Mach dich KunstAb dem 21. Januar gibt es im Osthausmuseum eine Ausstellung, bei der Fotografieren ausdrücklich erwünscht ist. 24 bedeutende Werke der Kunstgeschichte wurden so reproduziert, dass die Besucher Teil des Bildes werden und sich so fotografieren lassen können.

Von der Idee zur Ausstellung

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Ausstellung hatte das Tübinger Institut für Kulturaustausch. Zusammen mit dem Osthausmuseum hat es die Werke ausgewählt und die Ausstellung konzipiert, die anschließend auch in anderen Museen gezeigt werden soll. Noch sind die deutschen Museen wohl eher skeptisch, zumindest erklärte Dr. Tayfun Belgin, Direktor des Osthausmuseums, beim Pressegespräch, dass die Nachfrage aus dem Ausland deutlich größer sei. Na, das kann sich ja ändern, wenn die Museumsvertreter in Hagen waren und den Zauber der Ausstellung live erlebt haben. Wer natürlich möchte, dass es in seinem Museum eher ruhig ist, für den ist dieses Projekt wirklich nicht geeignet. Schon bei der Pressepräsentation ging es lustig zu.

Mach dich zum Kunstwerk

Mit der Ausstellung möchte das Museum bewusst auch das junge Publikum ins Haus holen, mit den Hashtags #machdichkunst und #participate können die Besucher über ihre Fotos Teil des Projekts werden. Das Osthausmuseum hat extra zu diesem Anlass einen Instagram-Account eingerichtet und wird auch bei Facebook und Twitter fleißig beobachten, welche Kunstwerke entstehen. Bei den 24 Fotokulissen aus der Kunstgeschichte ist für jeden Geschmack etwas dabei. Gleich im Eingang erwartet die Besucher das Bild „Pulp Fiction“ von Banksy, einem Streetart-Künstler, Pop Art-Künstler wie Mel Ramos mit „Chiquita“, Keith Haring „National Coming Out Day“ und Roy Lichtenstein mit „Thinking of Him“ sind ebenso vertreten wie Sandro Botticellis „Geburt der Venus“ oder Salvador Dalís „Die Beständigkeit der Erinnerung“. Fans der Impressionisten können in Edgar Degas` „Tänzerinnen an der Stange“ ihre Körperspannkraft unter Beweis stellen, wer eher dem Expressionismus zugeneigt ist, kann Teil von Edvard Munchs „Der Schrei“ werden oder in Franz Marcs Bild „Blaues Pferd I“ einsteigen.

Grenzenlose Fantasie

Das schöne ist, dass der Fantasie beim Posieren keine Grenzen gesetzt sind. Natürlich kann man sich neben die kleinen Ballerinen an der Ballettstange stellen, aber vielleicht hält man ihnen auch das Smartphone hin, weil gerade ein Telefonat eingeht. Ich bin sehr gespannt, was sich die Besucher ausdenken werden. Der Einsatz des Schirms beim Pressegespräch ist schon ein Beispiel dafür, dass alles möglich ist. Die Hoffnung, die die Ausstellungsmacher damit verbinden, ist, dass junge Menschen an Kunstwerke herangeführt werden und sich durch aktives Tun mit dem Werk auseinandersetzen. Dazu dienen auch die Informationstafeln zu den Kunstwerken, die ein wenig über die Hintergründe des Künstlers und das Werk preisgeben.

Die Ausstellung läuft vom 22. Januar bis zum 4. Juni 2017, sie wird am 21. Januar um 16.00 Uhr eröffnet. Der Eintritt zur Vernissage ist frei, ansonsten kostet die Eintrittskarte für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren 3 €, für Schüler, die mit der Schule kommen, 1,50 €.

Weitere Informationen: www.osthausmuseum.de und vor allem bei Facebook, Twitter und Instagram unter #participate und #machdichkunst (#machdichkunst bei Facebook / #machdichkunst bei Twitter / #machdichkunst bei Instagram)