(11.05.2020) Meine Todo-Liste vom Anfang des Corona-Shutdowns ist noch längst nicht abgearbeitet, was auch daran liegt, dass ich mir wie alle FreiberuflerInnen Gedanken mache, wie es denn beruflich weitergehen wird. Akquise und Live-Netzwerk-Treffen sind ja erst einmal gestrichen, da besinnt man sich doch auf die guten alten Online-Netzwerke 🙂 – Tatsächlich war Xing der Start meines Social-Media-Lebens, 2006 als es noch Open-BC hieß. Seither hat sich bei mir einiges getan und bei Xing auch. Da passte es gut, dass Constanze Wolff, eine Kollegin aus dem Texttreff, dem Netzwerk wortstarker Frauen, zusammen mit einem Kollegen ein Buch zum Thema „Netzwerken mit XING und LinkedIn“ herausgegeben hat. Als positives Omen habe ich das Buch am Tag der Arbeit durchgearbeitet 🙂 Das ist herausgekommen.

XING und/oder LinkedIn?

Ja, Xing und/oder LinkedIn? Die Frage beschäftigt mich schon seit Jahren, als ich die erste Anfrage eines Bekannten über LinkedIn bekommen habe. Damals dachte ich, na gut, wenn das so wichtig ist, melde ich mich da an. Ich habe nachgeschaut, das war im September 2012, die Zugangsdaten waren noch gültig 🙂 Ich erinnere mich gut daran, dass ich das Netzwerk damals nicht weiter verfolgt habe, weil ich schon bei der Anmeldung einen Zugriff auf mein Adressverzeichnis geben sollte. Das mag sich inzwischen geändert haben, der erste Blick hat mich überfordert. Stephan Koß und Constanze Wolff schreiben: „Ziel von LinkedIn ist es, Fach- und Führungskräfte rund um den Globus zusammenzubringen“, für mich eine gute Entscheidungshilfe: Das brauche ich aus meiner jetzigen Warte nicht, wenn es denn mal ein Roman als Übersetzung um den Globus reist, kann ich ja immer noch einsteigen. Angemeldet bin ich ja. Wenigstens werde ich mit Hilfe des Buches mein Profil aktualisieren, damit meine sieben Kontakte mal etwas Neues über mich lesen können 🙂

Xing auf den neusten Stand bringen

Ich gebe zu, seit ich bei Facebook bin, sind meine Aktivitäten bei Xing auf Null zurückgegangen. Gelegentlich fiel mir ein, dass da noch etwas ist und ich habe wenigstens die Daten aktualisiert, aber das war’s auch. Man mag über Facebook klagen, aber Herr Zuckerberg hat es geschafft, Information mit Kommunikation auf eine für mich optimale Art zu vernetzen. Nun also, werde ich inspiriert von Constanze Wolff einen Neustart wagen. Mein Elan ist allerdings etwas getrübt, weil in der Branchen-Liste der Bereich „Kultur“ gar nicht erst auftaucht. Mhm.

Über das Buch

Doch vorab ein paar Sätze zum Gesamtkonzept des Buches, das mehr ist als eine Xing- und LinkedIn-Anleitung. Im ersten Teil geht es um Möglichkeiten und Ziele des Networking über die beiden Business-Network-Plattformen. Den Teil habe ich überflogen, weil ich Ähnliches selbst in meinen Selbstmarketing-Seminaren vermittle. Aber da bin ich eine Ausnahme-Leserin, wichtig ist es auf jeden Fall sich vor dem Engagement auf einer Business-Plattform Gedanken darüber zu machen. Das habe ich auch damals, als ich mich bei Xing angemeldet habe, inzwischen ist eben viel passiert! In Teil II geht es dann darum, wie das eigene Profil aussehen könnte und sollte und wie das mit dem Datenschutz auf den Plattformen ist. Spannend wird es für mich in Teil III „Business-Netzwerke richtig einsetzen“, das habe ich wirklich schleifen lassen, inzwischen habe ich sogar meinen Premium-Account gelöscht, weil ich für das Geld lieber zu einem realen Netzwerk-Treffen gehen wollte 🙂 Auch in Teil II und III war für mich nicht alles neu, das ist ja klar, ich war die ersten fünf bis sechs Jahre sehr aktiv bei Xing. Aber das hat mich daran erinnert, dass ich auch diese Plattform wieder nutzen könnte und sollte. Mal sehen, ich fange damit an, das Profil zu aktualisieren und ansonsten – lasst euch überraschen, vielleicht sehen wir uns bei Xing und LinkedIn-Kontakte werde ich annehmen, man weiß ja nie 🙂 © Birgit Ebbert

Stephan Koß/Constanze Wolff: Netzwerken mit XING und LinkedIn für Dummies. Wiley 2020