(17.10.2015) Erst bei der Durchsicht meiner Notizen von der Buchmesse ist mir klar geworden, wie viele Gespräche ich geführt habe und wie viel Neues ich entdeckt habe. Dabei bin ich durch die große Ecke für Selfpublisher, die es in dieser Form erstmals gab, sogar nur durchgehuscht, weil es dort so voll war. Ebenfalls neu in Halle 3.0 – früher in einer Ecke in Halle 4 – war ein Stand mit kleinen Unternehmen und Anbietern von Nonbook-Dingen. Da habe ich mich lange aufgehalten und sogar ein paar Dinge gekauft, weil ich so entzückt war.

Zum Beispiel eine Pappwatch, das ist eine Uhr aus Tyvek, einem Kunststoff, der wie Papier aussieht. Ich fand die Idee schön, Künstler Uhrenmodelle kreiieren zu lassen und diese zu einem moderaten Preis anzubieten. Auf die Idee dazu kam Unternehmer und Uhrenfan Marc Hartung, als ihm und seinen Freunden auffiel, dass alle Welt nur noch auf Smartphones schaut und nicht mehr auf eine Uhr. Er schuf ein Konzept für eine hippe Uhr und bastelte einen Prototyp, mit dem er sich auf die Suche nach einem Hersteller begab. Inzwischen umfasst das Sortiment mehr als 200 Motive. => Stissle

Direkt neben den Papieruhren saß Katharina Hornborstel an ihrem Stand. Sie verkauft Wünschelichter – auch eine schöne Idee, oder? Wünschelichter sind Kerzen mit Textaufdruck wie Wohlfühllicht, Glückslicht aber auch Geburtstags- oder Weihnachtslicht. Ich mag ja solche Dinge, die man Menschen schenken kann, die schon alles haben. Kerzen braucht man immer. => Bulla Manufaktur für schöne Dinge www.wünschelicht.de

Weshalb ich an dem Stand von Matthias Meister stehen geblieben bin, weiß ich nicht mehr. Ich glaube, er erklärte gerade einer anderen Besucherin das Konzept seiner Zimmerbumerangs und die fand ich so witzig, dass ich nachgefragt habe, wie er dazu kam. Ganz simpel, so wie viele gute Ideen entstehen. Ein Freund hat bei einem Treffen mit einem Kronkorken gespielt und fand es lästig, dass er aufstehen und ihn aufheben musste. Es wäre doch schön, wenn dieser wie ein Bumerang zurückkäme, fanden die jungen Herren und haben sich auf die Suche nach einer Möglichkeit dafür gemacht. Nun präsentieren sie ihren Bumerang auf der Messe mit dem besonderen Gimmick, dass er außerdem zum Ausmalen ist – nicht einfach so, sondern in Anlehnung an den absoluten Trend Zentangle oder andere Entspannungsmalereien. So witzig, ich habe gleich eine Packung gekauft 🙂 Auf meinen Wunschzettel geschrieben habe ich das zweite Produkt der kleinen Company: Ticayo, ein Kugelfangspiel aus Holz, bei dem man eine Holzkugel auf einem Stab auffangen muss, diesen aber auch wie eine Art Devil Stick nutzen kann. => Tic Toys

Direkt gegenüber der Ticayos stachen mir Blechdosen ins Auge, die mit Stadtplänen bedruckt waren. Es stellte sich heraus, dass nicht nur die Dose mit einem Stadtplan bedruckt ist, sondern sich in der Dose auch ein kleiner Stadtplan befindet – zum Puzzeln an der Kühlschranktür, weil die Teile magnetisch sind. Sachen gibt’s! Unglaublich – übrigens auch ganz frisch eingetroffen einen magnetischen Plüschweihnachtsbaum aus der Dose, bei dem die Dose als Christbaumständer dient. => Extragoods

Und dann hat mich Albstadt wieder eingeholt, wo ich vor zwei Jahren als Albschreiberin war. Dort befindet sich nämlich die Buntbox GmbH, von einem der Gründer, Simon Brodbeck, habe ich mir erklären lassen, was es mit den Buntboxen auf sich hat und vor allem mit den knuffigen Taschen aus Papier, die mir gleich ins Auge gefallen sind. Die Buntboxen sind das erste Produkt des Unternehmens, das Prinzip ist ziemlich einfach, sie bieten bunte Boxen, die als Faltschachtel geliefert werden und deren beiden Teile man farblich kombiniert werden können. Falten ist ihr Thema und so haben sie daran herumgedacht, wie eine gefaltete Tasche aus Papier aussehen könnte. Auf der Buchmesse war sie zu sehen und zu kaufen – die Falttasche passte allerdings nicht in meinen Rucksack, deshalb steht sie auch auf meinem Wunschzettel 🙂 => Buntbox

Mein Wunschzettel nach Besuch der Buchmesse 2015 war eigentlich schon voll, aber ich kam ja noch an einem Stand mit kleinen Steckblumen und einem Brandenburger Tor vorbei, das aussah wie aus Mini-Lego. Am liebsten hätte ich gleich gesteckt, stattdessen habe ich mich erkundigt, was es damit auf sich hat. Es sind „Brixies“, kleine Steinchen, zwischen 0,25 und 2,5 cm groß, aus denen man wie mit Lego Tiere, Häuser und Städte bauen kann. Dafür braucht weniger Platz und sie sehen fast ein bisschen cool aus, kein Wunder, dass es schon Sammler unter Jugendlichen und Erwachsenen gibt und die Steine, die aus dem Westerwald stammen und die es seit etwa eineinhalb Jahren gibt, in der ganzen Welt verkauft werden. => Brixies

Spannend, oder? Ich war wirklich beeindruckt, welche interessanten kleinen Unternehmen es gibt, die aus Deutschland in die ganze Welt ihre Waren vertreiben und wünsche ihnen, dass sie auf der Buchmesse 2015 Kunden und Auftraggeber finden und ihre Visionen umsetzen können. Euch natürlich auch 🙂 © Birgit Ebbert

Diese und weitere Fotos von der Buchmesse 2015 im Fotoblog

Meine Buchmesse 2015 – Teil 1