LitMotion Bewegte Literatur(28.06.2016) Nach dem Plakat-Workshop erwartet mich in diesen Sommerferien die nächste Herausforderung. Die Stadtbücherei hat die Idee, ein klassisches Musik-Werk in unsere Zeit zu übertragen. Dafür werde ich mit den Teilnehmern des Sommerferien-Workshops Texte modernisieren. Mona Stöcker von mstage wird mit ihnen das Ganze dann in Tanz und Bewegung umsetzen. Und damit das Ergebnis in unsere Zeit passt, wird es ein Fotobuch geben. Da haben wir uns etwas vorgenommen! Aber ich finde unser Titel „LitMotion “ klingt schon vielversprechend, oder? Wie immer habe ich zur Vorbereitung erst einmal recherchiert, was die anderen so zum Thema bewegte Literatur machen.

Literatur und Tanz – doch eine Seltenheit

Andrea Honickel, die das Projekt leitet und die auch die Idee hatte, meinte bei unserem ersten Gespräch, die Verbindung zwischen Literatur und Tanz gebe es oft, da könnte ich im Internet viel finden. Pustekuchen! Ich habe immerhin einen Beitrag gefunden, in dem wörtlich steht: „Im breiten Spektrum intermedialer Verflechtungen der unterschiedlichsten Kunstrichtungen scheint es eine Leerstelle zu geben: Die Begegnung von Literatur und Tanz.“ Das sagt ein Zentrum für Bewegungsforschung und die Leute dort sollten es wissen. Bei der ersten Recherche hatte ich ein déjà-vu – genauso saß ich im letzten Jahr da, als ich nach Konzepten für Literaturplakat-Workshops suchte. Aber das Ergebnis war dann ja doch sehr gut, sodass ich optimistisch bin, dass mir auch dieses Jahr etwas einfällt. Und wenn Mona Stöcker sagt, sie kriegt zu jeder Musik etwas hin, werde ich doch wohl zu jedem Text mit den Teilnehmern etwas aufs Papier bringen. Das Musikstück steht natürlich schon fest, aber ein bisschen Spannung muss ja noch erhalten bleiben 🙂

Ein hilfreiches Suchergebnis zu LitMotion

Natürlich habe ich nicht nach LitMotion gesucht, um Anregungen zu finden. Die Wortschöpfung stammt schließlich von uns. Ich habe nach der Verbindung von Tanz und Literatur gesucht. Dabei habe ich erfahren, dass Rilke, von Hofmannsthal und andere Dichter sich vor 100 Jahren vom Tanz haben inspirieren lassen. Interessant, aber wenig hilfreich. Natürlich gibt es Ballettinszenierungen zu der einen oder anderen Geschichte und Ende des letzten Jahrhunderts gab es Ansätze, Literatur zu tanzen, aber im 21. Jahrhundert wird das, so las ich in einem Artikel, eher vermieden. Na, super! Aber wir wollen es versuchen. Ganz verrückt ist das wohl doch nicht, denn in der Zeitschrift Kunst Medien Bildung habe ich einen Beitrag entdeckt zum „pädagogischen Potenzial einer spartenverbindenden Projektarbeit zwischen Tanz und Literatur“. Keine Sorge, der Workshop wird weder Literatur- noch Musik- oder Tanzseminar. Im Vordergrund stehen der Spaß und das gemeinsame Tun, aber der Text eignet sich gut, damit ich weiterdenken kann. Das tue ich jetzt auch und bin selbst gespannt auf das Ergebnis.

LitMotion – Bewegte Literatur

Wenn ich unsicher bin, gucke ich mir abwechselnd den Kalender mit unseren Werken aus dem letzten Workshop an und die Einladung zum diesjährigen Workshop LitMotion. Falls ihr in Hagen wohnt und Kids im Alter von 11 bis 14 zu Hause habt, die Lust haben, mit uns etwas auszuprobieren – eine Anmeldung ist ab sofort möglich bei Andrea Honickel, andrea.honickel@stadt-hagen.de, Tel. 02331 2073585 oder persönlich in der Stadtbücherei Hagen im Gebäude Cinestar. © Birgit Ebbert

Blogbeiträge über den Workshop:

LitMotion – Literatur in Bewegung bringen

LitMotion – alte Literatur neu schreiben

LitMotion – Namen in Bewegung bringen

Einladung LitMotion