(22.09.2014) Kürzlich las ich im Wochenkurier einen Artikel über die 18-jährige Paulina Fritz, die vom 3. Oktober bis in den April 2015 in Guatemala leben wird. Ihr war früh klar, dass sie nach dem Abitur, das sie in diesem Jahr am THG in Hagen mit einem Schnitt von 1,9 bestanden hat, erst einmal einige Monate ins Ausland gehen würde. Und nun ist es plötzlich soweit. Flugticket und Reisepass liegen bereit, die letzten Impfungen sind abgehakt und ein wenig schlau gemacht hat Paulina sich auch schon über Guatemala. Ein Land, das zwar heute politisch stabil ist, aber dennoch völlig anders als Deutschland oder andere Länder, in denen Paulina gelebt hat oder Ferientage verbracht hat. Die Armut ist dort deutlich höher, sodass sie sich an den üblichen Speiseplan aus Reis und Bohnen erst gewöhnen muss, zumal die eigentlich so gar nicht ihr Fall sind. Aber die Neugier auf den Alltag der Guatemalteken überdeckt den Gedanken an das Essen erst einmal. Zumal Paulina in dem Gastland eine Vielfalt an Kulturen erwartet, leben doch die Maya als ursprünglich Einheimische, die Garifuna als Nachkommen der Kariben und die Ladinos, die europäischer Abstammung sind neben- und miteinander.

In Guatemala wird Paulina zunächst einen Monat lang im Einzelunterricht Spanisch lernen, was an ihrer Schule in Hagen nicht möglich war. Da sie Sprachen liebt, ist sie zuversichtlich, dass sie sich schnell zurechtfinden wird. Das sollte sie auch, denn nach dem Monat geht es los mit ihrem Job, der wie die Gastfamilie über die Organisation „Praktikawelten“ vermittelt wurde. Über Aufgabe und Gastfamilie weiß sie bisher wenig, klar ist, dass sie in einer Schule arbeiten wird. Ob ihre Tätigkeit aus Aufräumen oder Unterrichten bestehen wird, wird sich zeigen. Paulina ist für alles offen. „Ich möchte vor allem die Menschen und das Land kennenlernen“, sagt sie. „Es wäre natürlich schön, wenn ich dort Kinder unterrichten oder zumindest unterstützen könnte.“

Dass sie Menschen kennenlernen wird, daran zweifelt niemand, der Paulina kennt und erlebt hat, allen voran ihre Familie und ihre Freunde vom TSV Hagen 1860, wo sie bisher erfolgreich Basketball spielt. Ob das mit dem Erforschen des Landes klappt, hängt auch ein wenig davon ab, ob es ihr gelingt, Sponsoren zu gewinnen, mit deren Unterstützung sie sich Reisen in Guatemala leisten kann.

Zeitlich ist das zu realisieren, denn während ihres Aufenthaltes sind zwei Monate Ferien, da könnte sie umherreisen. Sie hat in den letzten Jahren bereits gespart, ihre Mutter unterstützt sie, so gut wie möglich, dennoch bleibt eine Finanzlücke, die Paulina hofft, mit Sponsoren-Unterstützung zu schließen. Wer also Interesse daran hat, das Engagement der jungen Frau zu fördern, ist herzlich dazu aufgerufen. In ihrem Blog tauchen bisher zwei Sponsoren auf, dort könnte auch das Logo weiterer Sponsoren stehen. Außerdem ist Paulina bereit, nach ihrer Rückkehr zu einer Kundenveranstaltung oder einem Event zu kommen und von ihren Erfahrungen zu berichten. Aber auch private Förderer sind herzlich willkommen, vielleicht findet sich ja der eine oder andere, der sich immer schon eine Tochter oder Enkelin wie Paulina gewünscht hätte und ihr ein paar Tage spendiert, um Guatemala von allen Seiten kennenzulernen.

Wie es Paulina ergeht, können Sponsoren und auch alle anderen laufend in ihrem Blog erfahren, der bereits vorbereitet ist. Im Moment fehlt ihr noch die Zeit, ihn mit Inhalt zu füllen, weil sie bis Ende September noch ein kaufmännisches Praktikum absolviert. Ein solches Engagement sollte man unterstützen, finde ich, weil es zeigt, dass sich auch heute noch junge Menschen engagieren und weil es wichtig ist, dass junge Menschen möglichst viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturen sammeln, um mitzuhelfen, dass unsere Welt friedlicher wird. © Birgit Ebbert

Hier beschreibt Paulina Fritz ihre Reise in ein unbekanntes Land. Wer Interesse daran hat, sie zu unterstützen, meldet sich am besten bei mir oder bei Paulina Fritz über Facebook.

(Foto: Paulina Fritz)