(17.11.2019) Zur Zeit liegt auf meinem Schreibtisch ein Adventsprojekt, für 2020 natürlich!. Das liegt da schon einige Wochen und eigentlich wollte ich es in Hagen schreiben. Aber dann gab es in Hagen so viele Termine und eine Anfrage, für die ich unbedingt sofort meine Bibliothek durchforsten musste – in Gotha hätte ich die Bücher ja nicht, deshalb unverzüglich. Seit Sonntag bin ich in Gotha, Montag sollte es losgehen.

Meine Gothaer Todo-Liste

Ich hätte mir wirklich gut am Montagmorgen gleich an die Arbeit machen können. Stattdessen habe ich erst einmal meine Gothaer Todo-Liste aktualisiert, um festzustellen, dass ich unbedingt für ein Fotoshooting mit meinen Papierfiguren Paul und Paula nach Arnstadt fahren wollte. Bei schönem Wetter. Der Wetterbericht sagte für die nächsten Wochen in Arnstadt trübes Wetter vorher, zum Fotografieren nicht optimal. Also habe ich spontan entschieden nach Arnstadt zu fahren und auch noch eine Netzwerkkollegin von der Arbeit abzuhalten. Als ich zurückkam, war Abend, einer der wenigen in der letzten Woche.

Überraschungsmail mit Schnappatmungseffekt

Am Dienstag sollte es aber wirklich losgehen, blöd nur, dass der Wetterbericht für nachmittags Regen ansagte, da bin ich doch lieber erst in den Park, Sonnenstrahlen fotografieren. Zu Hause erwartete mich die Bitte um das vollständige Herti-Manuskript. Schnappatmung! Denn, ich hatte es seit dem Sommer immer noch nicht von vorne bis hinten gelesen. Und das, wo ich zwischendurch Namen geändert habe und meine Tastatur manchmal kreativ mit den „m“ umgeht und auch gerne Buchstaben verschluckt. Ich hatte zwar in meiner Mail vom „Rohmanuskript“ gesprochen, aber soooo roh wollte ich es auch nicht abgeben. Das hießt, es waren über 400 Seiten zu lesen, damit war ich Dienstag und Mittwoch rund um die Uhr beschäftigt.

Weitere dringende Todos 🙂

Ganz ehrlich, nach dem Korrekturmarathon hatte ich mir am Donnerstag einen Spaziergang verdient, wo das Wetter immer noch so schön war. Es kann ja keiner wissen, ob das nicht der letzte schöne Tag in Gotha ist. Also bin ich 10.000 Schritte durch die Felder getrabt für ein bestimmtes Foto und da ich um 18 Uhr bei der Vernissage von „Inspiriert vom Bauhaus in Gotha“ sein wollte, lohnte es sich nicht mehr mit dem Adventsprojekt zu beginnen. Ach ja, ich wollte auch Partum, das junge Schauspielerinnen-Duo nicht so lange auf meinen Bericht warten lassen.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Nein, Husten und Heiserkeit hatte ich am Freitag nicht, aber Schnupfen und eine Anfrage für ein Text-Angebot, an dem ich mit Tropfnase getüftelt habe. Immerhin hatte ich schon Teelichte und mein gefaltetes Weihnachtsbäumchen auf dem Schreibtisch drapiert, als Motivationshilfe. Aber irgendwie muss der Schnupfen auf die Augen geschlagen sein, ich konnte die Motivation nicht richtig erkennen J Da ich abends als Zuschauerin im Art der Stadt fit sein musste, habe ich lieber versucht, mich gesund zu schlafen. Am Samstag schniefte ich weiter und irgendwie ist ja auch Samstag! Um wenigstens etwas zu schaffen, habe ich die nächsten Kolumnen und das Manuskript aller Kolumnen für die Pressestelle vorbereitet.

Ein weiterer Motivationsversuch

Langsam drängt die Zeit, also habe ich zur ultimativen Motivation gegriffen und mir das Konzert „Himmelslieder“ von Björn Casapietra spendiert. Es gab schöne Weihnachtslieder, aber bei einer Anmoderation hatte ich plötzlich eine Idee für einen Roman. Muss ich noch sagen, dass ich gestern Abend gleich zu dem Thema recherchiert habe? Aber jetzt leuchten die Kerzen, draußen ist es trüb und ich schaue gerade die Fotos von den Weihnachtsmarktvorbereitungen auf dem Schloss an. Ok, die Kerzen sind schon etwas heruntergebrannt, weil ich erst einmal diesen Blogbeitrag schreiben musste, die Frage ist, ob die Weihnachtsvorbereitungen schon weiter sind, es regnet ja nicht, da könnte ich eigentlich … Nein! Fortsetzung folgt voraussichtlich nicht 🙂 © Birgit Ebbert

PS für den Verlag: Keine Sorge, ich bin gut im Zeitplan 🙂

Und da ich mich kenne, habe ich HEUTE schon einen Fotobummel durch die Stadt gemacht, um Weihnachtsspuren in Schaufenstern zu fotografieren, dann kann mich die Idee morgen nicht vom Schreiben ablenken und ich kann mich von den Fotos in die richtige Stimmung versetzen lassen 🙂