(06.02.2013) Ok, ich gebe es zu, eigentlich bin ich nur zu der Lesung der Hagener Autorenkollegin Marlies Ferber gegangen, um zu spionieren. In eigener Sache. Mich hat interessiert, wie so eine Lesung im Theater an der Volme ist. Doch dann bin ich dem Charme eines Spions erleben. James Gerald, Agent Null-Null-Siebzig, der auf einem Kreuzfahrtschiff einen Fall lösen muss. Zum Fall kann ich noch nicht so viel sagen, James, der früher Agent war, ist mit seiner ehemaligen Assistentin Sheila zum 90sten Geburtstag von Sheilas Mutter eingeladen. Allerdings nicht in das Restaurant nebenan, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff.

Schon beim ersten Zusammentreffen der Gesellschaft ahnt man, dass es Verwicklungen geben wird. Nicht jeder findet in den Glückskeksen, die verteilt werden, solche Verheißungen wie die Zuschauer, denen die Autorin zur Auflockerung Glückskekse spendiert. Indra Janorschke darf mit einem heimlichen Verehrer rechnen und mir hat der Glückskeks geweissagt, dass „der Stern des Reichtums“ auf mich herabstürzt. Soll er nur kommen 🙂

Doch zurück zu James, Agent Null-Null-Siebzig. Nun? Hat es Klick gemacht? Agent. James. 0070. Tja, wir Zuhörer hatten das Glück, dass Marlies Ferber uns ihr fiktives Gespräch mit Miss Marple aus dem ersten Band ihrer Krimireihe vorlas, ehe sie uns mit dem reizenden Ermittler James bekannt machte und einen Vorgeschmack auf das Buch gab, auf dessen Lektüre ich mich schon freue.

Ein wirklich unterhaltsamer Abend, der von Piano-Musik eingerahmt wurde und wahlweise mit einem Johannisbeerlikör oder einem Smirnoff endete. Auch diese Getränke haben natürlich einen Bezug zu einer Szene in Ferbers Krimi, die Indra Janorschke und Dario Weberg wunderbar dargeboten haben.

Dies war die erste Lesung im Theater an der Volme. Ein gelungener Auftakt, dank einer Autorin, die sympathisch, offen und am Publikum interessiert wirkte.

Ich werde mir jedenfalls sowohl die nächsten Lesungen im Theater an der Volme in den Kalender eintragen als auch verfolgen, wann Marlies Ferber wieder in Hagen liest.

Autorenseite von Marlies Ferber

Theater an der Volme