(15.01.2014) Alle, die wie ich Weihnachten wegen der vielen Lichter überall lieben, können sich derzeit im Sauerlandpark in Hemer in die Weihnachtszeit zurückversetzen lassen. Seit dem 20. Dezember und noch bis zum 19. Januar hat sich der Park, der aus dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau entstand, in einen Wintergarten verwandelt.

Im Eingangsbereich kommen Eisläufer und Weihnachtsmarkt-Fans auf ihre Kosten. Dort ist eine Eislaufbahn aufgebaut, umgeben von Ständen mit gebrannten Mandeln und Bratwurst, Glühwein und was man sonst von einem Weihnachtsmarkt erwartet. Das Ganze in wechselnder Farbstimmung, sodass eine heimelige Atmosphäre entsteht.

Schon von weitem lockt die Besucher die beleuchtete Treppe, die auf den ebenfalls einladend beleuchteten Jülbergturm führt. Manch ein Besucher mag sich darüber ärgern, dass die Treppe für den Aufstieg gesperrt ist, dem rate ich, entspannt von oben nach unten oder von unten nach oben zu blicken. Dieser Eindruck wäre nicht möglich, wenn die zahlreichen Besucher die Treppe hinaufgingen. Vor allem aber blieben den Licht-Spaziergängern viele Exponate verborgen, das illuminierte Klettergerüst zum Beispiel, das ebenso als Projektionsfläche dient wie ein Klangspiel am anderen Ende des Weges. Das Sinnen-Erlebnis beim Klangspiel wird sogar noch durch Musik verstärkt, sodass ich dort am liebsten länger verweilt hätte. Aber die Zeit drängte und die nachfolgende Besuchergruppe auch.

Zeit sollte man mitbringen für diesen außergewöhnlichen Spaziergang. Ich musste pünktlich wieder in Hagen sein und bin deshalb nur bis zur halben Höhe – für Kenner: bis zum Elch und Glühwein-Pavillon – gekommen. Aber ich werde ein weiteres Mal hinfahren, um in den Sinnenrausch zu verfallen, der mich zumindest erfasst hat.

Der Lichtgarten hatte seine Premiere während der Landesgartenschau 2010. 2013 wurde er erstmals in den Winter verlegt und um das Winterdorf auf dem Himmelsspiegel, der unteren Freifläche, erweitert. Die Ideen für die Lichtinstallationen haben wie auch in den letzten Jahren Reinhard Hartleif und Wolfgang Flammersfeld entwickelt. Bei diesem Event hatten sie sogar mehr Raum zur Verfügung, weil auch der „Park der Sinne“ illuminiert wurde.

Ein wunderbares Sinn-Erlebnis und ein tolles Event, um nach den Feiertagen langsam von der Lichter-Weihnachtszeit wieder im Alltag zu landen. Und nach dem 19. Januar noch nicht genug gesehen hat, der kann bei den Lichtspielen rund um das Schloss Hohenlimburg, für die ebenfalls von Wolfgang Flammersfeld verantwortlich ist, gleich weiter staunen. Sie beginnen am 17. Januar – passt doch genau, der Termin steht schon in meinem Kalender.

Weitere Informationen:
Wintergarten Hemer   
Schloss Hohenlimburg Lichtspiele
Weitere Installationen der Lichtkünstler