(19.04.2014) Die A bis Z-Blogparade hat mich in ein leichtes ABC-Fieber versetzt, deshalb gehe ich auch mit einem A bis Z in die Oster-Blogpause und wünsche allen wunderschöne Ostern, wo auch immer sie sich in meinem Oster-ABC wiederfinden mögen.

A wie Auferstehung, der Kern des Osterfestes, den wir häufig vergessen

B wie Birkenruten schlägt man sich in Finnland zu Ostern als Gruß auf den Rücken.

C wie Colomba Pasquale, die traditionelle Osterspeise in Italien, ein süßer Kuchen mit Mandeln und Zucker

D wie Duelle mit Eiern gibt es in Bulgarien nach der Ostermesse, wessen Schale am längsten hält, der gewinnt

E wie Egg-Shackling spielen die Kinder in Großbritannien, jeder schreibt seinen Namen auf ein rohes Ei, alle Eier kommen in ein Sieb und werden geschüttelt bis nur noch ein Ei heil ist

Natürlich gehören auch bunte Eier zu Ostern – diese habe ich im Vennehof in Borken entdeckt.

F wie Färben der Eier, ein Brauch den es schon im alten Rom und Griechenland gab

G wie Gründonnerstag, der seinen Namen nicht hat, weil es grün wird, sondern weil gegreint – also geweint – wurde

H wie Holzstöße, die in vielen Regionen zu Osterfeuern einladen

I wie Im Jahr 1678 wurde der Osterhase zum ersten Mal erwähnt

J wie Judasverbrennung, das später Pascha- oder Ostergehen genannt wurde und heute als Paoskenstaken in Ochtrup weitergeführt wird

K wie Kerzen, die in der Osternacht mit dem Ruf „Lumen Christi“ entzündet wurde, besonders die Osterkerze, die seit dem 4. Jahrhundert im christlichen Glauben bekannt ist

L wie Lammbraten oder Lamm aus Rührteig zum Gedenken an das Pessachfest

Nicht zu vergessen, Osterdeko – hier in einem Schaufenster an der Frankfurter Straße in Hagen

M wie Maultaschen, Fastenessen der Schwaben, die sie „Herrgottsb’scheißerle“ nennen, weil das Fleisch unterm Nudelteig versteckt wird

N wie New York, wo jährlich an der Easter Parade bunt gekleidete Menschen durch die Stadt paradieren

O wie Osterreiten, das unter anderem in der Lausitz noch jährlich mit 1.500 Reitern vor einem großen Publikum praktiziert wird

P wie Påskkärring heißen in Schweden die als Osterweiber verkleideten Kinder, wenn sie Gründonnerstag durch die Nachbarschaft ziehen

Q wie Quadratische Eier – gibt es nicht, nicht einmal in Rabenhausen

R wie Räderlauf am ersten Osterabend in der Osterräderstadt Lüdge

S wie Smyngus-Dyngus heißt ein Oster-Brauch in Polen, bei dem die Kinder sich mit Wasser bespritzen

Und hoffentlich überall ist der Osterhase unterwegs – auch wenn er nicht unbedingt so große Ostereier bringt.

T wie Taufwasser, das heute Osterwasser genannt wird, während das Osterwasser ursprünglich Wasser war, das in der Osternacht geschöpft wurde und schweigend nach Hause getragen werden musste

U wie Urbi et Orbi, Segen des Papstes am Ostersonntag, der Tausende Menschen auf den Petersplatz zieht

V wie Vollmond, der den Termin des Osterfestes bestimmt, es findet immer am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes statt

W wie Weidenruten haben die tschechischen Männer bei sich, wenn sie am Peitschen-Montag jungen Frauen mit dem Palmwedel auf den Rücken klopfen, um ihnen Glück und Gesundheit zu wünschen

X wie Xylofon, Orgel und andere Instrumente schweigen Karfreitag in der Kirche, stattdessen erklingen Holzratschen

Y wie Yucca-Palmen, die vielleicht im Garten Gethsemane standen

Z wie Zahltag war im Mittelalter kurz vor Ostern, wer Schulden hatte, zahlte diese auch schon mal in Eiern

Und wer trotz Ostereiersuche, Osterfeuer und anderen Bräuchen Langeweile hat, den lade ich herzlich ein, seine Heimat- oder Traumstadt oder seinen Wohnort von A bis Z zu entdecken und sie zu bloggen oder mir zuzusenden. Bis zum 30. April sammle ich noch Städte-ABCs, danach werden sie als E-Book veröffentlicht.

Herzlichst eure & Ihre Birgit Ebbert