(15.12.2017) Gestern Abend haben Mama und Luigi erneut ihr Unwesen im Theater an der Volme getrieben. Ihr erinnert euch – im Januar 2016 eroberten Beate Wieser in der Rolle der Mama Irene, sprich: Mutter der Kriminalbeamtin Lisa, und Dario Weberg als charmant-dreister Luigi erstmals die Bühne im Theater an der Volme. Seither waren sie schon in eine Entführung Arrabiata verwickelt und haben die Hochzeit Capricciosa erlebt. Inzwischen ist der Beziehungsalltag eingekehrt, allerdings tut Luigi sich noch immer schwer mit seinen Job.

Einbruch Confusio

Aber es ist Luigi gelungen, zumindest einen Praktikumsplatz in der Abteilung von „Bambina“ Lisa zu ergattern. Als „Praktikante“ will er dafür sorgen, der Einbruchskriminalität im Städtchen auf die Spur zu kommen. Schließlich hat der Polizeipräsident persönlich Lisa aufgetragen, Luigi unter ihre „Fitten“ zu nehmen 🙂 Luigis Euphorie geht jedoch schon auf dem Weg zur Arbeit verloren. Kurzum: Er hat nichts zu tun und denkt im Telefonat mit Mama Irene darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Die Ankündigung versetzt Irene in Alarmbereitschaft und sie mobilisiert ihre Freundinnen Graschna und Esmeralda, um das Schlimme zu verhindern. Den drei Frauen ist klar: Ein Einbruch muss her, damit Luigi eine Aufgabe hat. Doch wie und wo einbrechen? Die Zeit drängt schließlich. Der Rest – ist Theater 🙂 Schaut doch selbst.

Komödie mit Sprachwitz

Die Lacher während der Szenen bei der Premiere sind der beste Beweis dafür, dass Indra Janorschke und Dario Weberg wieder ein amüsantes Stück gelungen ist. Dario Weberg gibt wieder so überzeugend den Luigi, dass man sich ihn gut in einem Mafia-Film vorstellen kann. Beate Wieser schafft es, Mama Irene eine Dümmlichkeit zu verleihen, die authentisch wirkt – und das mit Krücke, weil sie trotz einer Erkrankung die Premiere spielte. Alissa Schwichtenberg war hinreißend in der Rolle der Esmeralda, ob Rückenschmerzen oder Zerknirschung, man nahm ihr alles ab und wollte ihr am liebsten tröstend über Locken oder Strumpfmaske streichen. Sigrid Janorschke verkörperte die handfest denkende Graschna, die mit „Schlitzwasser“ und Chuzpe die Handlung vorantrieb. Eine amüsante Komödie, die einen den Alltag vergessen lässt. Besonders beeindruckend war das Spiel mit den Fremdwörtern und Sprachbedeutungen, das für viele Lacher beim amonymen Publikum sorgte 🙂 und den Schauspielern eine besondere Konzentrations abverlangt. Eine sehenswerte, unerwartete Fortsetzung von „Mama und Luigi“. © Birgit Ebbert

Die nächsten Termine: 13. Januar und 10. Februar, Karten und Info Theater an der Volme