(27.06.2018) Nun sind auch schon wieder zehn Tage vergangen seit der Eröffnung der Ausstellung der Hagener Künstlerinnen und Künstler im Osthausmuseum. Aber die Werke sind ja noch bis zum 5. August zu sehen und die Künstlerführungen stehen bevor, da kommt mein Beitrag nicht zu spät.

Die Ausstellung

Die Ausstellung der Hagener Künstlerinnen und Künstler hat eine lange Tradition. Ich habe nur die letzte Ausstellung vor fünf Jahren erlebt. Seitdem bin ich ein großer Fan der Hagener Kunstszene und freue mich deshalb besonders, dass ich in diesem Jahr mit einem LiteraturArt-Werk in der Ausstellung vertreten bin. Insgesamt sind im Osthausmuseum 52 Kunstwerke von 33 Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Das Spektrum reicht von Urlaubsfotos bis zu aufwendigen Installationen, Gemälde, Drucke und digital erstellte Bilder finden sich neben Bildhauerarbeiten. So ist eine Mischung entstanden, die für jeden Kunstgeschmack und jedes Interesse ein Aha-Erlebnis bereithält. Parallel zu der Ausstellung werden „Landschaftsentwürfe“ des Hagener Künstlers Bernhard Paura gezeigt, dessen Bild „Dresden 1945“ mich schon 2013 fasziniert hat. Zu der Ausstellung gibt es einen sehr schönen Katalog, in dem je ein Werk des Künstlers abgebildet ist und die Künstler mit Vita und Gedanken zu ihren Werken vorgestellt werden.

Bei drei Künstlerführungen am 1. 7, 15. 7. und 29. 7. jeweils um 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit, mit einigen der Künstler ins Gespräch zu kommen. (Da ich am 1. Juli im Kunst- und Atelierhaus ausstelle, werde ich nur am 15. und 29. Juli dabei sein.)

Die Entstehung der Ausstellung

Jeder Hagener Künstler und jede Hagener Künstlerin hatte die Möglichkeit, sich bis zum 4. März über eine Online-Plattform mit bis zu drei Werken zu bewerben. Aus den 482 Werken von 175 Künstlerinnen und Künstlern wählte eine siebenköpfige Jury, die vom Kulturausschuss bestimmt wurde, am 22. März die Werke aus, die jetzt in den beiden großen Räumen des Osthausmuseums zu sehen sind. Kulturdezernentin Margarita Kaufmann wies bei der Vernissage darauf hin, dass bei der Auswahl bewusst die Werke im Vordergrund standen und nicht die Namen der Künstlerinnen und Künstler. So kam es, dass bekannte Hagener Künstler nicht vertreten sind, dafür aber neue Talente entdeckt werden können.

Die vertretenen Künstlerinnen und Künstler

Da ich mir schon seit der letzten Ausstellung ein Linkverzeichnis der Hagener Künstlerinnen und Künstler wünsche, fange ich jetzt einfach mal mit einer Linkliste der in der Ausstellung vertretenen Künstler an, sofern ich die Seiten gefunden habe.

Konstanze Adelt
Verena Baltes
Arnold Bettges
Klaus Binke
Marlies Blauth
Peter Blindert
Thomas Böckmann
Julia Dettmann
Birgit Ebbert
Hans Erkeling
Lutz Gollnow
Oliver Grosch
Christoph Holtermann
Fritz Kröcker
Andre Kurenbach
Sandra Letzing
Dirk Leupold
Michael Liedtke
Bernhard Paura
Marianne Piepenstock
Hans-Jürgen Quass
Tobias Roch
Ulrike Rutschmann
Claudia Schmidt
Waltraud Schroll
Gabriele Schulz
Antje Solenski
Joachim Schwingel
Susann Sonnenberg
Katherine Tinteren-Klitzke
Michael Turza
Ernst-August Ulrich
Denise Werth
Andrea Wyskott-Blauscheck
Bernd Zamel

Eine kritische Anmerkung

Für mich sind Kunst und Kultur ein wichtiges Element der Stadt Hagen und als Wahlhagenerin war die Ausstellung der Hagener KünstlerInnen 2013 ein echtes Aha-Erlebnis. Deshalb finde ich es sehr schade, dass der Kulturausschuss die Frequenz der Ausstellung auf fünf Jahre angehoben hat, ich habe mir sagen lassen, dass diese Präsentation der Hagener Kunstszene früher alle zwei Jahre stattfand. Das würde auch den Unmut mancher Künstler reduzieren, die nicht vertreten sind. Dafür fände ich es außerdem besser, wenn von jedem Künstler nur ein Kunstwerk gezeigt würde. Hagen hat so viele kreative Künstlerinnen und Künstler, das derzeitige Konzept wird dem nicht gerecht. © Birgit Ebbert