(20.02.2020) Am Sonntag ist die zunächst letzte Aufführung des Theaterduos Partum in Hagen. Carola Schmidt und Alissa Schwichtenberg zeigen im Theater an der Volme noch einmal ihre schaurig-amüsante Inszenierung „Tanz mit dem Tod“. Die Premiere und deutsche Uraufführung der Tragikomödie von Thomas A. Welte war im November und ich war dabei und begeistert 🙂

Die beiden Frauen hinter Partum

Ich wollte die ganze Zeit schon ein wenig über Partum erzählen, aber das Jahr 2020 hat so turbulent begonnen. Doch bevor die beiden mit ihrem Stück ins Leo-Theater nach Schwelm umziehen, schaue ich genauer hin.
Nun kenne ich Alissa und Carola schon länger, wenn ich es recht bedenke, seit ich die Premieren im Theater an der Volme fotografiere. Da waren die beiden aber noch sehr jung, stelle ich gerade fest.
Carola Schmidt (Foto rechts) ist 1993 in Hagen geboren, gleich nach dem Abitur hat sie neben ihrem Studium der Germanistik und Anglistik ihre berufliche Tätigkeit als Schauspielerin im Theater an der Volme begonnen, auf der Bühne steht sie seit ihrem sechsten Lebensjahr, im Tanzverein, im Theater der Kirchengemeinde und im Jugendclub im Theater Hagen. Heute ist sie auch Regisseurin und Theaterpädagogin und außer im Theater an der Volme auch im Leo Theater und bei den Schlossspielen Hohenlimburg zu sehen.
Alissa Schwichtenberg stammt ebenfalls aus Hagen, sie ist 1994 geboren und zum Schauspiel gekommen durch ein Jahrespraktikum im Theater an der Volme. Auf der Bühne hat sie schon vorher gestanden, im LutzHagen in einem Stück von Urs Widmer, auch eine gute Adresse 🙂 Seit 2015 studiert sie Theaterwissenschaft und Philosophie an der Ruhr-Uni in Bochum und ist nebenehr als Schauspielerin, Regieassistenz und Abendspielleitung an verschiedenen Theatern tätig.  ich habe sie außer im Theater an der Volme im Theater Nero in Düsseldorf in der Inszenierung von Lars Lienen „Hotel zu den zwei Welten“ gesehen. Auch sie gibt ihre Leidenschaft für das Theater in theaterpädagogischen Workshops weiter.

Wie kam es zu Partum?

„Vor ein paar Jahren sprachen Carola und ich darüber, dass wir gerne irgendwann auch Mal ein eigenes Theater hätten“, erzählt Alissa Schwichtenberg. Bei gemeinsamen Auftritten und Proben war immer Zeit, herumzuspinnen, wie das aussehen sollte und wie sie die Idee umsetzen könnten. Nun ist ein eigenes Haus ein sehr großer Traum, deshalb haben sie im ersten Schritt mit einem Tournee-Theater begonnen – wie übrigens die Leitung des Theater an der Volme auch, da sieht man doch, dass es geht 🙂 „Unser Ziel, mit dem eigenen Theater, haben wir dennoch nicht aus den Augen verloren. Da wollen wir irgendwann Mal hin. Mit einem bunten Programm“, schwärmt Alissa. Ich bin sehr gespannt, wann das Ziel erreicht werden wird und wie das dann aussieht. Für dieses Jahr zum Beispiel streben die beiden ein Weihnachtsprogramm an, eine Art Revue mit Gedichten, Liedern und Geschichten. Neben dem Weihnachtsmarkt mit Riesenrad und Eierpunsch noch ein Grund, sich auf Weihnachten zu freuen 🙂

Bleibt noch die Frage, was „Partum“ eigentlich bedeutet. Carola findet, dass man Namen nicht hinterfragen soll. Aber Namen fallen nicht vom Himmel, man denkt sich ja etwas dabei. Alissa und Carola saßen im BarCelona und haben Ideen für einen Namen gesammelt, zuerst dachten sie darübere nach, ihre Initialen oder Namen kreativ zu verarbeiten. Kreativ, dachten sie, vielleicht gibt es dafür ein anderes Wort. Tatsächlich bedeutet „Die Kreativen“ im Lateinischen Partum, ein eingängiger Name, der beiden auf Anhieb gefiel und den sich das Publikum merken kann. Dann merken wir uns doch den Namen: Partum! Am Sonntag noch einmal mit „Tanz in dem Tod“ im Theater an der Volme. © 20.02.2020 Birgit Ebbert