(01.08.2015) Nachdem wir uns in dem Workshop „Euer Plakat für Hagen“ in der Stadtbücherei erst einmal mit Hagen vertraut gemacht haben, ging es heute darum, Slogans für Plakate zu entwickeln. Soviel kann ich verraten: Es sind supertolle Ergebnisse dabei herausgekommen und eine Figur für einen Comic haben wir auch noch erfunden. Außerdem habe ich gerade in den Unterlagen, die ich von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgenommen habe, einen spannenden Geschichtenanfang gefunden. Da muss ich aber zuerst fragen, ob ich den veröffentlichen darf. Vielleicht war der gar nicht für mich bestimmt 🙂

c-birgit-ebbert-IMG_3996Als erste Dehnübung für den Kopf haben wir wieder Wörter gesammelt und „Namengedichte“ geschrieben, eigentlich heißen diese Texte „Akrostichon“, aber wer kann das schon aussprechen. Dabei denkt man sich zu jedem Buchstaben eines Wortes oder in unserem Fall wieder des Slogans „Lebendiges Hagen“ ein neues Wort aus. Erstaunlich, worüber man dabei ins Gespräch kommt. Als ein Jugendlicher bedauerte, dass es in Hagen keine Dinosaurier gibt, weil das ein schönes D-Wort wäre, konnte ich berichten, dass in meinem ersten Hagener Sommer auf dem Friedrich-Ebert-Platz Dinosaurier-Figuren standen. Sehr zum Erstaunen der Teilnehmer, die damals zwischen drei und sieben Jahre alt waren 🙂

Die nächste Aufgabe habe ich mit der ersten Runde auf der Aschenbahn zum Aufwärmen verglichen. Da wurden Texte zu Fotos aus Hagen geschrieben. Und da entstand auch dieser tolle Geschichtenanfang, aber auch andere schöne Texte, die zeigten, dass Jugendliche durchaus auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit kennen. Mein Lieblingstext ist dieser hier zu dem Foto rechts: „Der alte Hochbunker in Hagen wurde von einem Künstler bunt angemalt. Man sieht dort drei Frauen und einen Mann. Die drei Frauen tragen alle Krüge auf dem Kopf, der Mann trägt einen Kasten. Im Hintergrund wirkt es wie in einer Unterwasserwelt. Das Bild fasziniert mich, da es einfach toll aussieht und zeigt, dass auch aus einem Bunker etwas Schönes werden kann und das nur mit ein wenig Farbe …“

Nach einem Inspirationsrundgang über das Elbersgelände ging es dann ans Eingemachte. Zunächst gab es eine Vorlage mit dem Bild des Rathausturms, zu dem sich die Teilnehmer einen Dialog oder zwei andere Textelemente ausdenken durften. Schon da kamen ganz unterschiedliche Ergebnisse heraus, von „Wie ist Hagen? Hagen ist bunt.“ bis zu „Was gibt es Besonderes in Hagen? Das Emil Schumacher Museum – und nein, das hat nix mit dem Rennfahrer zu tun!“ oder „Hagen ist Klasse! Da kann man sich in der Stadtbücherei an kleiner und großer Literatur erfreuen. – Gut zu wissen! Dann kann ich ja auch mal dort hinkommen. Danke für die Info!“

c-birgit-ebbert-IMG_4019Man sieht schon, dass einiges an Kreativität versammelt war. Dementsprechend waren die Slogans, die wir entwickelt haben. Aber die verrate ich noch nicht. Ich frage Montag mal nach, ob es Ausschuss-Texte gibt, die ich posten darf. Bis dahin könnt ihr euch hier einen kleinen Eindruck von der Arbeitsatmosphäre verschaffen. © Birgit Ebbert

4. & 5. Workshoptag Endspurt
3. Workshoptag Einstieg in das Manga-Zeichnen

2. Workshoptag Plakatslogans für Hagen
1. Workshoptag Hagen kennenlernen