Lernbegleitung(12.01.2018) Eigentlich habe ich schon als Schülerin begonnen, mir Gedanken zu machen, wie ich mir selbst am besten Lernstoff vermittle. Als Fünftklässlerin habe ich Vokabelblätter für den LÜK-Kasten geschrieben und als Tertianerin habe ich für meine Nachhilfeschülerin Lernspiele entwickelt. Bereits als Medienreferentin habe ich an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg Studenten vermittelt, wie sie Medienpädagogik in den Unterricht integrieren können und als Dozentin bei Lehrerfortbildungen mit den Teilnehmern zusammen Konzepte zur Vermittlung von Unterrichtsthemen entwickelt.

Täglich praktische Lernbegleitung

Der Weg zur Autorin von pädagogischen Handreichungen reicht also weit zurück und während der Zeit habe ich immer selbst mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet – in Schulprojekten, in Freizeiten oder in Workshops wie sie auch heute noch stattfinden. Seit meiner Ausbildung als Lerntherapeutin in den Duden Instituten für Lerntherapie und meiner Selbstständigkeit als Lernbegleiterin mit den Lerncentern Die Lernbegleiter habe ich fast täglich mit Schülern zu tun. Ich helfe ihnen, ihre Schwächen zu überwinden, was immer viel Kreativität und Einfühlungsvermögen verlangt, um für jeden Schüler genau die passende Strategie zu finden. Aber genau solche Herausforderungen liebe ich. Besonders freut mich, wenn ich das, was dabei entsteht, als Autorin in Handreichungen für andere Pädagogen festhalten kann. So sind in den letzten Jahren einige Veröffentlichungen entstanden.

LRS in der Sekundarstufe I

Eine der ersten Veröffentlichungen zum Thema Lernbegleitung in der Schule war die Handreichung für Pädagogen aus Schule und außerschulischen Institutionen der Lernbegleitung zum Thema LRS. Mich hatte in meiner Arbeit immer gestört, dass die Aufgabenblätter für die Begleitung von LRS-Schülern eher Themen von Grundschulkindern aufgriffen. Also habe ich ein Konzept für eine Handreichung entwickelt und mit dem Care-Line-Verlag einen Partner für die Realisierung gefunden.

Schulfähigkeit fördern

Die Frage, was ein Kind mitbringen sollte, damit sein Schulstart optimal gelingt, beschäftigt mich besonders. Gerade weil ich täglich erlebe, mit welchen grundlegenden Defiziten Schüler zu uns in den Nachhilfeunterricht kommen. Deshalb habe ich in dem Handbuch für Pädagogen 2010 die wichtigsten Vorläuferfähigkeiten zusammengetragen. Das Buch ist in der dritten Auflage noch im Don Bosco Verlag erhältlich.

Die 50 besten Schreibspiele & Spiele zur Feinmotorik

Ebenfalls im Don Bosco Verlag sind zwei kleine Spielbüchlein erschienen. Eines enthält 50 Schreibspiele, die größtenteils auch bereits in der Arbeit mit Vorschulkindern und Erstklässlern eingesetzt werden können. Das war mir wichtig, weil ich immer wieder feststelle, dass solche Spiele die Neugier auf die Schule fördern und die Motivation für den nicht leichten Schreiblernprozess wachhalten. Dazu passen die Spiele zur Feinmotorik, mit denen Kinder üben, ihren Körper gezielt einzusetzen, was wichtig ist, um den Stift richtig zu halten, aber zum Beispiel auch, um verständlich zu sprechen.

Rechengeschichten zum Vor- und Selberlesen

Diese Sammlung von Geschichten rund um Zahlen hat mir besonders Freude bereitet, weil ich leider täglich erlebe, dass nicht nur Kinder, sondern auch ihre Eltern keinen Bezug zur Mathematik haben. Die meisten hassen Textaufgaben, dabei sind diese nichts anderes als Geschichten rund um Alltagsbegebenheiten, bei denen Zahlen wichtig sind. Die Idee für die Arbeitshilfe kam vom Verleger des Schulwerkstattverlags, aber ich war sofort begeistert, als er davon sprach.

Da fällt mir ein, dass ich auch schon für Online-Portale von Schulbuch-Verlagen Arbeitsblätter konzipiert habe, das hatte ich ganz vergessen. In meinem Computer und in meinen Ordnern schlummern viele weitere Ideen und Übungen, vor allem meine Lernspiele würde ich gerne noch in einer Handreichung zusammentragen. Sortiert habe ich sie schon, aber bisher hat es sich noch nicht ergeben, dass ich sie einem Verlag angeboten habe. Und ich träume noch von einer Handreichung, mit der Kinder und Jugendliche zum Schreiben motiviert werden können, aus der „Krimiwerkstatt“, die ich für die Lerncenter konzipiert habe, ließe sich leicht eine Arbeitshilfe entwickeln. Ohnehin gibt es da noch einige Materialien, die ohne großen Aufwand umgesetzt werden können – von Übungsblättern bis zu kompletten Kursen. Vielleicht wird ja irgendwann etwas daraus. © Birgit Ebbert