Farbenfrohes Arbeiten(09.01.2015) Am Sonntagmittag durfte ich im Osthausmuseum Mäuschen spielen und hinter die Kulissen des Jungen Museums und die Tür zu den Werkstatträumen schauen. In einem der Räume wurde fleißig gewerkelt, junge und jung gebliebene Kunstbegeisterte malten unter Anleitung des Hasper Künstlers Nuri Irak auf den Spuren Hundertwassers.

Unter uns: Ich hätte die Geduld nicht aufgebracht, ein zwei mal vier Meter großes Werk zu malen. Als ich eintrudelte, hatte die Gruppe bereits samstags und sonntags einige Stunden gearbeitet und war noch nicht fertig. Gut für mich. So konnte ich das eine oder andere Foto vom Arbeitsprozess machen und die beteiligten Künstler ein wenig aushorchen. Eines hatten alle Teilnehmer gemeinsam, die Liebe zur Kunst. Einige hatten bereits früher an Workshops im Museum teilgenommen, andere sind Künstler, die sich gerne eingebracht haben, oder solche, die Künstler werden wollen.

Entwurf für die Hommage an HundertwasserFleißige KünstlerhändeDer Workshop begann am Samstag damit, dass sich die Teilnehmer mithilfe des Bildes „Der Traum des toten Indianers“ von Friedensreich Hundertwasser, das bereits im Eingangsbereich des Museums hängt, und Fotos anderer Werke des Künstlers in dessen Kunst eindachten. Und dann standen sie vor der weißen Leinwand und wollten eine Hommage an Hundertwasser gestalten. Alle waren froh, dass Workshopleiter Nuri Irak vorgearbeitet hatte. Er hatte aus drei Kunstwerken eine Collage erstellt und diese skizziert. Damit jeder grob wusste, was wo auf der Leinwand auftauchen sollte, war die Skizze mit einem Raster versehen. Das Was und Wo war damit klar, aber noch nicht das Wie, schließlich sollte das Bild anschließend im Foyer des Kunstquartiers hängen und nach Hundertwasser aussehen und nicht nach einem Gemüseteller.

Nuri Irak und seine KünstlergruppeDank der Bilder und Fotos konnten sich alle einen Eindruck verschaffen, welche Farben wo aufgebracht werden mussten. Wer sich nicht selbst ans Mischen der Farben wagte, dem half Nuri Irak, wie er auch sonst manches Mal hilfreich zur Seite sprang. Deshalb auch die gerunzelte Stirn auf dem Foto, da war wohl doch etwas schief gegangen und musste nachgearbeitet werden.

Die Künstler der Hommage an HundertwasserAm Ende aber war das Werk fertig. Nicht alle Teilnehmer konnten bis zum Schluss ausharren, aber diejenigen, die noch dort waren, habe ich im großen Raum des Museums mit ihrem Werk einfangen können. Wenn ich jetzt das Bild im Foyer anschaue, tut es mir fast leid, dass ich nicht mitgemacht habe. Es wirkt sehr gut und macht neugierig auf die Hundertwasser-Ausstellung, die ab dem 1. Februar zu sehen sein wird. Das Interesse ist so groß, dass die Eröffnung bereits ausverkauft ist. Wie gut, dass ich rechtzeitig eine Karte besorgt habe. Bis dahin freue ich mich über die Hommage an Friedensreich Hundertwasser von Oliver Grosch, Daniela Hartmann, Carolin Möller, Katrin Plate, Barbara Schmidt, Sabine Stabenau-Borggräfe, Maikel Stricker, Barbara Struckmeier, Moritz Wetter und Nuri Irak. © Birgit Ebbert

Blogbeitrag zur Ankündigung der Hundertwasser-Ausstellung

Weitere Informationen auf der Seite des Osthausmuseums

Internetseite von Nuri Irak