(21.11.2015) Nun ist es also soweit! In den Schaufenstern glitzert Weihnachtsdeko, Leute hasten mit großen Tüten durch die Stadt und vor meinem Fenster gibt es Eierpunsch 🙂 Deutliche Zeichen dafür, dass Weihnachten näherrückt. Gestern wurde am späten Nachmittag der Weihnachtsmarkt von Organisator Dirk Wagner mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz und dem einem Weihnachtsengel eröffnet. Über 90 Stände laden in diesem Jahr zum Gucken, Kaufen und Verweilen ein und an der Konzertmuschel finden wieder viele Veranstaltungen statt, den Auftakt machte gestern die Feuerwehr Bigband aus Schwelm – ein toller Auftritt, den ich leider nicht bis zu Ende genießen konnte, weil ich unbedingt die neuen Schauspieler im Theater an der Volme erleben wollte.

In dem kleinen Theater am Rand der Elbershallen wartete ein humorvoll-festliche geschmücktes Weihnachtszimmer auf die 100 Besucher der Premiere von Kerzenschein und Mandelduft. Schon bei der Begrüßung durch Theaterhund Hastings, der sich mit seinem Pokerface für eine Rolle in einer Pokerrunde empfahl, wurde deutlich, dass wir kein sentimentales Weihnachtsprogramm sehen würden, sondern witzige Unterhaltung mit Weihnachtsflair.

So war es denn auch. Wir wurden Zeuge, wie „Ein diplomatischer Zwischenfall“ die grauen Zellen von Hercule Poirot in Gang setzte, erlebten Herbert Knebels Leid in der „Wurstthekenschlange“, bekamen Anregungen für den Fall, dass sich an Heiligabend herausstellen sollte, dass kein „Lametta“ im Haus ist, und nahmen dank Weihnachtsswing von Dario Weberg den einen oder anderen Ohrwurm mit nach Hause. – Ich versuche die ganze Zeit, „Let it snow“ loszuwerden, weil ich heute keinen Schnee gebrauchen kann. „Santa Claus“ könnte von mir aus „in Town“ sein, aber „White Christmas“ brauche ich noch nicht. Ich habe mich allerdings zwischendurch gefragt, ob der Texter von „Blue Christmas“ das Lied vielleicht als Hymne für „Blau unterm Baum“ geschrieben hat. Aber das nur am Rande bemerkt.

Nun hätte ich fast den zweiten neuen Darsteller vergessen: Auch Theaterhund Poirot hatte seinen Auftritt, majestätisch schaute er ins Publikum, nachdem er sich geweigert hatte, sein Weihnachtsgedicht selbst zu verlesen. Eine herrliche Idee – wie das Programm überhaupt gespickt war mit amüsanten Anekdoten und kleinen Texten und Moderationen, die kollektives Lachen im Publikum hervorriefen.

Dario Weberg und Indra Janorschke haben wieder eine bunte Mischung rund um Weihnachten zusammengestellt, die einem einen wunderbaren Abend beschert und mit einem Augenzwinkern auf Weihnachten einstimmt. Ich überlege schon, ob ich mir am Nachmittag des vierten Advent noch eine zweite Vorstellung gönne – einfach so, zur Einstimmung aufs Weihnachtsfest. Vielleicht sehen wir uns ja dort. © Birgit Ebbert

Weitere Vorstellungen von Kerzenschein und Mandelduft: 28.11. (Theater und Menü), 29.11., 06.12., 12.12. (15 Uhr), 20.12. (15 und 18 Uhr)

Informationen und Kartenvorbestellung: www.theaterandervolme.de

Programm des Weihnachtsmarkts