(12.03.2019) Ja, ich weiß, Karneval ist längst schon Geschichte, die Kulissen vom Bühnenball sind weggeräumt und ihr kämpft alle Fastenvorsätzen oder denkt an die Osterfeuer. Manche Dinge brauchen Zeit 🙂 Und der Bühnenball ist mir in Hagen immer als „das“ Ereignis vermittelt worden, da schreibt man nicht einfach mal so locker mit Grippe-Kopf was zusammen! Damit ihr mit Fastenfrust oder Grippekopf nicht alles lesen müsst, fange ich mit dem Fazit an: Der Bühnenball hat mich und alle, die ich an dem Abend oder danach getroffen habe, begeistert und ich kenne einige, die schon die Karten für den nächsten Ball vorbestellen würden 🙂

Eine Revue zum Einstieg

Für mich begann der Abend mit der Revue, es gab auch die Möglichkeit, nur Ballkarten zu kaufen, eine Bekannte traf ich, die hat statt Revue + Ball zweimal Ball gewählt 🙂 In der Revue ging es um vier Männer, die sich spontan entschieden haben, das gemeinsame Wochenende statt im Sauerland in Paris zu verbringen. Das hätte ein tolles Erlebnis werden können, hätten die Gemahlinnen nicht auch spontan die Idee gehabt, das männerfreie Wochenende für einen Trip an den Eiffelturm zu nutzen. Da sind Verwicklungen vorprogrammiert. Rund um diese Verwicklungen wurden Schlager und Chansons rund um Paris präsentiert, von tollen Stimmen in einer mitreißenden Choreographie. Wie insgesamt, Kostüme, Bühnenbild und Choreographie sehr schön abgestimmt waren, sodass das Publikum quasi in das Thema des Bühnenballs „Moulin Rouge“ hineingezogen wurde. Ob Tänzer, Sänger oder Schauspieler, allen merkte man an, dass sie Spaß an dem Projekt hatten, was vom Publikum mit Zwischenapplaus, Klatschen und Mitsummen belohnt wurde.

Die Party beim Bühnenball

Im Anschluss an den Bühnenball stieg dann der eigentliche Ball. Auf der großen Bühne spielten zwei Live-Bands, zunächst die Schlager Deluxe Party- und Showbands mit alten und neuen Schlagern, ja, ich weiß, das ist ein besonderer Musikgeschmack, aber seid ehrlich, auch wenn man kein Schlagerfan ist, wird man von manchen Hits ja doch mitgerissen 🙂 Und nach Mitternacht präsentierten die Groove Delighters Pop-, Rock-, Disco- und Charthits aus den 80er- und 90er-Jahren, sodass jeder irgendwann auf seine Kosten kam. Und wem die Livemusik nicht zusagte, der konnte im Lutz zur Musik der DJs City und Yoda tanzen. Ich gebe zu, ich habe nicht getanzt, weil sich die Grippe schon ankündete, aber auch für Nicht-Tänzer gab es genug zu gucken und zu hören. Die Musik der Bands natürlich, aber auch die Chansons von Edith Piaf, die Judith Guntermann um Mitternacht darbot. Und dann gab es natürlich das Bistro, in dem an verschiedenen Wagen und Stationen verschiedene Speisen angeboten wurde, mit französischem Flair natürlich, auch getränkemäßig hatte man eine große Auswahl. Man konnte sich an der Foto-Box ablichten lassen oder einfach nur durch die Gänge flanieren und über die zauberhafte Dekoration staunen.

Bühnenball – einmal und immer wieder

Mein Fazit ist, es stimmt, den Bühnenball muss man mitgemacht haben, natürlich kann man die Musik und eine Revue auch woanders erleben. Aber in dem wunderbaren, alten Theater mit vielen gut gelaunten Menschen, die sich fast alle kreativ zum Thema kostümiert hatten, das war schon etwas Besonderes. Ich habe viele Hagenerinnen und Hagener getroffen, die seit Jahren zum Bühnenball gehen und begeistert waren, dass er nach einer Pause nun wieder stattfand. Und ich mir sind viele BesucherInnen begegnet, die zum ersten Mal da waren und unbedingt wiederkommen wollen. Eine herausragende Leistung vom Theater Hagen mit 58//Event und Hummer Catering und allen, die dazugehören oder sonstwie zum Gelingen des Abends beigetragen haben inkl. den Sicherheitskräften von Detsec Security Service, die freundlich im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass sich keiner Sorgen machen musste!

Nachtrag in eigener Sache: 🙂 Ok, eigentlich habe ich ja nur solange mit dem Beitrag gewartet, weil ich euch zeigen wollte, was ich aus den Programmheften gefaltet habe, die ich samstagnachts habe mitgehen lassen 🙂