(09.04.2016) Heute gibt es eine ganz besondere Premiere in Hagen, einen Tag des offenen Ateliers oder – wie die Veranstaltung offiziell heißt: Planet Hagen. Darauf freue ich mich , seit ich weiß, dass es das Projekt gibt und bin froh, dass ich allen Anfragen, ob ich in dem einen oder anderen Atelier lesen möchte, abgelehnt habe. Was würde ich dann alles verpassen!

Die Idee hinter „Planet Hagen“ ist, die künstlerische Vielfalt in Hagen zu präsentieren und zu dokumentieren. Dazu gibt es die Veranstaltung am 9. April, bei der 58 Künstler in 22 Ateliers bzw. Präsentationsorten von 14 bis 22 Uhr ihre Werke und ihre Arbeit darstellen. Über den Tag hinaus Gültigkeit hat der Katalog zum Tag, in dem die Künstler sich mit Kontaktdaten, Bild, einem Werk und je einem Statement zu ihrer Kunst und ihrer Idee vorgestellt werden. Auch wenn sich nicht alle Hagener Künstler, Galerien und Kunstorte beteiligen, liegt damit doch ein Grundstock für eine Art Handbuch der Hagener Kunstszene vor.

Die Flyer mit einer Übersicht aller Ateliers und Orte und einem kleinen Eindruck der Künstler lagen seit Tagen in der Stadt – ich sitze gerade daran, mir einen Plan zu machen, wo ich wann sein will. Ja, ich bin nun mal eine Plänemacherin, auch wenn das nicht die Art und Weise ist, wie die „Entdeckungstour“ vom Kulturbüro vorgesehen ist. „Die Hagener sollen sich durch die Stadt treiben lassen und nicht von Termin zu Termin hetzen“, erklärte Organisatorin Melanie Redlberger beim Pressegespräch. Das muss nicht immer zu Fuß sein, dank der Spardabank und der Hagener Verkehrsbetriebe gibt es einen Shuttle-Service, mit dem die meisten Ateliers angefahren werden können. Der ADFC bietet sogar eine Radtour ab dem AllerWeltHaus an, zu der man sich allerdings anmelden musste, aber mein Fahrrad steht ohnehin noch immer in Borken im Keller, daher kam die Tour für mich nicht in Frage 🙂

Die Qual der Wahl beim Planet Hagen

22 Orte und 58 Künstler – das ist eine große Bandbreite und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht fange ich mit den Ateliers an, die ich zu Fuß erreichen kann, aber dann reichen die acht Stunden höchstens für vier oder fünf Ateliers. Und ab 20.30 Uhr will ich in der Stadthalle die Schlagerstraße von 58Event fotografieren. Langeweile wird heute also sicher nicht aufkommen.

Gesetzt sind auf jeden Fall der Werkhof in Hohenlimburg und die Kooperative K, weil ich dort schon zwölf Künstler erleben kann, von denen ich manche bereits kenne und gerne wiedersehen würde. Das Kunst- und Atelierhaus werde ich mir aufheben, da war ich ja am letzten Sonntag schon zum Tag der offenen Tür. Mhm, das Kunstkontor Hagen und das Alte Backhaus kann ich vielleicht verbinden, die sind ja beide in Wehringhausen wie auch das Atelier von Elvyra Gessner. Ich sehe gerade, wenn ich zur Kooperative K fahre, kann ich auch endlich mal bei Nuri Irak vorbeifahren, dessen Atelier sich am Hüttenplatz befindet. Auf dem Weg zum Werkhof kann ich Karin Heyltjes im Klosterkamp über die Schulter gucken und unterwegs bei Günter Blanck reinschauen, dessen Skulpturen mich schon im Theater an der Volme fasziniert haben.

Ich stelle soeben fest, dass mitten in der City außer dem Kunst- und Atelierhaus lediglich eine Anlaufstelle ist – witzigerweise direkt hinter unserem Lerncenter, da werden Tanz und Bildende Kunst verknüpft, eigentlich ein Muss, weil – ach nee, das verrate ich noch nicht. Ich sehe schon, ich werde mich doch eher treiben lassen – na, sagen wir, es gibt einen Ausflug nach Haspe und einen nach Hohenlimburg und ansonsten schaue ich, wo ich unterwegs noch vorbeikomme – bei einem der folgenden Künstler bzw. Ateliers vielleicht: Ariane Hartmann, Ciria Hauert-Colunga, Heike Knoche, Luca, Martin Naber, Uwe Nickel, Peter Paulhagen, Bernhard Paura, Waltraud & Wolfram Schroll, Michael Turza, bei ihm interessiert mich vor allem die selbstgemachte Farbe, von der er erzählt hat, Rita Weychert oder Margit Wölk. Mal sehen, worüber ich in morgen hier oder im FotoBlog berichten werde 🙂 Eines ist klar, ich darf mich nirgends lange verquatschen und das wird sicher die größte Herausforderung sein. © Birgit Ebbert

Weitere Informationen sowie Flyer und Booklet zum Download und die Abfahrtsorte und -zeiten des Shuttlebusses und zur Radtour auf www.hagen.de/planet