(08.03.2019) Heute Abend wird im Osthausmuseum die Ausstellung „Nordlicht“ der Düsseldorfer Künstlerin Vera Leutloff eröffnet. Ich habe gestern endlich mal wieder die Gelegenheit genutzt, am Pressegespräch teilzunehmen, um euch auf den Geschmack zu bringen 🙂

Die Bilder von Vera Leutloff

Mich hat das Einladungsbild für die Ausstellung sofort angesprochen, als ich es vor einigen Wochen sah. Vielleicht liegt es daran, dass ich gleich Papierröhrchen übereinander assoziiere 🙂 oder meine Lieblingsfarbe im Mittelpunkt steht. In jedem Fall hat es mich neugierig gemacht auf die anderen Bilder. Die 28 gezeigten Werke stammen fast alle aus den letzten vier Jahren. Dr. Belgin meinte zwar, es seien keine Serien, aber es gibt doch verschiedene Grundtypen, die mehr oder weniger abstrakt oder konkret sind. Da sind zum einen die Bilder mit den „Stangen“, die ich in Gedanken mit Papierröhrchen nachgestellt habe 🙂 Sie sind wie alle anderen Bilder auch in Öl gemalt, wobei die „Stangen“ übereinander gemalt wurden, wodurch eine besondere Tiefe erzeugt wird. Ähnlich zu Assoziationen laden die Bilder mit den „Kreisen“ ein, bei denen ich spontan an die Gardinenringe denken musste, die ich kürzlich entsorgt habe 🙂 Ja, sorry, aber Kunst liegt im Horizont des Betrachters 🙂 Daneben gibt es „Streifen“-Bilder, bei denen die Streifen in unterschiedlichen Farben und Farbverläufen exakt nebeneinander angeordnet sind. Je nach Hängung erinnern sie an Stufen, die in die Tiefe gehen. Für mich – die Künstlerin sind das sicher anders 🙂 – sind die mit „Haiku“ kategorisierten Bilder Sonderformen der Streifen. Es gibt zwei Streifen, die wie eine Detailaufnahme aus den anderen Bildern wirken. Doch die Motive sind nur eine Facette der besonderen Wirkuns der Bilder von Vera Leutloff, es ist vor allem die Farbe, die einen in den Bann zieht, weil sie eine hohe Strahlwirkung hat.

Die Künstlerin Vera Leutloff

Vera Leutloff ist 1962 in Hamburg geboren, sie hat an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert und lebt dort heute. Für ihre Kunst hat sie einige Preise und Stipendien bekommen, ihre Werke sind fast immer irgendwo in Ausstellungen zu sehen. Die Bilder entstehen in ihrem Atelier in Düsseldorf, besonders spannend finde ich, dass sie mit einem sehr breiten Pinsel malt, mit dem sie mehrere Farben gleichzeitig nutzen kann. Das würde ich mir ja gerne mal anschauen, ich frage im Kunst- und Atelierhaus mal nach, ob da jemand so etwas besitzt. Wobei der Pinsel auf dem Foto, das Dr. Belgin uns gezeigt hat, fast ein wenig selbstgebaut aussah.
In jedem Fall sind das interessante Bilder, die oben im Altbau und im Hagener Fenster des Osthausmuseums zu sehen sind.

Die Ausstellung wird eröffnet am 8. März um 18.30 Uhr, sie ist zu sehen bis zum 5. Mai 2019.

Weitere Informationen über die Ausstellung auf www.osthausmuseum.de und über die Künstlerin auf www.vera-leutloff.de