Dietmar Schneider
„Alles eine Menschensuppe“

(08.08.2013) Mit einem Kopf und Notizheft voller Eindrücke sitze ich hier und frage mich, wie ich es schaffe, die Hagener zu überzeugen, dass sie ab Samstag in die Ausstellung Hagener Künstlerinnen und Künstler gehen MÜSSEN.

Ich bin völlig beeindruckt von der Vielfalt der Objekte, ob Malerei oder Skulptur, Fotografie oder Installation, Arbeit mit Papier oder Blechdosen – für jeden ist etwas dabei.

Heike Demleitner o. T.
(Wasserhähne aus Seife
mit Porträts aus Haaren)

Zugegeben, ich habe noch nicht alles gesehen, weil ich mit vor manchem Werk ins Gespräch mit der Künstlerin oder dem Künstler verstrickt habe und die zwei Stunden zu kurz waren, um mit allen zu sprechen.

Aber ich komme am Samstag wieder und habe bereits einige E-Mail-Adressen gesammelt, sodass ich nach und nach Blog-Beiträge über die Künstler schreiben kann.

Tobias Roch „Reflektionen“

Ein paar Fakten zur Ausstellung. Hier finden sich ausschließlich Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die in Hagen wirken. Sie konnten sich um die Teilnahme an der Ausstellung bewerben, 139 Künstler haben diese Chance genutzt.

Die 49 Teilnehmer der Ausstellung wurden ausgewählt von einer Jury, die sich nach einem ganz bestimmten Schlüssel zusammensetzt: einer Hagener Künstlerin (Verena Baltes), einem auswärtigen Künstler (Friedhelm Falke aus Köln), einer auswärtigen Kuratorin (Dr. Friederike Daugelat vom Gustav Lübcke Museum in Hamm), einem sachkundigen Hagener Bürger (Sven Söhnchen), dem Beigeordneten für Kultur der Stadt Hagen (Thomas Huyeng) und einer nicht stimmberechtigten Vertreterin des Osthaus Museums (Dr. Birgit Schulte).

Ulrike Rutschmann
„Morpheus 6“

Es wurden 339 Werke eingerecht, von denen 71 Arbeiten ausgestellt werden. Und die haben es in sich. Sie machen einen neugierig und regen einen zum Nachdenken an, sie ermuntern einen, genauer hinzusehen und nachzufragen – ist es da ein Wunder, dass ich gerade nicht weiß, wo ich beginnen soll?

Andreas Felix Kroll
„Croquis automatique I“

Zum Glück hatte ich meine Kamera bei mir und hoffe, dass die Bilder die Neugier auf die Ausstellung wecken. Allerdings stelle ich gerade fest, dass manche Bilder unbrauchbar sind.

Das Schöne an einer Ausstellung mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern ist, dass die Gelegenheit besteht, nachzufragen, warum wie was entstanden ist. Alle Künstlerinnen und Künstler, die ich schon sprechen konnte, waren sehr auskunftsfreudig und haben einen Einblick in ihre Gedankenwelt gegen.

Viele werden auch am Samstag um 16.00 Uhr bei der Vernissage anwesend sein, einige von ihnen stehen bei den Künstlerführungen Rede und Antwort, die an jedem Donnerstag um 18.00 Uhr stattfinden werden.

Sabine Kedzierski „Spur 1-3“

Welches mein Lieblingskunstwerk ist? Das verrate ich nicht – noch habe ich nicht alle gesehen. Vielleicht am Samstag. Vielleicht.

Die Führungen finden statt am 15.08., 22.08., 29.08., 05.09., 12.09., 19.09., und 26.09.

Am 3.10 findet um 11.15 Uhr eine Lesung mit Musik in der Ausstellung statt.

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