentieren oder zu teilen. Immerhin gab es im Schnitt 1,7 Beiträge pro Tag und die 280 Seiten meines Romans wollten auch überarbeitet werden. Langer Rede kurzer Sinn: Der Zwischenstand für das E-Book-Experiment fällt nicht so super aus, aber dafür hatte ich eine tolle Blogparade, habe viele interessante Blogs kennengelernt und vieles über Netzwerkkolleginnen und andere Menschen erfahren. Es ist eben alles eine Frage des Blickwinkels.

Über die Verkäufe meines E-Books „Die 50 besten Morde oder Frauen rächen anders“ schweige ich mich aus, ich verrate nur soviel, es gibt mehr Teilnehmer an der Blogparade als Käufer des Buches. Was nicht verwunderlich ist, denn der ursprünglich geplante Teil 4 meines Experimentes zum Thema PR und Marketing ist komplett untergegangen in meinem Alltag. Und nicht nur das, es gab auch noch eine Panne bei der Eingabe bei Neobooks. Ich hatte vorgegeben, dass der Einführungspreis von 99 Cent bis zum 30. April gilt. Als ich kürzlich nachschaute, war als Preis plötzlich überall 2,99 Euro angegeben. Im letzten Korrekturstress für den neuen Krimi habe ich das in meinem Kopf beiseite geschoben und werde in den nächsten Tagen einen Neustart versuchen. Bis dahin korrigiere ich noch die Anführungszeichen und die wenigen Fehler, die bisher aufgefallen sind.

Allerdings ist das große ganze Experiment E-Book nicht völlig untergegangen. Ich hatte beim Ausloben der Blogparade versprochen, ein E-Book aus den Beiträgen zu erstellen. Meine Idee war, damit endlich einmal eine Direktveröffentlichung bei Amazon zu testen und die Einnahmen zu spenden. Sonntag habe ich mich daran gemacht, mich in die Veröffentlichung bei Kindle einzuarbeiten. Puh, jetzt weiß ich, was ich an Neobooks habe. Zunächst habe ich versucht, mich durch die 80 Seiten Veröffentlichungsrichtlinien zu arbeiten. Leider wird nicht deutlich gemacht, was für welche Veröffentlichungsmöglichkeit relevant ist. Also habe ich das erst einmal weggelegt und mich an die Erkundung der Plattform gemacht. Da bin ich über das Anmeldestadium nicht hinausgekommen, weil ich meine keine Lust hatte, mit den amerikanischen Finanzbehörden zu kommunizieren. Mir reicht es schon, wenn ich jedes Jahr einmal eine Meldung machen muss für das Honorar, das ich von geschichtenbox.com erhalte. Ohne intensive Vorrecherche geht da wohl gar nichts. Weiß ich das auch und bleibe mit meinen belletristischen Texten bei Neobooks. Bis auf die kleine Preispanne hat da alles gut geklappt.

Kurz habe ich darüber nachgedacht, mich Xinxii oder einer der anderen Plattformen zuzuwenden. Aber wirklich nur kurz, ich habe mich nämlich erinnert, dass ich im letzten Sommer ein wenig mit Sigil experimentiert habe, mit dem man eigene Epubs erstellen kann. Und: Voilá – hier ist das E-Book zur Blogparade „Meine Stadt von A bis Z“. Auf meinem E-Reader und mit dem Sony-Reader auf meinem Tablet funktioniert es, man kann sogar die Links anklicken und gleich die Internetseiten aufrufen. Ich bin begeistert und hoffe, dass es auch auf den anderen Readern lesbar ist. Sicherheitshalber habe ich noch ein PDF erstellt, auch wenn das nicht so schön ist wie das Epub.

Das Gesamtfazit fällt also nicht ganz so schlecht aus, wie es im ersten Moment erschien. Ich habe wieder etwas gelernt, weiß, dass ich einen Bogen um die Kindle-Plattform machen werde und mit den „50 Morden“ starte ich neu. Das ist ja das Schöne an einem Experiment, da kann man auch mittendrin die Bedingungen ändern. In diesem Sinne bis demnächst zu Folge 5 meines E-Book-Experiments, dann endlich zum Thema PR & Marketing. © Birgit Ebbert