Peter Brüning(07.09.2017) Am kommenden Sonntag startet mit Werken von Peter Brüning die diesjährige Ausstellung mit einem externen Künstler im Emil Schumacher Museum. Die Auswahl dieses Künstlers erfolgte wie der Titel der Ausstellung „Das Potential des Informel“ mit Blick auf Gemeinsamkeiten zu Emil Schumacher, einem der bekanntesten Vertreter des Informel.

Über den Künstler Peter Brüning

Peter Brüning, 1929 in Düsseldorf geboren, wuchs in einem inspirierenden Haushalt heran und fiel schon als Kind durch sein künstlerisches Talent auf. Da war es nicht verwunderlich, dass es ihn an die Kunstakademie zog. Allerdings reizte ihn die Akademie in Düsseldorf nicht so sehr, es zog ihn – unter anderem nach der Lektüre von Willi Baumeisters Abhandlung „Das Unbekannte in der Kunst“ – eher an die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart zu Willi Baumeister. Während andere Studenten in der Regel einen Vorkurs besuchen mussten, begann Peter Brüning gleich bei Willi Baumeister zu studieren und sich auf dessen Anregung mit dem Werk Cezannes zu beschäftigen. Einer der pädagogischen Ansätze Baumeisters war, dass sich seine Studenten intensiv mit dem Werk und der Persönlichkeit eines Künstlers beschäftigten, um ihren eigenen Stil und Weg zu entdecken. Bei Peter Brüning war diese Künstlervorgabe Cezanne.

Die Kunst Peter Brünings

In der Tat fand Peter Brüning seinen eigenen Weg, der in der Ausstellung gut nachvollziehbar ist. Ein großes Lob an die Kuratoren, die die Werke so ausgewählt haben, dass Betrachter auch ohne Anleitung einen roten Faden finden und diesen immer wieder neu entdecken können. Das macht die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis. Peter Brüning hat sich früh von Sujets gelöst und sich in seiner Kunst von der Inspiration der Leinwand, den Materialien und der Umgebung leiten lassen. Er begann ein Bild nicht mit der Absicht, dieses oder jenes Abbild zu erstellen, sondern ein Werk zu kreiieren oder zu komponieren, viele seiner Bilder tragen dementsprechend auch den Titel „Kompositionen“ und wenn man sie genau betrachtet, erscheinen sie einem auch wie visuelle Musik.

Die Ausstellung im Emil Schumacher Museum

In der Ausstellung „Das Potential des Informel“ wird nur ein kleiner Teil der 759 Bilder und Objekte und rund 1800 Zeichnungen gezeigt, die er bis zu seinem Tod am 25. Dezember 1970 geschaffen hat. Um eine Grenze zu ziehen und eine sinnvolle Auswahl zu treffen, sind nur Malereien zu sehen. Brüning hat darüber hinaus auch plastische Arbeiten, Denkmale und Lichtinstallationen geschaffen, die sich – wenn man die letzten Bilder mit den Analogien zu Straßenschildern oder zur Wetterkarte anschaut – gut als nächste Stufe in sein Werk einreihen. Ich werde noch im Internet stöbern, wie diese letzten Werke aussahen. Für die Ausstellung finde ich die Auswahl gut getroffen, zumal sie ermöglicht, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Werk von Emil Schumacher zu suchen und zu entdecken.

Die Ausstellung von Peter Brüning ist zu sehen vom 10. September bis zum 25. Januar. Der Katalog zur Ausstellung gibt einen Abriss über sein Leben und Werk und zeigt sehr schön die Bilder, die im Emil Schumacher Museum betrachtet werden können.

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 10. September 2017, 11.30 Uhr

Weitere Informationen: www.esmh.de