(26.07.2018) „Komm nach Hagen, werde Popstar“, sang vor Jahrzehnten die Hagener Band „Extrabreit.“ In diesem Jahr werden Die Breiten 40 und es ist 40 Jahre her, dass Hagen als „Deutsches Liverpool“ über die Grenzen der Region hinaus bekannt wurde. Grund genug zum Feiern für die Hagenerinnen und Hagener. Gelegenheit dazu bekommen sie bei dem Festival „Hagen – Popstar – Glück“ vom 31. August bis 20. September.

Die Ausstellung Hagen Popstar Glück

Im Mittelpunkt des Festivals steht die Ausstellung „Hagen Popstar Glück“, 300 Exponate laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit der Stadt und die Jugend vieler HagenerInnen ein. Ich bin deshalb so gespannt auf die Ausstellung, weil ich mich gut an die ersten Überlegungen der Kuratorin Heike Wahnbaeck erinnert habe. Vor drei Jahren habe ich sie nach der Präsentation des Trickfilms über die Hagener Musikszene, dessen Entstehung sie begleitet und unterstützt hat, interviewt. Damals schwärmte sie von der Idee und wann immer wir uns darauf begegneten, habe ich sie mit der Frage genervt: „Und klappt es?“ Jetzt ist es soweit, nach viel Überzeugungs- und noch mehr Sortier- und Recherchearbeit ist die Ausstellung fertig. Den Eröffnungstermin, 31. August 18.30 Uhr, habe ich fest in meinem Kalender notiert. Drei Exponate waren übrigens schon beim Pressegespräch zu sehen, so dicht war ich noch nie an Goldenen Schallplatten J

Das Festival

Die Ausstellung wird umrahmt von einem vielfältigen Programm, das einerseits die Musik und den Spaß jener Zeit wieder in Erinnerung ruft, bis hin zu einem MitSingDing-Spezial zur Neuen Deutschen Welle in der Stadtbücherei. Was ich besonders spannend finde – und ich bin froh, dass ich fast alle Termine noch frei hatte – sind die Gesprächsrunden mit Experten aus und über jene Zeit. Ich habe zwar nicht in Hagen gelebt und manchmal dauert es etwas länger, bis Trends ins Münsterland schwappen, aber trotzdem hat die Neue Deutsche Welle samt Nena und Extrabreit auch meine Jugend mitbestimmt. In diesen Talkrunden mit viel Hagener Lokalkokorit wird auch darauf Bezug genommen, dass hier nicht nur Nena, Grobschnitt, Extrabreit und andere Bands ihren Ursprung haben, sondern auch einflussreiche Größen aus der Musikbranche. Die Erarbeitung der Ausstellung erfolgte in Kooperation mit der FernUniversität Hagen, die deshalb auch ihr Campusfest in die Festivalzeit gelegt hat. Neben der FernUni wird das Projekt unterstützt von der Sparkassenstiftung für Hagen, C.D. Waelzholz, mark E und der Märkische Bank Stiftung.

Das Programm im Einzelnen

31.08. 18:30 Uhr Ausstellungseröffnung im Osthausmuseum

01.09. 18.00 Uhr Campusfest der FernUni mit Extrabreit

31.8.2018 + Samstag, 1.9.2018, 17 Uhr Wehringhauser Schnurlos Festival am Bismarckturm

01.09. 15.00 Uhr Auftakt! Spielzeiteröffnung Theater Hagen

02.09. 18.00 Uhr WDR-Rockpalast, Peter Rüchel meets 78 Twins im Kultopia

08.09. 17:00 Uhr Talkrunde: Die Abteilung Popularmusik in den 1980ern Samstag in der

Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10, 58095 Hagen

08.09. 19:30 Uhr Undergroundparty Take a Walk on the Wild Side im Theater Hagen

08.09. 21:00 Uhr Lass-Das-Revival-Party im Kultopia

12.09. 19:30 Uhr Das MitSingDing – Neue Deutsche Welle in der Stadtbücherei

13.09. 18:00 Uhr Stadtrundgang: Hagen und Wehringhausen um 1980 mit Michael Eckhoff

13.09. 20:00 Uhr Talkrunde: Frauen in der Musikbranche im Osthausmuseum

14.09. 18:00 Uhr Lese- und Akustikshow: Hart wie Marmelade Freitag mit Kai Havaii und Stefan Kleinkrieg im Sparkassen-Karree, Hagen

15.09. 18:00 Uhr Talkrunde: Ohne uns keine Töne Max-Reger-Musikschule

20.09. 20:00 Uhr Tresengespräch: Ohne uns kein Bier im Pelmke Kulturzentrum,

21.09. 21:00 Uhr NDW-Disco im Kultopia Jugendkulturzentrum,

22.09. 10:00 Uhr Erlebnisfahrt NDW mit Michael Eckhoff & Rolf Möller mit Teilnehmern einer Sonderverlosung über Facebook & Radio Hagen

Weitere Informationen gibt es unter www.hagen.de/festival