(11.07.2013) Nachdem die Buchpremiere geschafft ist, kann ich auch die Dramaturgie der „Brandbücher“-Lesung verraten, dann habe ich gleich eine Gedächtnisstütze für die nächsten Veranstaltungen.

Ehe es losging, habe ich zwei Lesepunkte eingerichtet, damit die Zuhörer schnell erkennen, in welcher Zeit sie sich gerade befinden. Lese ich über die heutige Zeit, sitze ich an einem Tisch, auf dem Nachauflagen „verbrannter“ Bücher liegen. Die Geschehnisse aus 1933 lese ich an einem Stehpult, vor dem Ausgaben „verbrannter“ Bücher liegen, die vor 1933 erschienen sind.

Am Anfang habe ich ein wenig über die Entstehungsgeschichte des Romans erzählt.

Nachdem Martin Brödemann mein Lieblingsstück „Irgendwo auf der Welt“ gespielt hat, habe ich abwechselnd am Tisch und am Stehpult gelesen.

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Um deutlich zu machen, wann ich die Karten aus dem dritten Handlungsstrang lese, habe ich diese Karten in wirklich mühevoller Klein- und Handarbeit gebastelt und von den Karten gelesen.

Am Ende des Lesungsteils gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Und schließlich habe ich noch Bücher signiert – besonders daran könnte ich mich gewöhnen.

Fast hätte ich vergessen, weshalb ich so nervös war. Damit die Zuhörer auch wirklich immer wissen, in welcher Zeit wir uns befinden, gab es bei dieser Lesung noch passende Folien zur Zeit inkl. der Postkarten, die im Buch erwähnt werden.

Leseort: Theater an der Volme, Hagen  

Am Piano: Martin Brödemann

Fotos: Beech Mackenbach & Ulrich Wens

Wie genau diese Lesung an anderen Orten aussieht, hängt natürlich von den Möglichkeiten ab. Falls Sie Interesse an einer Lesung haben, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.

Und darum geht es in meinem Kriminalroman Brandbücher

Karina findet im Haus ihrer verstorbenen Großtante seltsame Postkarten. Die Suche nach den Hintergründen führt sie in das Jahr 1933, als ihre Tante Haushälterin bei dem jüdischen Buchhändler Jakob Weizmann war. Katharinas Großtante erlebt, wie Hitlers Macht in dem kleinen münsterländischen Städtchen wächst.
Samuel Weizmann, der Sohn ihres Arbeitgebers, wird Zeuge, wie die Studenten, allen voran sein ehemaliger Freund Bruno Schulze-Möllering, in Münster die Bücherverbrennung vorbereiten, um ihre Zustimmung zu Hitlers Weltanschauung zu demonstrieren. Immer wieder wird Samuel Opfer von judenfeindlichen Angriffen, vor allem von Bruno Schulze-Möllering, der sowohl in Münster als auch in seiner Heimatstadt keine Gelegenheit auslässt, seinen Hass gegen den ehemaligen Freund auszuleben.
Karina kann sich vorstellen, was Samuel und ihre Tante erlebt haben, trifft sie bei ihrer Recherche doch auf ein teuflisches Netzwerk, das am Ende sogar ihr Leben bedroht.