(07.05.2015) Sagte ich schon, dass mir Friedel Hiersenkötter auf Autofahrten Gesellschaft leistet? Na gut, nur via CD in et Radiogerät, wie er vermutlich sagen würde. Das hätte ich ihm erzählen können, als ich ihm heute Abend begegnet bin. Aber wir waren ja nicht alleine, das Theater an der Volme war seit Monaten ausverkauft – ich glaube, sein Fanclub aus dem Vertellken war ebenfalls dort, zumindest kam mir das aus einer der hinteren Reihen so vor und die Bremsklötze waren auch so schnell weg.

Spätestens hier muss ich kurz inne halten und den Nicht-Hagenern Friedel Hiersenkötter vorstellen. Dorfbewohner, aber Weltmann, nennt er sich, Meister des profunden Halbwissens und Rummenohler mit Weitblick, der die große und kleine Politik und alles, was in der Welt geschieht, mit ganz eigenen Augen sieht und kommentiert. Heute Abend war er zu Gast im Theater an der Volme und hat gut zwei Stunden das Publikum glänzend unterhalten. Einmal hätte er fast unterbrechen müssen, weil eine Besucherin einen Lachanfall bekam. Es war aber auch wirklich köstlich, was er zum Besten gegeben hat und auf welche Ideen er kommt. Ich überlege, was ich verraten kann, ohne das Vergnügen zukünftiger Besucher zu schmälern. Vielleicht die eine oder andere Lebensweisheit, die er uns mit auf dem Weg gegeben hat. Mir hat ja der Fitness-Tipp gut gefallen. Friedel läuft nämlich seit neuestem einmal um den Block und hat erst mal mit einem Din-A4-Block angefangen. 🙂

Neben solch nützlichen Alltagstipps hat er den Hagener April – vom SEK im Vapiano bis zur Bombendrohung im Finanzamt Revue passieren lassen und Klopps Rücktritt ebensowenig ausgelassen wie die Rutschpartie der Bayern. Rückblicke in das letzte Jahr hatten ebenso ihren Platz wie Reflektionen über das Verhältnis von Männern und Frauen. Mein diesbezügliches Lieblingszitat ist: „Böse Mädchen kommen überall hin, das ist ja vor allem beim Putzen sehr nützlich!“ Aber auch die Männer bekamen ihre Lektion, Friedel zeigte sich da sehr ausgewogen.

Wenn ich meine Notizen durchsehe, muss ich schon wieder lachen. Seine Sprachspiele sind so genial und singen kann er auch! Aber ich verrate jetzt nichts mehr. Am 17. September gibt es den nächsten Friedel-Abend im Theater an der Volme und wer nicht bis dahin warten kann, bekommt bei Radio Hagen 107,7 eine CD mit Friedel-Kommentaren, u. a. meiner absoluten Lieblingssequenz „Die Messe“.

Für diejenigen, die es nicht wissen, Friedel Hiersenkötter hat einen regelmäßigen Sendeplatz auf Radio Hagen 107,7. Immer freitags verdrängt er seinen Erfinder und Darsteller Robin Hiermer für einige Minuten vom Mikrofon und kommentiert aus dem „Vertellken“ in Rummenohl das aktuelle Geschehen in Hagen oder in der Welt. Ich bin schon gespannt, was er sich diese Woche ausgedacht hat. Einfach mal reinhören! © Birgit Ebbert

Mehr über Friedel Hiersenkötter & Robin Hiermer

Aktuelle Kommentare des Hagener Weltgeschehens bei Radio Hagen 107,7

Information zum Programm im Theater an der Volme