Der Würger von Wehringhausen(30.09.2017) Im Theater an der Volme hatte gestern das dritte Hagen-Kriminalstück von Stefan Schroeder seine Uraufführung: Der Würger von Wehringhausen. Ja, das war eine Uraufführung wie übrigens viele Stücke in dem kleinen privaten Theater auf dem Elbersgelände. Die Persiflage auf Edgar Wallace wurde speziell für das Hagener Publikum geschrieben und traf wieder auf große Begeisterung bei den Premierenbesuchern.

Die Kriminalstory

Würger von WehringhausenWie der Titel schon sagt, treibt in Hagen ein Serientäter sein Unwesen. Ein Hagener Bürger nach dem anderen scheidet dahin, ohne das Chefinspektorin Derrick, die seit den früheren Mordfällen erneut befördert wurde, einen Täter im Visier hat. Zusammen mit Privatdetektiv Elvis Blond jagt sie Spuren nach und landet hinter Oege, unter der Hasper Talsperre und am Ende sogar mitten in einer Vorstellung im Theater an der Volme. Dank ihrer Beobachtungsgabe und Kombinationsgabe findet sie heraus, wer der Täter ist und warum er seine Mordgelüste an Hagenern auslässt, das kann ich verraten. Aber wer sich als Täter entpuppt, das müsst ihr euch selbst anschauen.

Die Darsteller

Unter der Regie von Stefan Schroeder ist auch dieses Mal wieder ein heiteres Verwirrspiel gelungen, das den vier Darstellern einiges abverlangt. Doch das meistern sie mit Bravour, Indra Janorschke gibt nicht nur die forsche Chefinspektorin, sondern drei weitere Rollen, Carola Schmidt schlüpft mal in die Rolle der Chefsekretärin und ist neben acht anderen Rollen dann – meine Lieblingsfigur J – als herablassende Chefärztin der Herbert-Reinecker-Klinik, in der geistig vewirrte Menschen ein Zuhause finden, zu sehen, eine tolle Leistung. Dario Weberg kann sein Verwandlungsgeschick so richtig ausleben, ob als Wahrsagerin oder Polizeifotograf mit Hang zum Selfie mit den Toten, als Sänger oder französicher Hofmaler. Auch Stefan Schroeder hatte einiges zu tun, seine Maskerade immer aufs Stichwort zu wechseln, mal Taucher und mal Bürgermeister, mal Elvis Blond und mal Napoleon sind im gut gelungen.

Mein Fazit zum Würger von Wehringhausen

Neben den Leistungen der Darsteller haben die kleinen Gimmicks, die wir aus früheren Stücken kennen, überzeugt: Der Bilderrahmen, der zum Fenster wird, die kleinen Videoanimationen, die die Handlung begleiten, die Anagramme, die der Täter hinterlässt und die skurillen Gesangseinlagen. Mein Fazit: ein witziges Stück mit viel Lokalkolorit, das die Lachmuskeln strapaziert, aber auch dem Gehirn einiges abverlangt. © Birgit Ebbert

Die nächsten Aufführungen: 22.10., 02.11., 03.11., 04.11., 05.11., 26.11., 13.12., 06.01., Karten und weitere Informationen: www.theaterandervolme.de