(01.06.2011) Haben wir nicht alle als Kinder Träume, die unerfüllbar scheinen? Wie Bibi Blocksberg zaubern oder Tore schießen wie Franz Beckenbauer, Autofahren wie Michael Schumacher oder vielleicht auch einen König heiraten wie Königin Silvia?

Andreas Stütz hat davon geträumt, mit einem Fliewatüt um die Welt zu reisen, wenn er vor dem Fernseher lag und Robbis Abenteuer mit Tobbi und dem Fliewatüt verfolgte. Zu der Zeit war es vermutlich undenkbar, sich einen solchen Traum zu erfüllen.

Doch die Zeit ist weitergegangen und inzwischen hat Andreas Stütz sich seinen Traum erfüllt. Zusammen mit seiner Frau Melanie, anderen Piloten und Freunden hat er es geschafft, sich seinen Traum zu realisieren. Das war nicht immer leicht, denn so ein Fliewatüt, das heute Gyrocopter heißt, ist nicht unbedingt dazu gedacht, über Wüsten, Meere, hohe Gipfel und tropische Wälder zu fliegen. Es gab so manche Momente, in denen das „Fliewatüt“ des Autors beinahe versagt hätte, doch am Ende ist alles gut gegangen. Geblieben sind dem Autor viele neue Freundschaften, unendlich viele Erkenntnisse über die Freundlichkeit und die Träume der Menschen auf der ganzen Welt und die Erinnerung an Abenteuer, die sich selbst Robbi nicht vorstellen konnte. Diese Abenteuer und seine Begegnungen schildert Andreas Stütz in seinem faszinierenden Buch „Weltflug. Zwei Überflieger auf fünf Kontinenten“.

Das Bild auf dem Cover zeigt dem Leser immer wieder, dass hier nicht von einem Flug im Jumbo Jet oder Airbus die erzählt wird, sondern von einem winzig wirkenden Tragschrauber. Eine Lektüre, die neugierig und nachdenklich macht, aber auch viel Spaß.

Wer mehr über das Abenteuer Weltflug wissen möchte und erfahren möchte, wie so ein modernes „Fliewatüt“ aussieht, findet dies auf www.weltflug.tv und den DVDs, die über die Flüge entstanden sind.

Auch Andreas Stütz habe ich drei Fragen zu seinem Buch gestellt:

1. Wie haben Sie erfahren, dass es heute ein Fahrzeug gibt, das Robbis Fliewatüt sehr nahe kommt?

Die Schwiegermutter hatte eine Dokumentation über Tragschrauber im Fernsehen gesehen und rief mich an. Ich fand dann im Internet heraus, dass es seit 2004 die Zulassung für diese Art von Flugzeugen in Deutschland gibt.

2. Wie fühlt man sich in so einem kleinen Fluggefährt, wenn weit und breit kein Haus zu sehen ist?

Der Ausspruch „Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand“ müsste noch um eben diese Situation ergänzt werden.

3. Werden Sie weiterhin mit Ihrem Gyrocopter unterwegs sein? Wenn ja, welches Land würden Sie gerne noch bereisen?

Wir sind über die schönsten Landschaften der Welt geflogen. Der Kindheitstraum ist erfüllt.

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