(08.07.2017) Seit Donnerstag ist meine LiteraturArt für sieben Wochen, bis zum 26. August, im KunstSchaufenster der Rathausgalerie Hagen zu sehen. Im KunstSchaufenster ermöglicht die Rathausgalerie in Kooperation mit dem Osthausmuseum regionalen Künstlern ihre Werke zu präsentieren und ich bin stolz wie Oskar, dass ich meine LiteraturArt dort zeigen darf und habe mir viele Gedanken über die Gestaltung des Raumes gemacht. Er ist ganz anders als das Café im Theater an der Volme, wo ich im Oktober zum Start des Projektes ausstellen durfte, und in der Stadtbücherei Stuttgart-Vaihingen. Deshalb habe ich seit Monaten an großen LiteraturArt-Exponaten gearbeitet, die die Möglichkeiten des Raumes ausnutzen.

Die Idee der LiteraturArt

Auf die Idee für die LiteraturArt kam ich, als ich nach einer Möglichkeit suchte, Texte auf andere Weise als in Büchern oder anderen Medien zu präsentieren. Und ich suchte ein Feld, in dem ich experimentieren kann, ohne dass ein Verlag das Projekt ablehnt oder ein Lektor Gedanken, die ich wichtig und richtig finde, überarbeitet. Nach Fotos mit Texten, die übrigens noch vorhanden sind, wenn jemand Interesse hat :-), bin ich beim Werkstoff Papier gelandet. Meine Texte sind jetzt nicht oder nicht nur auf Papier gedruckt, sondern in gefaltete Papierobjekte eingebettet. Und da lasse ich mir nicht reinquatschen, nicht in die Texte und Farben und Formen und Muster und schon gar nicht lasse ich mir vorschreiben, dass dies oder jenes in einen Rahmen gehört oder nicht in einen Rahmen passt. Wem ein Bild nicht gefällt, der kann ja weggucken 🙂 Aber bisher sind dir Rückmeldungen eher positiv, was ich natürlich angenehmer finde 🙂 Ich bin gespannt, wie die Reaktionen auf die neuen Modelle in der neuen Ausstellung sind.

Die Kernelemente meiner LiteraturArt

Das Faszinierende an dem Werkstoff Papier ist, dass man immer neue Möglichkeiten findet, es zu verarbeiten. Auf meiner PapierZen-Seite findet sich eine Liste von Papierkünstlern, für den Notfall, falls mir die Ideen ausgehen 🙂 Angefangen habe ich mit den Schönheitsformen von Friedrich Fröbel, die auch heute noch in vielen Bildern Verwendung finden, weil ich „meine“ Grundform so schön und entspannend finde. In dem Bild „Kupfer-Stiche“ habe ich eine Technik aufgegriffen, die ich 2016 auf der Creativa mit Stoff gelernt und für mich interpretiert habe. Dazu brauchte ich Kreise, die zu Fünf- bzw. Sechsecken gefaltet wurden. Neu in der Ausstellung ist das Quadrat aus neun Quadraten, die mit Sonobe-Würfeln gefüllt sind. Der Sonobe-Würfel ist ein klassisches Origami-Modell, das aus sechs einfach zu faltenden Modulen zusammengesteckt wird. Auch die Installation „Verwandlungen“ besteht aus Elementen, die eher selten sind. Ich habe im Internet lange gesucht, bis ich die Anleitung fand. Man findet sie unter der Bezeichnung „Ninja-Stern“ und das Besondere ist, dass man den Stern zu einem Ring auseinanderziehen bzw. diesen zu einem Stern zusammenschieben kann, was man in der Ausstellung auch darf 🙂 Und dann gibt es ein Bild mit meiner neuen Lieblingstechnik, die ich bei der Recherche für den PapierZen-Workshop in der VHS entdeckt habe. Das Modell stammt von Paolo Bascetta, ist aber kein Bascetta-Stern, sondern ein Rad, Zahnrad oder wie ich es nenne Falt-Mandala, für das 14 ganz leicht zu faltende Elemente zusammengesteckt werden. Das sieht so toll aus, vor allem, wenn man 14 gleiche Papiere hat. Und natürlich ist wieder ein Bild mit „Kaleidozyklen“ zu sehen, die ich dieses Mal aus Katalogen mit Modellautos gefaltet habe, die mir die Firma Modellbau Pelzer freundlicherweise spendiert hat 🙂 Es gibt also einiges Neue zu sehen.

Das Tor der Träume

Das ist der Anfang vom Tor der Träume 🙂

Und dann habe ich mir etwas überlegt für die Ausstellung, damit sich alle Besucher verewigen können, wenn Sie möchten, und um mein Thema Kindheitsträume zu reaktivieren. Ich werde ein Tor der Träume „bauen“ – mit Träumen aus meiner Kindheitstraumsammlung und Träumen der Besucher. Sie brauchen sie nur auf Faltpapier zu schreiben, den Rest mache ich dann 🙂 Die ersten Träume habe ich von den Schreibkids und im Lerncoach-Seminar gesammelt, wer mag kann mir seinen Traum per E-Mail schicken oder hier posten, dann wird er auch verfaltet und Teil des Tores. Ja, ich weiß, man kann sich das Leben auch einfacher machen, aber so ist es doch viel spannender.

Vielleicht sehen wir uns ja in der Ausstellung, die Eröffnung ist am 6. Juli um 18.00 Uhr (Rathausgalerie Hagen 1. Stock neben dem Gummibärchen-Laden 🙂 oder für Bastler gegenüber von Xenos). Ich freue mich sehr, dass Dietmar Schneider von der Kooperative K die Einführung gehalten hat und freue mich über die positiven Reaktionen der Besucher der Vernissage. Auf www.literaturart.de und bei Facebook sind immer aktuell die Termine zu finden, an denen sich sonst noch in der Ausstellung sein werde. Auf jeden Fall heute von 14.00 bis 17.00 Uhr, da werde ich mir gleich mal ein Carepaket zum Falten einpacken 🙂 © Birgit Ebbert