Henker von Haspe(25.09.2016) Am Freitagabend mussten Herr Platt und Frau Derrick wieder einmal in Hagen ermitteln und den Henker von Haspe suchen. Seit ihrem ersten Fall rund ums „Gasthaus an der Volme“ ist Platt zum Polizeipräsidenten aufgestiegen und inzwischen darf Derrick als Inspektor ihren ersten kniffligen Fall lösen.

Die Geschichte ich aber auch wirklich verzwickt – nach 100 Jahren meldet sich plötzlich der Henker von Haspe wieder zu Wort und das gleich mehrfach mörderisch. Es sieht ganz danach aus, als wolle er die ganze Familie zu Haspe ausrotten.

Ein Henker von Haspe – viele Mordmotive

Bc-birgit-ebbert-p1320820eim Start des Stückes ist gerade das männliche Familienoberhaupt, Horatio Freiherr zu Haspe, verstorben und die Erben machen sich Gedanken darüber, wie es nun mit der Familie und dem Vermögen weitergeht. Wie zu erwarten, hat jeder seine eigene Vision. Freifrau Augusta zu Haspe möchte auf jeden Fall das Erbe ihres Mannes erhalten, während Tochter Gwendolyn, Sohn Arnold und Neffe Donald zu Haspe sich gut vorstellen können, das Geld für ihre Zwecke auszugeben.

Mordmotive gibt es in der Familie genug, zumal es da noch das eine oder andere aus dem Clan verstoßene Familienmitglied existiert. Die Frage ist nur, wer im Kostüm des Henkers von Haspe mit Galgenstrick und Pistole sein Spielchen treibt.

Eine schauspielerische Meisterleistung

c-birgit-ebbert-p1330033Genau, ein Spielchen ist es, was die Zuschauer zu sehen bekommen – ein Wechselspiel zwischen 50 Charakteren, die von Indra Janorschke, Dario Weberg, Carola Schmidt, Roman Weber und Lars Lienen in beeindruckender Weise dargestellt werden. Unfassbar, wie schnell sie die unterschiedlichen Charaktere wechseln. Zwischendurch noch zu viert ein ganze Nonnenkonvent imitieren und sich durch den Zuschauerraum verfolgen. Dabei schaffen Sie es immer, rechtzeitig ihre Einsätze zu bringen, um ihre zahlreichen Pointen treffen rüberzubringen.

c-birgit-ebbert-p1330041Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich wäre, die tolle Leistung vom „Gasthaus an der Volme“ zu toppen, aber die fünf haben es unter der Regie des Autors Stefan Schroeder tatsächlich geschafft. Ich werde mir das Stück vom Henker von Haspe auf jeden Fall ein zweites oder auch drittes Mal anschauen, um den Sprachwitz und die vielen Anspielungen auf Hagen und Haspe noch einmal zu genießen. Eine spannende und witzige Kriminalkomödie. Unbedingt sehenswert!

Die Termine der nächsten Aufführungen: , 02.10., 21.10., 22.10., 23.10., 16.11., 17.11., 01.12., 02.12., 03.12.

Weitere Informationen & Karten: www.theaterandervolme.de