(20.03.2013) Heute Abend musste ich den Hagen-Krimi links liegen lassen, denn heute war ich im Sparkassen-Karree zur Aufführung der Kinderoper „Brundibár“. Als Autorin eines Romans, der am Anfang des dritten Reichs spielt, war das quasi ein Pflicht-Termin, der sich allerdings schnell in einen Kür-Termin verwandelt hat.

Nach einer Einstimmung mit jiddischen Liedern auf der Drehorgel durch Reimund Bitter und durch das „Ensemble Draj“ wurden die Zuschauer von Schülerinnen und Schülern der Freiherr-vom-Stein-Schule, der Liebfrauenschule und der Hildegardis-Schule nach Theresienstadt versetzt. Dort schrieb der jüdische Komponist Hans Krása 1942 seine Oper „Brundibar“ neu bzw. weiter.

Die Oper erzählt die Geschichte von zwei Kindern, die mithilfe ihrer Freunde den Despoten Brundibar besiegen.

Vor einer beeindruckenden Kulisse, die von Oberstufenschülern der Hildegardis-Schule erstellt wurde, spielen und singen die Hagener Schülerinnen und Schüler, musikalisch unter anderem begleitet von weiteren Schülerinnen und Schülern aus Hagener Schulen.

Die Gesamtleitung für das Projekt lag bei Klaus Beermann, der es geschafft hat, den Kindern die 70 Jahre alte Musik und Geschichte so zu vermitteln, sodass sie sie überzeugend und intensiv wiedergeben konnten.

Eine beeindruckende Inszenierung, zurecht waren alle Plätze belegt und auch, wenn der eine oder andere Schüler lieber den HarlemShake aufgeführt hätte, gab es doch viele, die sich von den Gleichaltrigen und der eindringlichen Darbietung haben fesseln lassen. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Ensemble und Team.

Die WAZ blickt hinter die Kulissen 

Hans Krása, der Komponist der Kinderoper

Über die Kinderoper „Brundibár“