(13.01.2016) Heute ist der Erstverkaufstag meiner neuen Lernhilfen für Vorschulkinder, die im Klett-Verlag erschienen sind. Das habe ich zum Anlass genommen, zu sortieren, was ich in dem Bereich bisher veröffentlicht habe. Ich war selbst überrascht, wie viele Veröffentlichungen im Laufe der letzten Jahre zusammengekommen sind und ich hoffe, dass die Liste noch länger wird, weil ich es wichtig finde, Kinder zu fördern, ehe sie in der Schule Misserfolge erleben und es eine schöne Herausforderung ist, immer neue Übungen zu entwickeln.

Schon während des Studiums war Vorschulerziehung einer meiner Schwerpunkte, weshalb ich bereits in meiner Stuttgarter Zeit viele Vorträge und Seminare zu dem Thema gehalten habe. Seit ich als Lerntherapeutin und Lernbegleiterin tätig bin, habe ich mich besonders intensiv mit der Frage beschäftigt, was Kinder können müssen, um gut in die Schullaufbahn zu starten. Daraus sind einige Veröffentlichungen für Eltern und Pädagogen entstanden und ich durfte einige Lernhilfen entwickeln, in denen Kinder diese Fähigkeiten mit Spaß einsetzen und üben können.

Natürlich kann man in einem Lernheft oder in einem Buch nicht alles fördern, weder die Entwicklung von Sozialkompetenz noch die gesprochene Sprache zum Beispiel lässt sich mit Papier und Stift unterstützen. Vor allem wird die Feinmotorik trainiert, was für viele Kinder heute schon wichtig ist, weil sie durch die modernen Freizeitbeschäftigungen wenig Übung darin haben, einen Stift zu halten – für das Schreiben unerlässlich. Damit will ich nichts gegen Tabletspiele oder die tollsten Baumaterialien sagen, aber sie sind eine große Konkurrenz für Malen, Zeichnen und Basteln.

Bei Ausmalübungen oder Aufgaben, bei denen das Kind Punkte oder Bilder verbinden muss, wird der gezielte Einsatz des Stiftes gefördert. Gleichzeitig übt das Kind, genau hinzusehen, eine wichtige Fähigkeit, zum Beispiel um Buchstaben und Zahlen zu unterscheiden. Je nach Übung prägen sich bei dem Kind ferner Buchstaben- und Zahlenbilder ein, so wird zum Beipiel seine Merkfähigkeit wird gefordert, wenn es Felder mit vorgegebenen Farben ausmalen muss, sein Abstraktionsvermögen verlangt, wenn es Paare finden soll und schließlich auch Ausdauer und Konzentration trainiert, wenn die Eltern darauf achten, dass nicht jede Seite angefangen, sondern eine nach der anderen beendet wird. Ganz nebenbei, dabei achte ich in meinen Lernhilfen, erfährt es einiges über die Welt und wird angeregt, nachzufragen, was es mit diesem oder jenem auf sich hat oder auch selbst zu erzählen und in manchen Übungen fängt es schon an zu zählen, zu lesen oder zu schreiben.

Die besondere Herausforderung ist inzwischen, immer neue Aufgaben zu entwickeln, deshalb liebe ich es besonders, wenn wie im letzten Jahr konkrete thematische Vorgaben da sind, die ich ausfüllen muss, zum Beispiel Übungen rund um das Thema Hexen oder das Thema Zoo zu entwickeln.

Ich gebe zu, dass ich inzwischen den Überblick verloren habe, wie viele Lernhilfen für Vorschulkinder ich entwickelt habe. Vielleicht sollte ich die doch mal zählen. Dazu gehören unter anderem:

Mein Lieblings-Block (Klett Verlag)
Diese Reihe wurde in den letzten beiden Jahren neu konzipiert mit dem Ziel, dass die Aufgaben und Übungen komplett ohne Text auskommen und von den Kindern ohne Unterstützung Erwachsener bewältigt werden können. Eine große Herausforderung für die Redaktion und uns Autoren, ich war sogar in einer Hagener Kita, um Übungen mit den Kindern zu testen. Aber ich finde, wir haben die Vorgaben gut gelöst, im letzten Jahr sind von mir drei Blöcke und ein Buch erschienen, in diesem Jahr folgen weitere Lernhilfen.

