Mordstouren(20.10.2017) Vor einem Jahr habe ich bei der Buchpremiere von „Tod im Tee“ den Kurzkrimi „Ein mustergültiger Tod“ gelesen und schon angekündigt, dass er zu einer ganz besonderen Geschichtenserie gehören wird. Nun dauert es nicht mehr lange, bis das Buch mit dem Krimi erscheint. Es heißt Mordstouren und enthält zehn Krimis zum Nachwandern. Jeder Krimi ist in Stationen aufgeteilt, zu denen es ein Foto und eine kurze Hintergrundinformation gibt. Ich bin gespannt, wie euch diese Form des Krimibuches gefällt, ich habe  lange recherchiert, aber bisher habe ich eine solche Form nicht gefunden. Mordstouren ist sozuagen eine Hagener Variante von „Wer mordet schon im Ruhrgebiet?“ und ich freue mich, dass Petra Holtmann vom Hagener Ardenku Verlag spontan von der Idee begeistert war. Ich fand, das Buch passt gut in ihren Verlag und mit ihr war es möglich, das Buch in dieser kurzen Zeit zu realisieren, wenn man bedenkt, dass ich das Manuskript erst im August abgegeben habe 🙂 Das Buch wird am 21. November im Rahmen der Finissage in der Kooperative K und am 25. November bei Thalia vorgestellt und da es 10 Krimis gibt, werde ich in jedem Fall bei beiden Lesungen etwas anderes lesen 🙂 An dem Beispiel „Ein mustergültiger Tod“ lässt sich gut zeigen, wie aufwendig die Arbeit an einer Geschichte ist, deren Lektüre dann vielleicht 45 Minuten dauert.

MordstourenDie Handlungsorte

Ich wollte, dass die komplette Geschichte auf dem Elbersgelände spielt. Deshalb bin ich an einem Sonntagmorgen bei schönem Wetter durch das Gelände gestreift und habe Orte gesucht, an denen die Ermittler Krimibuchhändlerin Anja Henke und Kriminalkommissar Gerd Neubert Spuren finden oder wichtige Informationen erhalten könnten. Diese Orte waren schnell gefunden, kniffliger war es, sie in den Krimi einzubinden.

Ich gehöre eigentlich zu den Autoren, die sich gerne beim Schreiben treiben und von den Handlungen der Figuren überraschen lassen. Angesichts der Orte, die ich mir als Handlungsorte ausgesucht hatte, war mir das aber doch zu wagemutig. Also habe ich die ganze Story um die Orte herumgestrickt.

Die Personen

Eine weitere Herausforderung war, nicht versehentlich Funktionen oder Personen, die es in der Realität gibt, negativ darzustellen. Auch wenn die Namen nicht verwendet werden, weiß zum Beispiel doch jeder, wer der Leiter des Theater an der Volme ist. Ihn als Täter zu präsentieren, wäre daher nicht so gelungen 🙂 Normalerweise suche ich mir wahllos Namen aus für meine Figuren, sofern die Namen mich nicht anspringen wie in meinem Kinderbuch „Miekes genialer Anti-Schüchternheitsplan“. Aber dieses Mal war selbst die Wahl der Namen eine Aufgabe, für die ich eine Stunde oder länger gebraucht habe. So ging Minute für Minute ins Land und ich hatte nur einen Tag, um den Krimi zu schreiben, weil die anderen Tage verplant waren und der Lesetermin feststand.

Spezialinformationen recherchieren

Schon bei der Konzeption der Geschichte war klar, dass eine Auktion eine Rolle spielen sollte. Nein, ich erzähle nicht, was dort versteigert wird 🙂 Aber ich wollte wissen, ob meine Idee realistisch ist und in welcher Preisklasse wir uns befinden. Eine Heidenarbeit, denn viele Auktionshäuser veröffentlichen die erzielten Preise nicht. Dann war ich froh, dass ich etwas gefunden hatte, das dem entspricht, was mir vorschwebte und fand den Preis nicht. Und glaubt bloß nicht, dass man auf Nachfrage einfach so eine Antwort erhält. Ich habe einfach die Fiktionskarte gespielt und mir eingeredet, dass es eine Versteigerung gab, wie ich sie brauchte.

Ein mustergültiger Tod

Grob geht es in der Geschichte um Folgendes: Während des Springefests wird nachts eine männliche Leiche am Karl-Halle-Denkmal gefunden. Gerd Neubert wird mit den Ermittlungen betraut und Anja Henke kann es wieder nicht lassen, sich einzumischen. Wenigstens wird es dieses Mal für sie nicht gefährlich wie in „Tod im Tee“, aber sie bzw. ihre kleine Tochter Ida schafft es, der Polizei den entscheidenden Hinweis zu geben. Das Motiv liegt in Hagen, soviel kann ich sagen und ich habe dafür unter anderem das HagenBuch 2016 sorgfältig gelesen 🙂

Die Stationen und die Inhalte der anderen neun Krimis finden sich auf der Internetseite zum Buch www.mordstouren.de © Birgit Ebbert