Erste Versuche mit Mini-Literatur(30.07.2015) Der Workshop „Euer Plakat für Hagen“ ist für uns alle ein Experiment, für Andrea Honickel und die Stadtbücherei, die Zeichnerin Marina Völker, die Teilnehmer und auch für mich. Ich habe im Vorfeld viel recherchiert, ob es das schon einmal gegeben hat, dass Jugendliche Plakate über ihre Stadt gestalten und nichts gefunden. Vielleicht wurde auch nichts darüber geschrieben, dann gerne her mit den Projektberichten. Ich fand es spannend, den Workshop vorzubereiten und bin sehr beeindruckt, was wir am ersten Tag schon entwickelt haben – obwohl wir es uns gemütlich gemacht haben. Aber eine entspannte Atmosphäre ist ja die Voraussetzung für Kreativität. Wir saßen zwar um einen Tisch herum, weil man da nun mal besser schreiben und die anderen ansehen kann. Aber das löste sich nachher auch auf und am Ende haben sich Cheyenne und Annika auf der Lesebank ausgebreitet. Für mich war das sehr praktisch, weil sie schön nah an den Pinnwänden waren, auf denen wir … upps, da greife ich schon vor. Zurück auf Anfang.

Es wird fleißig gearbeitet.In der Vorstellungsrunde wurde bereits deutlich, dass diejenigen, die gerne zeichnen, in der Überzahl sind gegenüber denen, die gerne schreiben. Aber manche haben schon interessante Storys im Kopf hatte, schreiben fleißig Fanfiction oder eigene Geschichten. Da im zweiten Teil Mangas zu den Texten gezeichnet werden, gibt es viele Mangafans – fast alle lesen Mangas, ich war direkt froh, als einige sich outeten, dass sie damit nichts am Hut haben. Sonst wäre ich mir echt verloren vorgekommen. Aber so habe ich die Gunst der Stunde genutzt und heimlich viele Manga-Titel aufgeschrieben und Gespräche belauscht, man weiß ja nie, wann man das verwenden kann.

Wörtersammlung für unsere Mini-LiteraturIn der ersten Schreibrunde haben wir Wörter gesammelt. Wer mich kennt, ahnt schon, dass es keine beliebigen Wörter waren, sondern Wörter, die man aus den Buchstaben des Slogans „Lebendiges Hagen“ bilden kann. Ich sage nur: Untermengen-Lyrik :-). Schließlich wollen wir am Ende Mini-Literatur schreiben, die sich mit Hagen beschäftigt. 125 Wörter haben wir gefunden, teilweise richtig tolle, die direkt zu Hagen passen wie Lenne oder Elbe, aber auch so etwas wie Engel oder Genies (Hagener sind doch beides, oder? :-)). Danach haben wir keine Gedichte aus den Wörtern gebildet, sondern Sätze, aber manche klingen wie Gedichte. Ich verrate aber noch nichts, weil ich nicht weiß, was wir für die Plakate verwenden. Aber ich habe alles schon abgetippt, damit keine Idee untergeht und wir am Ende eine Dokumentation des ganzen Prozesses haben.

Auf Recherche-Tour durch HagenNach dieser Anstrengung haben wir erst einmal eine Runde durch Hagen gemacht, um die Stadt auf uns wirken zu lassen und im Osthausmuseum Plakate anzuschauen. Hier noch vielen Dank, dass wir so spontan gucken durften. Nach der Rückkehr ging es dann darum, typische Wörter über Hagen zu sammeln, wie man auf dem Pinnwand-Foto oben sieht, ist einiges zusammengekommen, sehr Unterschiedliches, vom Schwimmbad über das Kino bis zu Menschen, Hengsteysee oder auch Trauer und Müll. Jetzt haben wir viel Material, mit dem wir am Freitag weiterarbeiten können.

Mini-Zeichnung statt Mini-LiteraturUnd: Es wurde zwischendurch ein wenig gezeichnet und gequatscht, trotzdem sind auch die Minitexte über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon fertig – nur über Marina, Andrea und mich muss ich noch ein paar Sätze verfassen. Aber darum kann ich mich ja kümmern, während Alexander, Ali, Annika, Carmen, Cheyenne, Erik, Imke, Kira und Kira, Leon, Melanie, Neele, Tabea und Xenia ihre Texten für die Plakate schreiben. Ich bin gespannt auf die Ideen und darauf, was ich noch Neues lerne. © Birgit Ebbert

4. & 5. Workshoptag Endspurt
3. Workshoptag Einstieg in das Manga-Zeichnen

2. Workshoptag Plakatslogans für Hagen
1. Workshoptag Hagen kennenlernen