Lernspaß mit Leo Lausemaus (Lingen Verlag)
Die Reihe dürfte, wenn ich es richtig in Erinnerung haben, in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Begonnen haben wir 2006 mit vier Ausgaben für die ersten vier Schuljahre. Inzwischen liegt auch hier der Schwerpunkt im Vorschulbereich, auf „Jetzt geht’s los“ als Schulstart-Ausgabe, folgten ein „Wortschatztraining“, „Schwungübungen“ und in diesem Jahr wird es „Lernspiele zum Schulstart“ geben. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass die Hefte neben Mini-Geschichten zum Einstieg in die Übung und den Übungen außerdem kurze Elterntipps enthalten, wie sie ihr Kind zu Hause fördern können. Diese Tipps würden inzwischen einen Kalender füllen, habe ich festgestellt.

Scout-Schulstart-Koffer (Lingen Verlag)
Für den Scout-Schulstart-Koffer habe ich den Block mit Übungen entwickelt, der in dem Set enthalten ist. Im Mittelpunkt stehen die Leitfiguren Julia und Linus, die in den Aufgaben – vom Labyrinth bis zum Ausmalbild – immer wieder auftauchen.

Mein Vorschul-Block (Klett Verlag)
Das Grundprinzip der Übungen wiederholt sich natürlich von Lernhilfe zu Lernhilfe, aber ich versuche sie stets je nach Schwerpunkt zu variieren. So sind die Vorschul-Blöcke, die ich für die Klett Lerndrachen-Reihe entwickelt habe, zum einen inhaltlich ausgerichtet, in einem stehen eher die Vorläuferfähigkeiten für Mathematik und im anderen eher für Deutsch im Vordergrund, und zusätzlich berücksichtigen die Blöcke die Besonderheiten der Leitfiguren Bibi Blocksberg, Wickie oder die Lerndachen-Familie. Die Ausgaben der Lerndrachen-Familie enthalten zusätzlich einen Schulreife-Check, mit dem Eltern die Vorläuferfähigkeiten ihrer Kinder überprüfen können.

Scout-Lernampel (Lingen-Verlag)
Der Clou dieser Lernhilfe war, dass jedem Block mit Übungen ein Pappraster beigelegt war, mit dessen Hilfe die Kinder selbst überprüfen konnten, ob sie die Aufgabe richtig gelöst hatten, oder nicht. Die Aufgaben waren entsprechend ausgelegt, dass es z. B. beim Labyrinth verschiedene Ziele gab, die eindeutig benannt waren, und sich am Rand der Seite wiederfanden. Dort mussten sie angekreuzt werden, die „Ampel“ zeigte dann grün an, wenn die Lösung richtig war und rot, wenn sie falsch war.

100 Übungen, die …
100uebungen2Bei den drei Büchern, die in dieser Reihe erschienen sind, handelt es sich um Eltern-Kind-Lernhilfen. Zu jeweils 100 verschiedenen Aspekten der Sprachförderung, Konzentration und der Schulfähigkeit finden sich in dem Buch entweder Übungen, die direkt auf den Seiten bearbeitet werden können, oder Vorschläge für Spiele und Aufgaben, die Eltern und Kind miteinander angehen. Das erlaubte eben auch Themen wie Sprachförderung aufzugreifen, die miteinander sprechen und kommunizieren voraussetzt. Ergänzend zu den konkreten Übungen gab es zu jedem Thema einen Elterntipp, der über die Lernhilfe hinausreichte.

Vermutlich gab es darüber hinaus noch das eine oder andere Projekt für Vorschulkinder, an dem ich mitgewirkt habe. Spontan fällt mir noch das Bibi-Blocksberg-Wimmelbuch zur Sprachförderung ein, dessen Texte ich geschrieben habe. Ich bin gespannt, welche neuen Konzepte und Projekte sich noch ergeben werden und werde natürlich berichten 🙂  © Birgit Ebbert