LitMotion(10.08.2016) Gestern ging es in dem Workshop an die Stifte und ich habe hier nun einen ganzen Stapel voller Werke liegen, die ich für unser LitMotion-Buch aufbereiten muss. Mal sehen, wie mir das gelingt. Jetzt erst einmal der kurze Bericht über den Tag.

In einer ersten Runde haben wir die vier Texte, die wir als Basis ausgesucht haben, noch einmal gelesen und Stichworte dazu gesammelt. Ich habe sie an der Pinnwand gesammelt, während sich die Teilnehmerinnen mit Stift und Zetteln nach und nach mit „Erstarrung“ und „Rückblick“, „Stürmischem Morgen“ und „Mut“ beschäftigt haben und im Hintergrund die Instrumentalversion der ausgewählten Lieder lief.

Erste Wege zu eigenen Texten

c-ulrich-wens-P1320395Beim Nachdenken über Begriffe, die zu den Texten passen, kristallisierten sich die Vorlieben für einzelne Texte heraus. Manche blieben bei dem Lied, das sie gestern ausgewählt haben, andere wechselten noch einmal das Thema. Um in den eigenen Text hineinzukommen, lautete die Aufgabe, einen Satz aufzuschreiben, der einem zum Text einfällt – eine Inhaltsangabe oder eine Erinnerung, eine Assoziation oder ein spontaner Gedanke.

200 Jahre alte Texte aktualisieren

c-ulrich-wens-P1320493Schließlich verteilten sich die Teilnehmerinnen in der Bücherei und suchten sich gemütliche Schreibplätze, um ihren eigenen Text zum Thema zu schreiben. Wie sie daran gehen, blieb jeder selbst überlassen, wer ein Gedicht schreiben wollte, schrieb ein Gedicht, und wer eine kleine Geschichte verfassen wollte, durfte auch diese aufschreiben. Seit Wilhelm Müller die Texte zu Schuberts Musik geschrieben hat, haben sich ja auch die Textvorlieben geändert. Die eine oder andere hat sich darauf beschränkt, die Textstellen, die ihr veraltet erschienen, in ihre Sprache zu übertragen. Eine wirklich bunte Mischung ist so entstanden.

Auf dem Weg zum Buch zu LitMotion

c-ulrich-wens-P1320433fAber mehr verrate ich noch nicht. Auch deshalb, weil ich noch nicht entschieden habe, ob die Texte alle so nebeneinander stehen bleiben oder ich manche zusammenfasse zu einem Text. Beides wäre gut möglich. Heute Vormittag, während die Teilnehmerinnen sich mit Mona Stöcker an die Bewegungen zu der Musik machen, werde ich das entscheiden. Spannend bleibt das Projekt auf jeden Fall, aber ich bin schon sehr zufrieden, weil ich weiß, dass wir auf jeden Fall eine gute Textbasis haben. Manche Texte haben uns schon in der abschließenden Vorleserunde gefesselt und beim Abschreiben gerade eine Gänsehaut hervorgerufen. Toll, was Jugendliche aus alten Texten herausholen können. © Birgit Ebbert

Fotos: Ulrich Wens www.moment-aufnahmen.info

Der 1. Workshop-Tag

Vorbereitung des Workshops