Mein witzigstes Erlebnis –
unterlegt mit einem Höllenlärm

(05.02.2014) Mein Vortrag in der Autostadt ist schon wieder eine Woche her. Inzwischen habe ich die gut 500 Fotos gesichtet. Ich bin ein Lichtspiel-Junkie, ich gebe es zu. Wenn ich abends irgendwo unterwegs bin, wo sich Lichter spiegeln, kann ich die Finger nicht vom Auslöser lassen. So kommen dann schnell 500 Fotos zustande. Aber auch im Hellen gibt es in der Autostadt viel zu sehen. Wer in der Nähe ist, sollte sich einen Besuch dort nicht entgehen lassen. Ihn erwartet eine Mischung aus Technik in den acht Marken-Pavillons und Nostalgie in der Ausstellung der alten Fahrzeuge vom Nachbau des Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1886 bis zum VW-Käfer. Natürlich gibt es noch einen VW-Bulli zu bestaunen, der allein sicher bei manchem zwischen 40 und 60 ganz eigene Erinnerungen hervorruft.

Die Pavillons sind eingebettet in einen Park, der von kleinen Flüssen durchzogen ist und in dem sich eine Freilichtbühne und im Winter eine Eisbühne befinden. Mein erster Besuch der Autostadt liegt fast zehn Jahre zurück. Damals habe ich jemanden begleitet, als er dort sein Neufahrzeug abgeholt hat. Wir haben eine Werkstour gemacht und deshalb habe ich das Flair des Parks nur am Rande genießen können. Als ich im Dezember 2012 den ersten Vortrag gehalten habe, hatte ich Gelegenheit das Eislauf-Musical „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ zu erleben und den kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt zu bestaunen. Leider hatte ich nur meine kleine Kamera dabei, eines der Fotos hat es aber immerhin auf die Postkarte zu meinem Buch „Brandbücher“ geschafft.

In diesem Jahr nun habe ich den Rest des Gepäcks soweit reduziert, dass ich meine große Kamera mitnehmen konnte. So bin ich vor und nach meinem Vortrag durch die Eingangshalle, die Piazza heißt, und den Park gestreunt. Da ich so spät anreiste und mein Zug am nächsten Morgen bereits kurz vor neun Uhr ging, hatte ich keine Gelegenheit, eine der Kids- oder Erlebnistouren durch den Park wahrzunehmen. Ich hoffe, ich werde noch einmal eingeladen, dann werde ich rechtzeitig recherchieren, ob es zufällig eine der Themenführungen „Kunst in der Autostadt“ oder „Autostadt am Morgen“ gibt, obwohl die „Automobile Zeitreise“, die für Kinder täglich angeboten wird, auch verlockend klingt. Geschafft habe ich auch noch immer nicht, eines der Restaurants auszuprobieren, die Liste dessen, was ich nachholen will, wird immer länger.

Die Autostadt als Erlebnispark wurde am 1. Juni 2000 eröffnet, als eine Art Ableger der Expo in Düsseldorf. Sie befindet sich zwischen VW-Werk und Wolfsburger Innenstadt und ist direkt an den Bahnhof angebunden. Auf dem Weg vom Bahnhof zur Autostadt unterquert man die Räume des phaeno, eine Ausstellung über die „Welt der Phänomene“, die ich bisher auch verpasst habe. Einen kleinen Eindruck bekam ist in der Unterführung, als ich plötzlich sphärische Klänge hörte und die scheinbar graue Wand zum Leben erweckt wurde. In der Autostadt, deren Besuch kostenpflichtig ist, in der man aber ab 18.00 Uhr lustwandeln kann, ohne Eintritt zu zahlen, finden regelmäßig Veranstaltungen statt: Konzerte, Lesungen, Vorträge, Fahrsicherheitstrainings, Kindertheater. Ich gebe zu, ich beneide die Wolfsburger um diese Möglichkeit und freue mich schon auf einen nächsten Besuch – mit mehr Zeit und Kamera natürlich. © Birgit Ebbert

Und noch Außen-Eindrücke vom Lamborghini-Pavillon und vom nächtlichen Park:

Weitere Informationen: www.autostadt.de